Mit 2:0 ins Finale gegen Wegberg-Beeck

Eine über weite Strecken eher mäßige Darbietung reichte der Borussia beim 2:0 über den Landesligisten Union Schafhausen zum Finaleinzug in Rurdorf. Die Tore erzielten Sebastian Wirtz (53.) und Armand Drevina (82.). Am Sonntag um 15.30 Uhr geht es an gleicher Stelle im Dauer-Endspiel gegen den FC Wegberg-Beeck um den Pokal.

Schafhausen meldete sich gleich in der Anfangsphase zweimal vor dem Borussen-Tor an. In der 35. Minute vereitelte Freialdenhovens Keeper Alexander Monath mit dem Schuss von Julian Fratz zudem die größte Gelegenheit der ersten Hälfte. Die Borussia kam vor 287 Zuschauern in der Offensive nicht in Schwung. Die Außen Sebastian Wirtz und Mark Szymczewski probierten es immer wieder mit Dribblings.

Kevin Kruth reagierte mit zwei Pausenwechseln, brachte Christian Kreutzer und Christos Draganidis. Letzterer war acht Minuten nach seiner Hereinnahme entscheidend am Führungstreffer beteiligt. Seinen Pass nach innen verwertete Wirtz im Nachschuss. Der Hackenversuch von Yannick Kuhnke kurz darauf wurde vor der Linie geklärt (56.). Die Unioner besaßen durch Fratz zwei bessere Möglichkeiten auf den Ausgleich. Eine davon hielt Monath stark (63.). Kruth ordnete ein: „Einen Landesligisten putzt man eben nicht einfach so weg. Man braucht sich nur entsprechende Resultate aus der Vorbereitung anderer Vereine ansehen. Fußballerisch waren wir sicher nicht so gut heute. Aber in der zweiten Halbzeit gewannen wir mehr Zweikämpfe, behaupteten häufiger die ,zweiten Bälle´ und traten seriöser auf.“ Für gute Laune in den, mit Baustellenschildern gekennzeichneten, Freialdenhovener Zuschauerblöcken (dies war eine Corona-Auflage) sorgte Armand Drevina. Der Deutsch-Kosovare ließ auf dem Weg in den Strafraum zwei Schafhausener aussteigen und verwandelte ganz lässig unten rechts (82.). Bizarr: Wieder endete eine Freialdenhovener Partie 2:0. Alle fünf Vorbereitungsspiele endeten mit exakt diesem Resultat.

„Am Sonntag darf es auch ein 1:0 oder ein 5:4 sein“, meinte ein Borussen-Fan augenzwinkernd. Wohlwissend, dass der FC Wegberg-Beeck im Rurdorfer Finale wartet und darin Favorit ist. Der Regionalligist setzte sich am Freitagabend trotz 70-minütiger Unterzahl (Rote Karte) mit 8:7 nach Elfmeterschießen (0:0) gegen den 1. FC Düren durch.

In Freialdenhoven lechzt man nach dem Titel im renommiertesten Vorbereitungsturnier der Euregio. Unbedingt will man den Trend der vergangenen Jahre umkehren. Die letzten acht Ausgaben gingen immer an die Beecker, die mit zehn Rurdorf-Titeln mit Freialdenhoven gleichzogen. Es geht also am Sonntag darum, wer sich Rekordsieger des Sommercups nennen darf! Ein möglicher Vorteil: Anders als in den zahlreichen Vorjahren, ist diesmal ausnahmsweise die Borussia die Mannschaft, die vor dem „Clásico“ einen Tag mehr Pause hatte. Anstoß ist um 15.30 Uhr. Der FC 06 Rurdorf empfiehlt eine frühzeitige Anreise, zumal er mit einem ausverkauften Rurtalstadion rechnet. Denn: Auch im Finale können wegen der Corona-Auflagen nur 400 Besucher eintreten.

Aufstellung: Monath – Kuhnke (82. Weingart), Fäuster, Tahir (87. Nock), Sambou – Wirtz (65. Thelen), Peters (46. Kreutzer), Drevina, Szymczewski – Nießen (46. Draganidis), Koppitz (72. Schneider)
Tore: 1:0 Wirtz (53.), 2:0 Drevina (82.)