Beide Teams kündigen Offensive an

Wenn beide Seiten eine offensive Marschrichtung ankündigen, verspricht der Schlagabtausch für die Zuschauer sehenswert zu werden. So tun es die Borussia und der FC Pesch. Die Freialdenhovener möchten nach dem 4:1 in Wesseling direkt erneut den Geschmack des Sieges kosten, und die Liga-Rückkehrer aus Köln-Pesch sind in dieser Saison noch ungeschlagen. Gemeldete 24 Grad machen zusätzliche Lust auf den Kick, der am Sonntag um 15.00 Uhr im Stadion an der Ederener Straße freigegeben wird.

Im Borussen-Tross stieg die Stimmung. Neben den drei Zählern zuletzt erweiterten sich die personellen Optionen. Alexandru Daescu hielt den Belastungen stand. Lediglich die vier Dauerverletzten Christian Kreutzer, Leon Ruhrig, Leo Engels und Stefan Kemmerling sind weiter zur Tatenlosigkeit verdammt. Trainer Wilfried Hannes sieht Punkte gegen Pesch vor: „Wir wollen nachlegen! Mit Wesseling begannen die Spiele, mit denen wir uns nach dem harten Auftaktprogramm peu à peu wieder vorarbeiten wollen, um in die Tabellenbereiche vorzustoßen, die wir uns vorstellen.“ Wesselings Langzeit-Trainer Josef Farkas rechnet mit Freialdenhoven unter den ersten Fünf. Hannes aber weiß, was sich dafür verbessern muss: „Derzeit lassen wir zu viele Torchancen liegen.“

Einer, dem man das beim überlegenen Sieg in der Industriestadt (das Spielfoto oben zeigt Yannick Kuhnke, im Hintergrund Alain N’Goua und Gérard Sambou) nicht vorwerfen konnte, ist Christos Draganidis. Die Maßnahme von Hannes, den Deutsch-Griechen in die Sturmmitte zu beordern, half dabei, dass es der 22-Jährige zu drei Treffern brachte und damit den Spitzenrang in der Mittelrheinliga-Torjägerliste übernahm. „Jetzt müssen wir noch Marvin Iskra und Niklas Koppitz torgefährlicher machen“, feilt der Fußballlehrer weiter an der Formation, schließlich wiesen beide bei ihren früheren Stationen Vichttal (Iskra) und Arnoldsweiler (Koppitz) erlesene Abschlussqualitäten nach. Derweil stach Marco Weingart in Wesseling bereits zu. Hannes: „Das hat uns alle gefreut. Der Junge ist immer engagiert und mit Spaß bei der Sache.“

Große Freude herrscht bei Gegner Pesch über den frühzeitig besiegelten Wiederaufstieg und den jetzigen Saisonstart. Die Bilanz des FC zeigt zwei Heimsiege (Siegburg 4:0, Arnoldsweiler 3:2) und auswärts zwei Remis (Deutz 3:3, Frechen 2:2), die jeweils nach Rückstanden erreicht wurden. Hinzu kommt die beste Torquote der Liga (zwölf Treffer). Zwar dürfte keiner der bisherigen Pescher Gegner ein Anwärter auf die Regionalliga sein, doch es sammeln sich die eindeutigen Indizien, dass diese Saison ganz anders verlaufen wird, als das letzte Mittelrheinliga-Gastspiel des Teams aus dem Nordwesten von Köln. 2017/18 stieg das im Vergleich zu heute kurioserweise größtenteils identische Personal (15 Spieler sind weiter bei den Blau-Weißen beschäftigt) sang- und klanglos ab. Die damals gleichberechtigten Trainer Peter Mauß und Ali Meybodi verkrachten und trennten sich. Meybodi machte allein weiter und brach mit der früheren Defensivausrichtung. „Wir waren letztes Jahr in der Landesliga angriffsorientiert und sind es auch jetzt. Ich wüsste gar nicht, wie ich „Beton anrühren“ beibringen sollte“, sagt der 42-Jährige. Auch diese Philosophie spricht für ein interessantes Spiel.

Medien:
Borussen Echo: Das Vereins- und Stadionmagazin zum Spiel ist kostenlos an den Eingangskassen und der Cafeteria erhältlich. Inhalt u.a.: Datenvergleich zwischen der Borussia und dem FC Pesch, Fan-Stimme von Dorftrödel-Mitorganisatorin Heike Lade, Vorstellung der F2-Jugend.
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Liveticker: Am Sonntag ab 14.45 Uhr [hier]. Bitte aktualisiert den Ticker während des Spiels durch regelmäßiges Schließen und wieder Öffnen des Tickers.

Letzte Duelle:
Saison 2017/18 – 2:0-Sieg zuhause / 2:0-Sieg auswärts

Foto: Petra Grau