Deutz kann am Fernseher absteigen

Für den SV Deutz 05, Borussias Gegner am Sonntag (15:30 Uhr, Dr.-Simons-Straße), wird es schon einen Tag vor dem Match spannend. Denn wenn der Bonner SC am letzten Regionalliga-Spieltag nicht das Klassenerhalt-Wunder schafft, indem er drei Punkte und sechs Tore auf Borussia Mönchengladbach II aufholt, werden statt vier insgesamt fünf Teams aus der Mittelrhein- in die Landesliga absteigen. Damit wäre für Deutz das Kapitel Mittelrheinliga nach vier Jahren (mit dem Höhepunkt Tabellenrang 7 in der Debütsaison) geschlossen.

Zugegebenermaßen stehen die Sterne allgemein nicht besonders günstig für die Rechtsrheinischen. Aber: Obwohl die Mannschaft von Trainer Daniel Costantino (früher Spieler bei Viktoria Köln) in den letzten zwei Monaten nur einmal gewann (2:1 im Kölner Stadtderby gegen Fortuna II), ließ sie sich in keinem Spiel hängen: 1:3 in Düren, 0:1 gegen Alfter, in Hürth erst in der Nachspielzeit verloren und auch in Freialdenhoven drängten die Jungs von der „Schäl Sick“ zwischenzeitlich aufs Unentschieden. Am Ende ging die Paarung 3:1 für die Borussia aus – mit einem unvergesslichen Tor, das Claas Heinze von der Eckfahne aus erzielte. Daher weiß Freialdenhovens Trainer Kevin Kruth, dass seine Jungs wie Sebair Ljatifi (Foto) eine „seriöse Leistung“ auf den Kunstrasen bringen sollten: „Mittelrheinliga heißt höchste Amateurklasse. Da muss man immer die entsprechende Einstellung mitbringen. Punkte gibt’s nie im Vorbeigehen.“ Eine Bedeutung hat die Partie definitiv auch, denn gerne würden die Schwarz-Weißen den fünften Tabellenplatz noch weiter zementieren, um bei den ausstehenden Duellen gegen Liga-Primus Düren (22.05.) und seinen Verfolger Hennef (06.06.) nicht unter Zugzwang zu stehen. „Wir wollen in Deutz weiter in Schwung bleiben, bevor das Highlight-Kreisderby gegen Düren wartet. Wenn wir konzentriert auftreten, bin ich überzeugt, dass uns das gelingen sollte“, will Kruth in Köln die Bilanz von vier ungeschlagenen Spielen in Serie ausbauen.

In Sachen Personal gibt es zwei gute und zwei schlechte Meldungen: Danny Fäuster steht nach seinem Kurzauftritt mit dem 2:1-Siegtor gegen Alfter auch wieder für ein längeres Engagement zur Verfügung. Christian Kreutzer hat seine Gelbsperre abgesessen und ist wieder spielberechtigt. Dem gegenüber steht der erkrankte Fabian Nießen. Außerdem zog sich Wolfgang Nock am vergangenen Wochenende einen Muskelfaserriss in der Wade zu. Noch fraglich ist, ob Sprunggelenkschmerzen Pascal Schneider an einem Einsatz hindern.

Foto: Lothar Offermanns