Rabenschwarzer Sonntag

Die aufziehende Schlechtwetterfront schien ein schlechtes Omen für unsere Borussia zu sein. Gegen den Regionalliga-Absteiger aus Bonn setzte es eine 0:4 Pleite. 
Dabei sah es zunächst gar nicht so schlecht aus für den Gastgeber. Pozder verpasste in der 4. Minute eine flache Hereingabe von Peters nur denkbar knapp. In der 8. Minute war es dann Peters, dessen Schuss aus 18 Metern nur um Zentimeter über die Latte ging. Die erste nennenswerte Torszene der Bonner verpuffte in der 12. Minute nach einem harmlosen Kopfball. Nur eine Minute später wurden die Gäste dann schon gefährlicher, als Berg drei Gegenspieler austanzte, Gonzalez mustergültig bediente, der sich allerdings zum Glück der Borussen im Abseits befand. Jetzt blieb der SC aus Bonn am Drücker. Nach einem schnellen Vorstoß über die rechte Seite konnte Yildiz den in die Rücken der Abwehr gespielten Ball zum 0:1 versenken (18.). Erst in der 28. Minute gelang es den Schwarz-Weißen, nach einem klugen Konter, erstmals wieder gefährlich vor dem Gästegehäuse auftauchten – ohne Erfolg. Auf der Gegenseite prüfte Yildiz, nach einem sehenswerten Dribbling, Keeper Monath. Nach einer Ecke in der 42. Minute hätten Pozder und Tahir beinah per Kopf den Ausgleich erzielt. Nur eine Minute später spielte Kapitän Koppitz Tchadjei im Strafraum frei, dessen Flachschuss parierte der Gästekeeper jedoch bravourös. Als alle schon mit den Gedanken in der Kabine waren, enteilte Berg der Borussen-Abwehr und schob den Ball, vorbei an Monath, zum 0:2 ins Netz (44.). Kurz nach Wiederanpfiff verfehlte ein Distanzschuss der Bonner nur knapp das Tor der Heimmannschaft. Das schien wie ein Weckruf, denn nun folgte die stärkste Phase der Platzherren. Nach einem klasse Angriff über N’Goua, scheiterte Emara erneut am glänzend reagierenden Torwart Meyer (49.). Zwei Minuten später hätte der Anschlusstreffer dann fallen müssen. Pozder hatte einen langen Abschlag mit dem Kopf verlängert, direkt in den Lauf von Koppitz. Doch auch er konnte den Ball nicht im Bonner Tor unterbringen. Danach übernahm das Team von Sinkiewicz aber wieder das Kommando. Zunächst ließ Yildiz nach herrlichem Solo eine Großchance liegen (56.). Aber nur wenig später setzte sich Berg gegen unsere Hintermannschaft durch und dessen Flanke verwertete Sai zur Vorentscheidung (0:3, 58.). In der 71. Minute versäumte es der Bonner SC, den vierten Treffer zu machen. Zwei Schockmomente überschatteten die Begegnung, sodass das 0:4 (82.) eigentlich niemanden mehr auf Borussen-Seite interessierte. Denn schlimmer als die Niederlage, sind die schwerwiegenden Verletzungen unserer beiden Mittelfeldspieler Armand Drevina und Tom Krügermeier, die in der 61. und 63. Minute ausgewechselt werden mussten.

Bereits vor dem Spiel ereilte uns die traurige Nachricht von der schweren Erkrankung unseres Mittelstürmers Marco Weingart. In diesem Zusammenhang trug die Mannschaft vor der Partie, als Zeichen der Solidarität, ein Aufwärm-T-Shirt mit der Aufschrift „Wir schaffen das zusammen, Marco“. Wir wünschen allen gute und hoffentlich schnelle Genesung, sowie Trainern, Team und Verantwortlichen den Zusammenhalt, den es jetzt braucht. 

Aufstellung: Monath – Peters, Tahir, Sambou, N’Goua – Greven (57. Draganidis), Drevina (61. Kongolo) – Tchadjei (57. Ljatifi), Koppitz, Emara (57. Krügermeier) – Pozder
Tore: 0:1 Yildiz (18.), 0:2 Berg (44.) , 0:3 Sai (58.), 0:4 Hompesch (82.)
Gelbe Karten: Peters (44.), Emara (47.), Krügermeier (63.), Nock (85.) / Prangenberg (70.)
Schiedsrichter: Luca Marx (Brühl)