0:4 – Unterlegen in Hennef

Die weiteste Auswärtsfahrt endete mit der deutlichsten Niederlage der Saison – 0:4 unterlag die Borussia beim FC Hennef 05. Die Gastgeber bleiben damit im Gleichschritt mit Tabellenführer Düren; Freialdenhoven richtet sich weiter auf Tabellenrang sechs ein. „Wir lieferten keine gute Partie ab. Hennef war allerdings auch so gut, dass man zu der Erkenntnis kommen musste, dass nicht viel Zählbares herauskommen konnte“, räumte Trainer Kevin Kruth ein.

Dabei gehörte der Borussia die erste Großchance. Schon nach wenigen Sekunden setzte sich Pascal Schneider links durch. Seine Flanke nutzte Mark Szymczewski zum Abschluss, der im letzten Moment von Yutaro Fujimoto geblockt wurde und einen optimalen Freialdenhovener Beginn verhinderte (1.). Anschließend wurde die Hintermannschaft der Schwarz-Weißen erstmals Opfer von Hennefs konsequentem Pressing. Michael Okoroafor eroberte den Ball und vollstreckte selbst zum 1:0 (3.). „Auch der zweite Gegentreffer kam einem Eigentor gleich, denn natürlich wird ein leichtfertiger Ballverlust im oder am eigenen Strafraum von einem Gegner dieser Qualität bestraft“, kommentierte Kruth das 2:0 kurz darauf. Mohamed Dahas hielt aus 16 Metern drauf (9.).

Hennef war auch in der Folge tonangebend auf dem Kunstrasen (das Stadion mit Rasen wurde von der Stadt gesperrt). Freialdenhoven kam fast immer einen Schritt zu spät, wirkte nicht griffig oder präsent. Zudem machte es der frühe Rückstand schwer, einerseits ins Spiel zu kommen und andererseits die mit enormem Tempo und toller Abstimmung operierenden Hausherren nicht weiter gefährlich werden zu lassen. Mehrere brenzlige Situationen galt es deshalb zu überstehen, ehe Ernesto Jimenez eine Hereingabe zum 3:0 nutzte und die Vorentscheidung bereits nach 38 Minuten herbeiführte.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit setzte Tiziano Lo Iacono mit einem vollstreckten Handelfmeter noch einen drauf (53.). Die Borussia konnte sich danach etwas besser in Szene setzen, doch mehr als zwei Halbchancen von Szymczewski und Christos Draganidis sprangen nicht dabei heraus. Man war am Sonntag gegen einen brillierenden Gastgeber schlicht unterlegen – solche Tage gibt es. Darüber hinaus bitter: Marcus Peters sah die fünfte Gelbe Karte und fehlt zum Hinrundenausklang zuhause gegen Hürth. Draganidis zog sich zudem eine muskuläre Verletzung zu.

Aufstellung: Monath – Peters, Fäuster, Sambou, N’Goua (46. Kreutzer) – Szymczewski, Drevina (88. Körfer), Tahir, Schneider (46. Heinze) – Koppitz, Draganidis (73. Nießen)
Tore: 1:0 Okoroafor (3.), 2:0 Dahas (9.), 3:0 Jimenez (38.), 4:0 Lo Iacono (53./Handelfmeter)
Gelbe Karten: – / Fäuster, Szymczewski, Peters, Tahir
Schiedsrichter: Heselmann (Wegberg)
Zuschauer: 250 am Kunstrasen „Am See“

Foto: Kölnische Rundschau