Es wird noch Fußball gespielt – gegen Vichttal

So schnell wie das Infektionsgeschehen sich im Moment entwickelt, gab es auch für die Spieler und Verantwortlichen der Borussia in dieser Woche rasant immer wieder Neues zu berücksichtigen. Das Vereinsheim wurde schon am Dienstag von der Gemeinde geschlossen. Der Klub entwickelte für die Zuschauerzulassung ein Hygienekonzept [hier], die Genehmigung folgte. 500 Menschen sollten damit Zugang zur Sportanlage Ederener Straße erhalten. Am Freitagmorgen ein neuer Bescheid des Gesundheitsamtes: Weil die Corona-Zahlen weiter steigen, sind jetzt doch bis auf Weiteres nur 100 Leute erlaubt, was nach Abzug aller Aktiven, Trainer, Betreuer und Funktionäre von Heim- und Gastmannschaft etwa 50 Zuschauern entspricht.

Die Eingangstüren zum Mittelrheinliga-Heimspiel gegen den VfL Vichttal öffnen am Sonntag um 13.45 Uhr (Anstoß 15.00 Uhr). Sobald sich 100 Menschen auf der Anlage befinden, darf keiner mehr hinzukommen. Alle außer der aktiven Spieler und Schiedsrichter müssen jederzeit eine Maske tragen. Wer dagegen verstößt, wird von der Anlage verwiesen. So sind die Regeln, die der Verein zur Umsetzung bringen muss.

Somit bestehen auch veränderte Bedingungen für die Mannschaften. Die Freialdenhovener Spieler kamen schon zu den letzten Trainings umgezogen zum Platz, nahmen nur darauf den Mund-Nasenschutz ab und fuhren nach der Einheit ohne Dusche und Umkleide wieder nachhause. „Alles im Umfeld ist anders, sehr umständlich, nur auf dem Platz ist alles beim Alten. Aber die Jungs nehmen die Veränderungen an, mit denen wir uns arrangieren müssen, und konzentrieren sich auf das Wesentliche“, beobachtete Trainer Kevin Kruth.

Das Wesentliche bedeutet Fußball. Um den geht es unverändert: Drei Punkte in der höchsten Amateurklasse können gesammelt werden im Lokalduell gegen Vichttal. Der Tabellenfünfte empfängt den Vierten. Das verspricht trotz aller Begleitumstände ein rassiges Spiel.

Freialdenhoven verlor erst einmal in dieser Saison, trotzte letzte Woche dem Spitzenreiter Hennef auswärts einen Punkt ab. „Gerade bei unserem Auftaktprogramm sind wir mit der bisherigen Ausbeute sehr zufrieden“, meint Kruth. Vichttal ist auf dem Papier sogar noch besser gestartet. Nach vier Siegen hintereinander (zuletzt 3:1 in Breinig) haben die Stolberger einen Punkt mehr als die Borussia. Kruth lobt das Team von Andi Avramovic als „verschworenen Haufen mit hoher Offensivqualität“.

Für Gérard Sambou (Foto oben) und Kollegen ist es eines von zwei Heimspielen binnen weniger Tage. Die Nachholpartie gegen Alfter wurde von Donnerstag- auf den Mittwochabend verlegt (19.30 Uhr). Kruth hofft darauf, dass der zuletzt angeschlagene Christian Kreutzer zur Verfügung steht: „Wir brauchen jeden.“ Das gilt auch für die Fans, auch wenn die nur sehr begrenzt dabei sein dürfen.

Bei all den Hinweisen noch zwei zum Schluss: In der Nacht auf Sonntag werden die Uhren um eine Stunde zurückgestellt. Außerdem bieten wir einen Liveticker für alle Daheimbleibenen an: [Link hier]. Trotz laufender Spieluhr muss er durch Schließen und Wiederöffnen aktualisiert werden.

Foto: Zylajew