Mit mehr Power nach Alfter

Mit einem ungewohnten Gefühl ging es für die Borussen in die Trainingswoche. Erstmals nach zwei Monaten und elf Pflichtspielen mussten sie eine Niederlage aufarbeiten. Durch das 0:1 gegen Pesch (Foto) rutschte Freialdenhoven in der Tabelle einen Platz nach unten. Als Fünfter fehlt nur ein Zähler auf den Dritten Frechen, aber es sind auch nur vier Punkte Abstand bis zum Achten VfL Alfter, bei dem die Borussia am Sonntag um 15 Uhr zu Gast ist (Waldstadion Strangheidgesweg).

Dort möchte die Mannschaft von Kevin Kruth wieder mehr Lösungen im Angriffsspiel finden. „Gegen Pesch funktionierten die Laufwege ohne Ball nicht. Wir wollen gegenüber der Vorwoche wesentlich aktiver sein und viel mehr Angebote für den ballführenden Spieler schaffen sowie mehr Power, vor allem in der Offensive, auf den Platz bringen“, gibt der Trainer die Marschroute vor. Zu letzterem Vorhaben könnte der häufig durchschlagskräftige Yannick Kuhnke beitragen, der seine Grippe überstanden hat. Auch Torwart Alexander Monath trainierte nach Schulterbeschwerden wieder voll mit. Claas Heinze dürfte hingegen noch ausfallen, Christian Kreutzer fehlt einmalig gesperrt (Gelb-Rote Karte).

Der Angstgegner von früher ist Alfter nicht mehr. Die jüngsten drei Aufeinandertreffen gingen an Freialdenhoven. Die letzte Partie im Vorgebirge westlich von Bonn liegt allerdings schon drei Jahre zurück (2:0, Tore: Alain N’Goua, Hussain Alawie). Am Ende jener Saison stieg der VfL ab, kehrte aber 2020 als Landesliga-Meister der gewerteten Abbruchsaison zurück in die höchste Amateurklasse. Damals wie heute ist Mehmet Dogan der beste VfL-Torschütze. Der 37-jährige Routinier traf schon viermal in dieser Spielzeit. Timo Balte, der „Helikopter“ im Sturm, ging überraschenderweise bislang leer aus. „Alfter hat viele gute Kopfballspieler und ist körperlich robust“, bescheinigt Kruth dem Team von Bogdan Komorowski ein zielstrebiges Umschaltverhalten. „Auf ihrem kleinen, alten Kunstrasen ist es nie einfach. Wir müssen erneut stabil stehen und einfache Ballverluste vermeiden.“ Von fünf Heimpartien verlor der VfL nur die gegen Glesch-Paffendorf, als man nach vier Minuten 0:2 zurücklag. Zuletzt gewann er 3:2 gegen Hürth und trotzte Frechen auswärts ein 0:0 ab.

Foto: Lothar Offermanns