Bis auf Weiteres kein Amateurfußball

Der deutsche Amateurfußball steht auf unbestimmte Zeit still. Die 21 Landesverbände im Deutschen Fußball-Bund haben sich gemeinsam auf eine Aussetzung des Spiel- und Trainingsbetriebes ab den Regionalligen abwärts bis auf Weiteres verständigt. Zunächst war der Spielbetrieb im Fußball-Verband Mittelrhein per Erlass des Landes Nordrhein-Westfalen bis zum 19. April ausgesetzt worden.

Eine mögliche Fortsetzung werde mit einer Vorlaufzeit von mindestens 14 Tagen angekündigt, um allen Vereinen ausreichend Planungssicherheit zu gewähren. „Nur Mediziner und die zuständigen Behörden können seriös beurteilen, wann Fußballspielen ohne Risiko wieder möglich ist“, sagte Bernd Neuendorf, Präsident des Fußball-Verbandes Mittelrhein.

DFB-Vizepräsident Rainer Koch erklärte in einer Video-Ansprache: „Ganz wichtig ist mir zu betonen: Das ist nicht zwingend gleichbedeutend mit dem Ende der Saison 2019/20. Wir brauchen kurz-, mittel- und langfristig Klarheit. Die kann uns in dieser Minute niemand verschaffen. Wir müssen deshalb mit finalen Entscheidungen noch abwarten.“

Dazu könnte die Saison von der 3. Liga bis in die untersten Spielklassen erstmals in der Geschichte bei Bedarf über den 30. Juni hinaus verlängert werden. Sofern nötig und kein Abbruch gewollt ist, könne „das nächste Spieljahr 2020/2021 zu einem späteren Zeitpunkt beginnen oder notfalls sogar ganz oder teilweise entfallen“, sagte Koch.

Die umfassenden Anpassungen der Spielordnung sehen zudem vor, dass Spielberechtigungen, Wechselfristen und Spielerverträge im Zuge einer Saisonverlängerung zeitlich angepasst werden können. Im Falle eines Saisonabbruchs wären zudem Sonderregelungen zu Auf- und Abstieg möglich. Koch: „Das Maßnahmenpaket gibt vor allem den für den Amateurspielbetrieb zuständigen 21 Landes- und fünf Regionalverbänden nun statuarisch die Möglichkeit, so flexibel wie möglich auf diese Ausnahmesituation und neue Entwicklungen zu reagieren.“

Quellen: FVM / FuPa Westrhein