Auch in Breinig zur Stelle sein

Gegen Hürth zeigten die Borussen erneut, dass sie in der absoluten Schlussphase einer Begegnung für einen entscheidenden Treffer gut sind. Das 2:2 von Niklas Koppitz reihte sich ein in die spektakulären Last-Minute-Siege gegen Pesch (3:2), Frechen (2:1) und Fortuna Köln II (1:0). Inzwischen sind die Freialdenhovener Fußballer seit vier Partien ungeschlagen (drei Siege, ein Remis), rückten in die obere Tabellenhälfte (Platz 8). Vize-Kapitän Gérard Sambou sprach vor dieser positiven Serie im Stadionmagazin „Borussen Echo“ noch von „Wochen voller Sechs-Punkte-Spiele“. Dieser Aufgaben nahmen sich er und seine Kollegen ernsthaft und erfolgreich an. Sie waren entsprechend zur Stelle und wollen das auch am Sonntag im Lokalduell auswärts beim SV Breinig sein (Anstoß 14.45 Uhr).

In dem Stolberger Stadtteil hofft Trainer Wilfried Hannes darauf, dass die Schwarz-Weißen diesmal von Beginn an hellwach und kampfesbereit sind. „Man muss ja den Eindruck bekommen, die Spieler lieben das Schwere. Für mich ist unverständlich, dass wir immer erst zurückkommen müssen.“ So habe die schwache erste Halbzeit gegen Hürth der Borussia „das Spiel versaut“. Ein Sieg geriet jedenfalls so gut wie außer Reichweite. Dass am Ende ein Punkt an der Ederener Straße blieb, war auch ein Verdienst der Eingewechselten Claas Heinze, Marco Weingart, Marvin Iskra und dem zweimaligen Toreinleiter Yannick Kuhnke, die aus Hannes‘ Sicht Eigenwerbung betrieben. „Wir werden das Training in dieser Woche nochmal bewerten, aber Aufstellungsänderungen sind schon möglich.“ Eine Stelle in der Startelf wird offenbar ohnehin frei, denn Mark Szymczewski steht in der Schützheide wohl nicht zur Verfügung.

Dort hellt sich die Stimmung etwas auf. Unter dem von Breinigs 2. Mannschaft zur Mittelrheinliga-Equipe aufgerückten Kevin Breuer kam nur ein Sieg zustande – ausgerechnet im Stolberger Stadtderby in Vichttal (1:0). An sieben von zehn Spieltagen war man jedoch Schlusslicht. Breinig trennte sich vom 28-jährigen Coach und Assistent Jasko Celebic. Heiner Flink und Horst Mohr sprangen ein. Das als Interimslösung bezeichnete Duo führte das Team zu einem 2:0 gegen Frechen sowie einem 3:2 in Arnoldsweiler und so vorerst raus aus den Abstiegsrängen. Mittlerweile erzielte der SV genauso viele Tore wie die Borussia (18). Hannes: „Breinig gehört nicht so weit nach hinten in der Tabelle. Ihren Angriff am Sonntag in den Griff zu bekommen, wird das wichtigste sein, um selbst Akzente setzen zu können.“

In den letzten zweieinhalb Jahren war Christos Draganidis (Foto oben) noch ein Fixpunkt im Breiniger Sturm. Nun kehrt er im Freialdenhovener Trikot zurück und hätte nichts dagegen, seinen seit zwei Monaten bei vier stehenden, persönlichen Torzähler zu bewegen.

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Letzte Saison:
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