Enge der Tabelle nutzen

Das bereits thematisierte Aufeinandertreffen der früher in der Bundesliga aktiv gewesenen Trainer bedeutet schon etwas Besonderes [siehe Artikel hier] in der nächsten Partie. Dazu ist auch die sportliche Lage sehr reizvoll. Die SpVg Frechen 20 will den Anschluss nach ganz vorne schaffen, die Borussia unten raus im Heimspiel am Sonntag um 15.00 Uhr.

Dafür arbeitete sie in dieser Woche engagiert im Training und an ihrer Balance. „Stehen wir in der Defensive gut, entwickeln wir offensiv keine Durchschlagskraft. Haben wir vorne viele Aktionen, stehen wir dafür hinten schlecht“, schildert der erfahrene Gérard Sambou ein Problem in unserer zum Spiel erscheinenden Stadionzeitung „Borussen Echo“. In Siegburg (Foto oben mit Oskar Tkacz) machten es die Schwarz-Weißen kämpferisch besser als in den Vorwochen. Leider hielten sie unter dem in der zweiten Halbzeit angestiegenen Druck des starken Gegners ihren Punkt nicht fest – Endstand 1:2. In der derzeit ernsten Lage sieht Trainer Wilfried Hannes gerade die gestandeneren Spieler mehr gefragt. Dass einige unter ihrem Leistungsvermögen blieben, strafte der Fußballlehrer in Siegburg mit einer veränderten Aufstellung ab. Dafür durften Marco Weingart und Lucas Kirschbaum ihr Startelf-Debüt begehen. „Die Beiden gaben so Gas, wie es sein muss. Sie haben keinen Anteil an der Niederlage“, lobte der Coach und zählt sie mit zu den Optionen gegen die Frechener, gegen die Freialdenhoven in der Vorsaison nicht gewinnen konnte.

Ohnehin wird die Verletztenliste leider wieder länger. Yannick Kuhnke musste bereits am vergangenen Wochenende mit einer Dehnung passen. Erstmalig trainierte Christian Kreutzer am Donnerstag stellenweise mit. Der 32-Jährige ist allerdings noch weit weg von einer Normal-Verfassung. „Man muss ihn sogar bremsen, damit er nicht zu schnell zu viel will“, erzählt Hannes. Leo Engels, Leon Ruhrig und Stefan Kemmerling fehlen ebenso weiter. In die Reihe der langfristig Fehlenden reiht sich nun Vincenz Borgelt ein, der sich in Kürze einer Nasen-Operation unterzieht. Vize-Kapitän Sambou sieht’s kämpferisch: „Wir müssen zusammenstehen und uns das Spielglück erarbeiten, was öfter fehlt. Das ist auch der Grund, warum wir im Moment mehr geben müssen, als sowieso schon.“

Das Glück war Frechen hingegen noch im jüngsten Match hold. Arnoldsweiler traf beim Stand von 0:0 die Latte, auf der Gegenseite erzielten die Zwanziger die Führung. Das 2:0 gegen die Viktoria markierte den vierten Sieg der Frechener, die einen aufregenden Sommer verlebten. Zuerst vollzogen sie die Fusion mit dem Stadtteilverein CfR Buschbell, dann organisierten sie ein Testspiel gegen den 1. FC Köln vor 4.000 Zuschauern (1:7) und Ende Juli kam es zu einem ungeplanten Trainerwechsel. Micha Skorzenski, der den Traditionsklub aus der Kreisliga zurück in die höchste Amateurklasse führte, hörte aus beruflichen Gründen auf. Sven Demandt übernahm. Der Ex-Profi soll den aktuellen Tabellensechsten im vorderen Drittel etablieren. In Freialdenhoven besteht für Frechen die Chance, weitere Plätze zu klettern.

„Die Liga ist noch enger zusammengerückt, qualitativ und in der Tabelle. Nur die Beiden vorne, Wegberg-Beeck und Düren, heben sich ab“, findet Hannes. Die Enge gilt auch für den unteren Teil des Tableaus, weswegen die Borussia (Rang 13) mit guten Ergebnissen rasch wieder ins Mittelfeld eintreten könnte. Ein Heimsieg gegen Frechen und Platz zehn am Sonntagabend wäre möglich.

Medien:
Borussen Echo: Das Vereins- und Stadionmagazin zum Spiel ist kostenlos an den Eingangskassen und der Cafeteria erhältlich. Inhalt u.a.: Gegnervorstellung und Datenvergleich zwischen Borussia und Frechen 20, Tabellenstände aller Jugendmannschaften, Portrait von Marco Weingart und vieles mehr.
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Letzte Saison:
0:0-Unentschieden zuhause / 1:2-Niederlage auswärts

Foto: FuPa