„Fußballherz, was willst du mehr?“

So beschreibt die SG Union 94 Würm-Lindern das Aufeinandertreffen mit der Borussia in der 2. Runde des Bitburger-Pokals (Mittelrheinpokal) an diesem Samstag ab 15 Uhr (Wilhelm-Dohmen-Sportplatz in Würm, Im Feldchen, Geilenkirchen).

Man freut sich beim Bezirksligisten, spricht von „einem absoluten Highlight für den gesamten Verein und das Umfeld“. Die Euphorie hat sich bis in die Umkleide an der nur zwölf Kilometer Fahrtstrecke entfernten Ederener Straße herumgesprochen. „Dem Pokal-Fieber von Würm-Lindern dürfen wir keine Bedeutung beimessen. Wir wollen ins Achtelfinale“, sagt Freialdenhovens Stürmer Christos Draganidis, der offensive Unterstützung von Yannick Kuhnke bekommen könnte, der in der Mittelrheinliga noch gesperrt, im Pokal aber spielberechtigt ist. Gegenüber der letzten Partie gegen Fortuna Köln II (4:2, Foto) dürften auch Danny Fäuster und Armand Drevina wieder auflaufen, um das Achtelfinale anzupeilen, das übrigens schon am Mittwoch ausgelost und am 7.-9. Dezember ausgespielt wird.

Um da noch im Wettbewerb zu sein, braucht die Borussia jedoch maximalen Einsatz und die Unterstützung der Anhänger bei der wohl kürzesten Auswärtsfahrt der Saison. Die Unioner hielten in ihrer Historie schon mehrfach gut gegen Höherklassige mit. Jüngstes Beispiel: In der ersten Pokalrunde dieser Saison schalteten die Grün-Weißen den Spitzenreiter der Landesliga 1, FV Wiehl, überraschend deutlich mit 5:0 aus. In der Bezirksliga liegt die Mannschaft von Hermann-Josef Lambertz mit den beiden früheren Beecker Regionalliga-Kickern Thomas Lambertz und Lorenz Klee auf dem vierten Tabellenplatz. Das Team um den Top-Torschützen Thomas Schmidt (8 der 20 Liga-Tore) blieb in der Meisterschaft sieben Mal hintereinander ungeschlagen, bevor es am vergangenen Sonntag gegen den von Jürgen Lipka trainierten DJK FV Haaren 1:2 unterlag.

Das einzige Aufeinandertreffen mit Würm-Lindern ist den Freialdenhovenern noch schmerzlich in Erinnerung: Im Halbfinale beim Sparkassen-Hallencup kassierte die Borussia gegen die Union in den letzten Sekunden das 2:3 und vergab damit den Finaleinzug sowie die große Titelchance im Endspiel gegen Bezirksligist Columbia Donnerberg.