0:0 – Entscheidender Punch bleibt aus

Im letzten Heimspiel des Jahres 2019 trennte sich die Borussia 0:0 vom SV Eilendorf und ging enttäuscht vom ganz gut besuchten Kunstrasen. Es war phasenweise ein Spiel auf ein Tor, aber der entscheidende Punch blieb gegen die bravourös kämpfenden Aachener aus.

vor dem Spiel: Zwei Wochen sind seit dem 1:1 in Breinig vergangen. Dennoch schickt Trainer Hannes die gleiche Startelf los.

4. Minute: Freistoß von Koppitz, Draganidis köpft, aber der Ball fliegt doch recht deutlich drüber.

12. Minute: Eilendorfs Torwart Andre Giron, übrigens der Bruder des Ex-Borussen Dennis Giron, ist bei einem langen Schlag von Roex vor dem heranstürmenden Weingart zur Stelle (Foto rechts).

19. Minute: Koppitz nimmt aus 18 Metern halbrechts mit einem Flachschuss Maß – etwa ein halber Meter fehlt.

20. Minute: Kuhnke mit seiner neuen, ganz kurz gestutzten Haarpracht und der ihm in dieser Hinsicht in nichts nachstehende Draganidis kombinieren sich auf rechts durch (Foto links). In die scharfe Hereingabe rutscht Weingart, doch Keeper Giron sichert die Kugel.

28. Minute: Mit einem Tempodribbling dringt Heinze (Foto unten) in den Strafraum ein und legt dann auf Schneider ab. Bei dessen Flanke rasseln Weingart und Gegenspieler Kmieckowiak mit den Köpfen zusammen. Für den Eilendorfer geht es nicht weiter.

30. Minute: Durch einen Ballverlust im Mittelfeld dribbelt Martinez-Walbert aufs Freialdenhovener Gehäuse zu. Roex hält den SVE-Akteur fest und geht somit nach der Begegnung frühzeitig in die Winterpause. Es war die fünfte Gelbe Karte des Holländers.

36. Minute: Über rechts kommen Kuhnke und Weingart nach vorne, doch Draganidis verspringt zum wiederholten Male der Ball. So bleibt ein gefährlicher Abschluss aus.

40. Minute: Eilendorf bemühte sich bislang, wann immer es möglich war, mitzuspielen, aber jetzt glich es einige Minuten einem Belagerungszustand der Borussen. Durch die engen Räume greifen sie auf Flanken zurück. Die segeln zuhauf in den 16-Meter-Raum und landen allesamt in den Fängen von Giron.

Halbzeit: Die unter anderem mit zwei Bussen angereisten SVE-Fans sehen wie die Freialdenhovener Anhänger eine Partie zum Mitfiebern – nützlich bei drei Grad. Die technisch und spielerisch versiertere Borussia ist klar tonangebend, kann sich allerdings nicht entscheidend in Szene setzen. Intensive Mittelfeldzweikämpfe und viele Standards prägen zudem das Bild.

46. Minute: Seinen ersten Saisoneinsatz gibt der lange verletzte Ruhrig. Er ersetzt den Gelb-Rot gefährdeten Roex. Schon nach wenigen Sekunden jubeln die Borussen. Weingart versenkt die flache Hereingabe von Schneider im langen Eck. Der Linienrichter aber hebt die Fahne.

48. Minute: Entschlossen kommen die Hausherren aus den Kabinen. Kuhnkes Tempolauf über rechts endet mit einem Schuss ans Außennetz.

55. Minute – Großchance Eilendorf: Ein Foul von Daescu an Martinez-Walbert (Foto links) beschert dem SVE einen Freistoß auf der linken Seite. Ak führt aus. Von der Spielertraube im Strafraum abgefälscht klatscht der Ball an den langen Pfosten!

58. Minute: Wilde Versuche der Freialdenhovener. In dieser Szene wird Schneiders Drehschuss und Koppitz‘ Nachsetzen geblockt. In der zweiten Reihe schlägt Draganidis ein Luftloch.

65. Minute: Der 24-Meter-Freistoß von Kuhnke landet auf dem Netz – knapp war’s.

69. Minute: Draganidis rückt vor über rechts und passt den Ball in die Mitte zu Weingart. Der holt aus und fällt auf den Ball. Weber stochert die Kugel über die Linie, aber die Handspiel-Entscheidung steht bereits. Es ist also das zweite Borussen-Tor, das keine Anerkennung findet.

76. Minute: Jetzt macht auch Eilendorf einen Treffer, der nicht zählt. Bergs Flanke köpft der im Abseits stehende Günes ein.

85. Minute: Viele Verletzungspausen rauben den Spielfluss. Mit Blick auf die gnadenlos tickende Uhr rennt die gänzlich überlegene Borussia weiter an. Doch es kommen fußballerisch zu wenige Lösungen. Auf die Flanken haben sich die Gäste inzwischen gut eingestellt.

90. Minute: Weil Freialdenhoven immer mehr aufmacht, geht es öfter hin und her. Dann vertendelt der eingewechselte Szymczewski den Ball im Mittelfeld. Es ergibt sich eine heiße 3:2-Situation pro Eilendorf. Martinez-Walbert zielt aus 15 Metern links daneben.

Stimme von Trainer Wilfried Hannes:
„Das war insgesamt keine gute Leistung und von Anfang an ein sehr zähes Unterfangen. Wir hatten zwar die Feldüberlegenheit, kreierten dafür allerdings viel zu wenige Torchancen. Wenn du am Anfang gegen einen Gegner, der sehr tief hinten drin steht, kämpft und rennt, nicht in Führung gehst, dann entwickelt sich eine solche Begegnung in eine sehr schwierige Richtung. Als wir gegen Ende ins Risiko gingen, liefen wir in manchen Konter. Ab der 70. Minute wäre es sogar typisch gewesen, wenn das Spiel 0:1 geendet hätte. Wir hätten heute bestimmt noch eine Stunde spielen können und kein Tor gemacht.“

Stimme vom Eilendorfer Coach Achim Rodtheut:
„Ich bin über das Ergebnis sehr glücklich. Die Mannschaft fightete hervorragend und hatte sogar zweimal den Sieg auf dem Fuß. Obwohl uns 13 Mann krank, verletzt oder angeschlagen fehlten, nahmen wir erstmalig etwas aus Freialdenhoven mit. Früher spielten wir hier in viel besser besetzten Konstellationen gegen die Borussia und gingen leer aus. Da sieht man mal, auf was es im Fußball primär ankommt.“

Aufstellung: Akar – Kuhnke, Daescu, Sambou, Heinze – Roex (46. Ruhrig), Koppitz, N’Goua (58. Weber, 81. Szymczewski) – Draganidis, Weingart, Schneider (72. Iskra)
Tore: Fehlanzeige
Gelbe Karten: Roex, Draganidis, N’Goua, Weber, Koppitz, Weingart / Braun, Arslan
Schiedsrichter: Kohling (Köln)
Zuschauer: 200 am Kunstrasen Ederener Straße

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