3:3 – Offensivfeuerwerk ohne Sieger

Die Borussia und der FC Pesch lieferten sich einen spektakulären Schlagabtausch, der am Tag der Arbeit 3:3-Unentschieden endete.

Das Spiel Tabellensechster gegen Fünfter bot zahlreiche Torraumszenen hüben wie drüben und brauchte keinerlei Anlaufzeit. Freialdenhoven begann mit einem gefährlichen Abschluss von Marco Weingart (2.), musste dann in dem Kölner Stadtteil aber ein frühes Gegentor schlucken. Ein Pescher Freistoß von der Mittellinie erreichte Iskender Papazoglu, der den ins Borussen-Tor zurückgekehrten Alexander Monath unbedrängt umkurvte und zum 1:0 einschob (4.). Die Freialdenhovener schüttelten sich und wurden zur tonangebenden Mannschaft. Mehrfach kamen sie gefährlich in den Strafraum der Gastgeber, der letzte Punch fehlte jedoch – bis zur 26. Minute. Da spielte Sebair Ljatifi den Ball von rechts auf Niklas Koppitz. Der drehte auf und versenkte die Kugel aus halbrechter Position leicht abgefälscht im langen Eck. Weiterhin bewunderten die Zuschauer eine Borussia im Vorwärtsgang. „Offensiv war es eines unserer besten Saisonspiele. Durch sauberes Passspiel kombinierten wir uns immer wieder sehr gut durch und spielten uns Chancen heraus“, lobte Trainer Kevin Kruth, der umso mehr bedauerte, dass es trotz dieser Leistung – wohlgemerkt im Auswärtsmatch beim Tabellennachbarn – mit einem Rückstand in die Pause ging. Astrit Dauti zirkelte in der 42. Minute einen 20-Meter-Freistoß ins Netz – 2:1 für Pesch.

Noch dicker kam es fünf Minuten nach dem Wiederanpfiff. Joshua Sumbunu drückte einen Eckstoß zum 3:1 hinein. Kruth: „Bis dahin war Pesch viermal gefährlich und machte daraus drei Tore. Wir hatten deutlich mehr Ballbesitz und Spielanteile. Aber toll, wie wir dann zurückkommen.“ Und wie! Innerhalb von nur zwei Minuten erzielte Freialdenhoven den Anschluss- und den Ausgleichstreffer. Erst schlug Alain N’Gouas strammer Schuss aus 16 Metern präzise ein (56., erstes Saisontor des an der Elfenbeinküste geborenen Italieners), dann schlenzte Koppitz das Leder nach Zuspiel von Mark Szymczewski herrlich in den Winkel des langen Ecks (57.). In der Folge besaßen die Borussen vier Riesenchancen: Weingart (aus drei Metern drüber), Armand Drevina und zweimal Koppitz (u.a. versuchte er einen Heber über den Torhüter) hatten die Führung hochkarätig auf dem Schlappen. In den letzten zehn Minuten bließ Pesch wiederum zur Schlussoffensive. Keeper Monath musste mehrfach retten und Stefan Thelen kratzte den Ball von der Torlinie. „Es war offenes Visier, schön anzusehen für die Besucher. Bei der Fülle der Chancen auf beiden Seiten kann man das Remis letztlich als gerecht bezeichnen“, meinte Kruth. „Wenn wir in der Drangphase zwischen der 60. und 80. Minute das 4:3 machen, ist die Messe wahrscheinlich gelesen. Mit dem Unentschieden halten wir Pesch in der Tabelle auf Distanz.“

Aufstellung: Monath – Peters (53. Thelen), Kreutzer, Sambou, N’Goua – Ljatifi, Drevina, Koppitz, Tahir (53. Tchadjei), Szymczewski – Weingart (80. Nießen)
Tore: 1:0 Papazoglu (4.), 1:1 Koppitz (26.), 2:1 Dauti (42.), 3:1 Sumbunu (50.), 3:2 N’Goua (56.), 3:3 Koppitz (57.)
Gelbe Karten: Rama / Kreutzer
Schiedsrichter: Koj (Erkelenz)
Zuschauer: 80 auf der Helmut-Kusserow-Sportanlage

Foto: FuPa