3:0! Borussias 20-Minuten-Feuerwerk

Zum vierten Mal in Folge gewann die Borussia in der Mittelrheinliga ohne Gegentor! Das Derby bei Viktoria Arnoldsweiler war nach nur 20 Minuten quasi gelaufen. Christos Draganidis (4.), Yannick Kuhnke (8.) und Claas Heinze (20.) hatten da schon die Treffer zum 3:0-Sieg erzielt.

Vom Anpfiff weg überrannten die Freialdenhovener den Kreisrivalen förmlich. Aggressiv stoppten sie ihre Gegenspieler im Bereich der Mittellinie. Dann gings mit Tempo nach vorne, wo eiskalt vollstreckt wurde. So behauptete sich Niklas Koppitz in der vierten Minute auf der rechten Seite. Seine Hereingabe fand Draganidis am langen Pfosten, der das Spielgerät zu seinem ersehnten ersten Saisontor einschob. Nur weitere vier Minuten vergingen bis zum 2:0. Symptomatisch dafür, dass – bei aller vorgetragenen Stärke der Borussen – Arnoldsweiler auch neben sich stand, war der Hergang: Da boxte Viktorias Schlussmann Kevin Jackmuth die Flanke von Alain N’Goua gegen den Körper eines Teamkollegen. Kuhnke reagierte am schnellsten und drückte die Kugel im Fallen über die Linie (Foto). Es spielte weiter nur eine Mannschaft: Die Schwarz-Weißen. Bei einem Angriff über rechts lenkte ein Viktorianer das Leder in Richtung Koppitz. Der kam in einem Strafraum-Zweikampf zu Fall, doch Spiel und Ball liefen weiter. Heinze behielt den Überblick und bedankte sich aus kurzer Distanz – 3:0 nach 20 Minuten! „Die Jungs wollten zeigen, dass es in diesem Derby keinen anderen Sieger gibt. Sie waren griffiger, galliger, enorm zielstrebig nach vorne – es war so, wie ich mir das Freialdenhovener Spiel vorstelle“, sang Trainer Kevin Kruth eine Lobeshymne zum dominanten, bestimmenden Auftritt aller elf Borussen.

Bis zur Pause hätte das Resultat sogar noch deutlicher ausfallen können. Nach einem Distanzschuss von Heinze an den Pfosten wurde Nutznießer Koppitz wegen vermeintlichem Abseits ein Tor aberkannt. Zudem chipte der von Jalil Tahir bediente Kuhnke den Ball, frei vor Jackmuth stehend, neben das Gehäuse. Mark Szymczewski packte noch einen zu unplatzierten Knaller aus der Ferne aus.

Im zweiten Abschnitt schaltete die Borussia gegen weiter harmlose Arnoldsweiler in den Verwaltungsmodus. Der Defensivblock mit dem besonders umsichtigen Kapitän Danny Fäuster kontrollierte das Geschehen clever. Die Kompaktheit ließ die Kleeblätter nun zwar ins letzte Spielfelddrittel eindringen, allerdings zu keinen Chancen kommen. Stattdessen konnte man bei einem Vorstoß des eingewechselten Pascal Schneider über einen Elfmeter diskutieren (90.). Das einzig Negative aus Borussen-Sicht: Szymczewski holte sich innerhalb von vier Minuten, erst wegen einer Unsportlichkeit und dann eines Fouls, gelb-rot ab (69.). Auch Viktorias Marvin Krischer sah in einer fairen Partie die Ampelkarte (73.).

„In der ersten halben Stunde brannten wir ein Offensivfeuerwerk ab. Hinten gefiel mir unsere absolute Stabilität. Dass wir einen so durchweg verdienten Sieg auswärts bei einer so beschlagenen Truppe wie Arnoldsweiler einfahren, unterstreicht die Qualität in unseren Reihen“, strahlte Kruth. Bereits am Mittwoch um 19 Uhr wird es jedoch ein neues Duell geben. Dann sehen sich beide Teams im Kreispokal-Halbfinale in Freialdenhoven wieder.

Aufstellung: Monath – Szymczewski, Fäuster, Sambou, N’Goua – Kuhnke, Drevina (90. Nock), Koppitz (79. Weingart), Tahir (75. Peters), Heinze (67. Schneider) – Draganidis (90. Wirtz)
Tore: 0:1 Draganidis (4.), 0:2 Kuhnke (8.), 0:3 Heinze (20.)
Gelbe Karten: Gerhards / Tahir, Drevina
Gelb-Rote Karten: Krischer (73.) / Szymczewski (69.)
Schiedsrichter: Wieseler (Bergisch Gladbach)
Zuschauer: 300 im Bertram-Möthrath-Stadion
Besonderes Vorkommnis: Wegen einer Verletzung des Schiedsrichter-Assistenten Dominik Kaysers übernahm die Aufgabe ab der 87. Minute Schiedsrichter-Beobachter Peter Baumann.

Foto: Lothar Offermanns
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