1:3 – Vieles versucht, aber glücklos

Die Borussia verlor das Auswärtsspiel beim VfL Alfter mit 1:3. Die unter anderem ohne Danny Fäuster (grippaler Infekt), Christian Kreutzer (Sperre), Armand Drevina (Rückenprobleme) und Claas Heinze (verletzt) angetretenen Borussen zeigten die größere Initiative. Während der bestimmenden ersten 20 Minuten verpasste der einschussbereite Christos Draganidis beispielsweise eine Flanke von Alain N’Goua sehr knapp.

Alfter wendete häufig das Stilmittel der hohen Bälle auf ihren 1,97 Meter großen Stürmer Timo Balte an. In der 27. Minute wurde der lange Schlag zunächst abgewehrt, allerdings gegen den Rücken eines Borussen. Philip Pietrek nutzte den Zufall, um die Hausherren in Führung zu bringen. „Es war eine dieser Szenen, die in den letzten Wochen für uns liefen. Im Moment läufts eher gegen uns und es fehlt so ein bisschen an Spielglück“, beobachtete Trainer Kevin Kruth. Beflügelt von der Szene wurde Alfter präsenter, ehe Freialdenhoven in der Halbzeit auf eine Dreierabwehrkette umstellte und wieder mehr Ballbesitz und mehr Offensivaktionen zeigte. Mitten in diese gesteigerten Bemühungen hinein bekam Alfter einen berechtigten Elfmeter, den Balte versenkte (62.). Vorausgegangen war erneut ein langer Ball, den die Borussen spielerisch klären wollten.

Doch sie krempelten die Ärmel hoch. „Engagement, Aktionen, Wille – alles war vorhanden. Man kann den Jungs keinen Vorwurf machen“, sagte Kruth. N’Goua, Jalil Tahir und Gérard Sambou besaßen klare Möglichkeiten. Für den Anschlusstreffer sorgte schließlich Draganidis mit einem herrlichen 19-Meter-Freistoß ins linke obere Eck (73.). Freialdenhoven blieb dran, drängte nun auf den Ausgleich. Kopfbälle vom durchgängig nach vorne beorderten Tahir (VfL-Keeper pariert stark) und vom eingewechselten Fabian Nießen (auf der Linie geklärt) waren ganz nah dran.

Das gesteigerte Risiko bedeutete wiederum Räume für Alfter. Ein Durchbruch mündete in einem zweiten, deutlich fragwürdigeren Elfmeter. Routinier Mehmet Dogan versuchte etwas hochnäsig, den Ball in die Mitte zu chippen, aber Freialdenhovens Schlussmann Alexander Monath roch den Braten und pflückte das Leder locker (90.). Weiter ging’s nach vorne, Yannick Kuhnkes Schuss bedeutete eine weitere Großchance. Leider klingelte es stattdessen hinten, als Alfter einen Konter über Austin Stout gut ausspielte – 3:1 (90.+4).

Kruth fasst zusammen: „Heute tut einem die eigene Mannschaft leid, denn wir hatten wichtige Ausfälle – so fielen der Kapitän und beide Stellvertreter aus – und haben trotzdem alles versucht und ein ordentliches Spiel gemacht. Natürlich müssen wir dennoch schauen, wieder in die Spur zu kommen. Ein Punkt aus den letzten drei Partien ist uns zu wenig.“ Trotz der Niederlage fiel Freialdenhoven in der Tabelle nicht zurück und bleibt auf Platz fünf. Am Donnerstagabend heißt es erstmal Mittelrheinpokal – zuhause ab 19.30 Uhr gegen den SSV Merten.

Aufstellung: Monath – Thelen, Tahir, Sambou, N’Goua – Peters (83. Nießen), Koppitz, Szymczewski – Kuhnke, Draganidis, Schneider (62. Weingart)
Tor: 1:0 Pietrek (27.), 2:0 Balte (62./Foulelfmeter), 2:1 Draganidis (73.), 3:1 Stout (90.+4)
Gelbe Karten: Prangenberg / Koppitz, Peters, Tahir, Kuhnke
Schiedsrichter: Weirich (Odenthal)
Zuschauer: 150 im Waldstadion Strangheidgesweg
Besonderes Vorkommnis: Freialdenhovens Torwart Monath hält Foulelfmeter von Dogan (90.)

Foto: Lothar Offermanns