Marvin Iskra freut sich am meisten

Die Vorberichte der Gazetten zur Auswärtspartie der Borussia beim VfL Vichttal am Sonntag (15.30 Uhr, Dörenberg) beschäftigen sich vor allem mit Marvin Iskra. Die Rückkehr des Freialdenhovener Stürmers nach Vichttal, wo er in der vergangenen Saison bester Torjäger war, steht im Blickpunkt, zudem seine Wandlung vom sich ins Mittelfeld zurückfallen lassenden Offensiven hin zu einem Zielspieler in vorderster Front. Und natürlich wird über seine große Vorfreude auf das Match bei den früheren Kollegen geschrieben. Marvin: „Seitdem das Spiel in Vichttal terminiert ist, fiebere ich ihm entgegen.“

Da passt es gut, dass ausgerechnet der 26-Jährige, der an den vergangenen beiden Sonntagen zunächst auf der Bank Platz nahm, letzte Woche sein erstes Ligator für Freialdenhoven machte. Es war der umjubelte 3:2-Siegtreffer gegen Pesch. „Dieser leidenschaftlich mit zehn Mann erfightete Sieg (Foto oben) dürfte ein Signal an die Liga gewesen sein“, meint Marvin. Auch für die Borussen selbst sollte der Erfolg einem klaren Fingerzeig gleichkommen, dass man sich auf dem emotionalen Vichter Dörenberg nicht zu fürchten braucht. Spielerisch aber muss mehr kommen. Denn auch gegen Pesch stellten sich ohne Not Fehler ein und Bälle wurden mehrfach ins Leere gedroschen, anstatt die vorhandenen Stärken im gemeinsamen Kombinationsspiel zu nutzen. Trainer Wilfried Hannes: „Wir müssen uns steigern, denn es geht um Kontinuität. Pesch darf nur ein erster Schritt gewesen sein. Dass wir die Partie in eigentlich aussichtsloser Lage noch gedreht haben, sollte uns allerdings Auftrieb geben für die Aufgabe in Vicht.“

Einen Schub verspricht sich der Gastgeber (10. Platz, 6 Punkte) seinerseits von seinem 3:2 gegen Arnoldsweiler, dem ersten sportlichen Sieg, nachdem die drei Punkte gegen den Siegburger SV am grünen Tisch zustande kamen (Siegburg setzte einen nicht spielberechtigten Akteur ein). „Endlich sind wir mal für den immensen Aufwand belohnt worden, den wir in jeder Trainingseinheit betreiben“, findet VfL-Coach Andi Avramovic, in dessen Ensemble der letztjährige Borusse Patrick Rubaszewski bereits dreimal in der Startelf stand.

Das ist auf Freialdenhovener Seite am Sonntag für den gesperrten Marco Weingart ausgeschlossen. Der Einsatz von Marcus Weber (Knie) ist ebenfalls gefährdet. „Wer am Ende aufläuft, dem wird auf dem kleinen Kunstrasen kämpferisch richtig viel abverlangt. In der Hektik da oben kommt es auch auf den Schiri an“, glaubt Hannes. In dem Fall handelt es sich um eine Schiedsrichterin. Die Kölnerin Laura Duske pfeift seit vier Jahren in der höchsten Amateurklasse der Männer. Freialdenhoven leitete sie 2017 beim 3:1-Sieg in Windeck.

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Letzte Saison:
1:1-Unentschieden zuhause / 1:1-Unentschieden auswärts