Niederlage im Clásico

Im Finale beim Rurdorfer Sommercup unterlag unsere Borussia am Ende etwas unglücklich mit 1:2 gegen den FC Wegberg-Beeck. Das ewig junge Derby hielt vor 570 Zuschauern einmal mehr, was es versprach. Beide Mannschaften schenkten sich von der ersten Minute an nichts, wobei der FC zunächst besser in die Partie fand. Nach einem Fehler in unserer Hintermannschaft nutze Adrian Behrami gleich die erste Großchance zum 0:1. Danach taten sich die Schwarz-Weißen lange schwer, ein konstruktives Spiel nach vorne aufzubauen. Dennoch tauchte Marco Weingart plötzlich alleine im Strafraum auf und hätte vielleicht, statt den Ball nochmal in die Mitte zu legen, selbst den Abschluss suchen sollen. Bis auf zwei weitere Tormöglichkeiten durch Tahir (Kopfball) und Drevina (Direktschuss), blieben die Borussen in der Offensive blass. Im ersten Durchgang waren die Wegberger wesentlich torgefährlicher. Neben einem nicht gegebenen Abseitstor in der 26. Minute, klärte Roosen nur eine Minute später vor dem einschussbereiten Marc Kleefisch. Mit einer verdienten 1:0 Führung für den FC Wegberg-Beeck ging es in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel hatte sich das Team von Trainer Kruth viel vorgenommen, musste aber zunächst in der 47. Minute das 0:2 durch Dimitrios Touratzidis hinnehmen. Daraufhin reagierte der Chef-Coach mit einem Vierfachwechsel. Fortan setzen die Borussen den Gegner mächtig unter Druck und schnürten ihn phasenweise in der eigenen Hälfte ein. Folgerichtig markierte Rachid Tchadjei, nach einer schönen Vorlage von Niklas Koppitz, mit einem überlegten Flachschuss ins lange Eck, den Anschlusstreffer (51.). Mit zunehmender Spieldauer war die Borussia mehrfach dem Ausgleich nah, wobei der Gegner stets mit schnellen Kontern brandgefährlich blieb. So parierte Alex Monath in glänzender Manier als ein Wegberger völlig frei vor ihm auftauchte. Bereits einige Minuten zuvor (76.) hatte er mit schöner Parade einen Freistoß entschärft. Auf der anderen Seite prüfte der gerade eingewechselte Tom Krügermeier mit einem herrlichen Distanzschuss den Beecker Keeper (84.). In der Schlussphase hatte Pozder noch einmal die Chance zu einem Kopfballtreffer, konnte den Ball aber nicht mehr richtig drücken. Darüber hinaus hatten die Borussen mehrfach die Möglichkeit zum Torschuss, aber immer warf sich ein Wegberger Abwehrspieler dazwischen. Das Tor schien wie vernagelt. Am Ende blieb es bei einem etwas glücklichen, aber nicht unverdienten Sieg für den Regionalliga-Absteiger. Dennoch ist Kevin Kruth stolz auf seine Truppe: „Wir waren wahrscheinlich so nah dran wie selten zuvor, das Spiel zu gewinnen. Die beiden Fehler, die zu den Gegentoren geführt haben, waren durchaus vermeidbar, das ärgert mich. Man muss allerdings konstatieren, dass ein 2:0 Rückstand gegen Beeck eigentlich weg ist, aber ich muss meinen Jungs wirklich zugutehalten, dass sie nie aufgegeben haben und so eben auch dann der Anschlusstreffer fällt. Das 2:2 und auch ein Sieg wäre verdient gewesen, aber wir haben die ein oder andere Chance einfach liegenlassen. Trotzdem muss man Wegberg-Beeck natürlich gratulieren. Wir haben jetzt noch genug Zeit unsere Fehler abzustellen und das ein oder andere in den Testspielen zu testen.“

Aufstellung: Monath – Kongolo (47. Peters), Roosen, Tahir (47. Greven), Emara (47. N’Goua) – Sambou – Tchadjei, Drevina (84. Krügermeier), Koppitz, Ait Kassi (81. Ljatifi) – Weingart (47. Pozder)

Tore: 0:1 Behrami (13.), 0:2 Touratzidis (47.), 1:2 Tchadjei (51.)

Gelbe Karten: Ljatifi (86.) / Passage (41.), Torrens (82.)

Schiedsrichter: Peter Weidenfeld (Jülich)

Zuschauer: 570 im Rurtalstadion