Ungeschlagener Aufsteiger kommt

Nur noch drei Mannschaften sind in der Mittelrheinliga ungeschlagen. Eine davon erscheint am Sonntag (Anstoß 15.00 Uhr) an der Ederener Straße. Der VfL Alfter ist nach einem Jahr in der Landesliga zurück in der höchsten Amateurklasse und startete als Aufsteiger erfolgreich in die Saison. Das gilt auch für die Borussen, die den dritten Tabellenplatz bekleiden. Es duellieren sich also zwei Teams, die gut drauf sind.

Rechtsverteidiger Leon Ruhrig schreibt in unserer zum Spiel erscheinenden Stadionzeitung stellvertretend für die Stimmungslage in der Kabine: „Mit dem Auftakt und zehn Punkten aus den ersten fünf Spielen sind wir zufrieden. Nun ist der Abschnitt des Saisonbeginns vorbei. Es geht jetzt darum, unsere Position zu festigen.“ In die gleiche Kerbe schlägt Kevin Kruth. Der Trainer schätzt Alfter als „Einheit mit versierten Individualisten“ ein. Im Vordergrund stehen dabei meist der dienstälteste VfL-Akteur, der inzwischen 36-jährige Mittelfeldtechniker Mehmet Dogan, sowie Timo Balte. Der 1,96 Meter-Turm im Angriff der Gäste katapultierte sich aus der Bezirksliga auf direktem Weg hin zum aktuell besten Torjäger der Liga. Beim jüngsten 4:1 der Vorgebirgler gegen Eilendorf traf er dreifach. Vor der Borussia äußert der im Sommer verpflichtete Trainer Bogdan Komorowski Respekt: „Es ist eine gestandene Mannschaft mit viel Erfahrung. Die Partie ist für uns ein echter Gradmesser und eine große Herausforderung.“

Sicher zwei Gründe dafür: Die Freialdenhovener fanden, außer bei der bis jetzt einzigen Niederlage gegen Arnoldsweiler, stets gute Lösungen gegen die Rezepte des Gegners und legten selbst eine auffällig variable Spielweise an den Tag. Der geschlossene Teamspirit, jederzeit an den Erfolg zu glauben, trug im letzten Heimspiel gegen Pesch mit dem späten Tor zum 3:2 Früchte. In Hürth am vergangenen Sonntag (1:1, Foto) bissen selbst angeschlagene Spieler auf die Zähne, um den verdienten Punkt ins Ziel zu bringen. Die Personallage verbesserte sich unter der Woche: Claas Heinze und Stefan Thelen trainierten wieder mit. Gérard Sambou musste hingegen das Donnerstagstraining mit einer Oberschenkelverhärtung abbrechen. Hinter dem Einsatz des Routiniers steht ein Fragezeichen.