Und wieder geht’s nach Düren

Wieder heißt es: „Auf in die Westkampfbahn!“ Erst im letzten Monat spielte die Borussia zweimal beim 1. FC Düren. Am Sonntag (Anstoß 15.00 Uhr), beim erneuten Kräftemessen, geht es nicht um einen Pokal oder ums Weiterkommen, sondern um drei Punkte in der Mittelrheinliga und natürlich ums Prestige in der besonderen Atmosphäre des Kreis-Derbys.

Zum Saisonbeginn punkteten die Rivalen beide. Düren erwischte den idealen Start mit einem 2:0 in Arnoldsweiler. Ein Eigentor in der zweiten Minute brachte den Fusionsklub auf die Siegerstraße. Giuseppe Brunetto monierte in seinem ersten Meisterschaftsspiel als FCD-Coach nur, dass seine Mannen den Sack nach dem 2:0 durch Dennis Dreyer nicht frühzeitig zumachten. Freialdenhoven trennte sich zum Auftakt 1:1 von Friesdorf, kam nach einem späten Gegentor nochmal zurück. „Zumindest das können wir mitnehmen für die Auseinandersetzung in Düren, die ansonsten vollkommen anders verlaufen wird“, glaubt Wilfried Hannes und führt als Begründung an, dass „beide Teams in die Partie gehen, um sie zu gewinnen. Im Gegensatz zur länger zurückhaltend geführten Begegnung gegen Friesdorf wird das ein offensives Spiel.“

Nach den jüngsten Vergleichen zwischen der Borussia und Düren steht es 1:1. Im Kreis-Champions-Cup hatten die Schwarz-Weißen die Nase vorn und holten den Titel (2:0), im Kreispokal-Fight vor zweieinhalb Wochen (das Foto oben zeigt Gérard Sambou im Kampf um den Ball mit dem Ex-Borussen Philipp Simon und Günter Mabanza) besaßen die Papierstädter im Elfmeterschießen das glücklichere Ende (1:1, 5:6 i.E.). „Trotz der vielen und namhaften Transfers sowie der finanziellen Vorteile des Gegners haben wir in beiden Duellen gesehen, dass wir uns auf Augenhöhe bewegen“, beobachtete Hannes. Interessant: Die Dürener Niederlage im Kreis-Champions-Cup-Finale war die einzige seit ihrem Vorbereitungsbeginn und in einer Partie über 90 Minuten gewann der FCD gegen Freialdenhoven noch nie. Das wurmt die von der Regionalliga träumenden Verantwortlichen. Gut ins Konzept passt es ihnen da, dass sie wieder auf Kapitän und Spielmacher Yunus Kocak zurückgreifen können. Nachdem er im Pokal gegen den am Boden liegenden Borussen Claas Heinze nachtrat, die Rote Karte bekam und für vier Pflichtspiele gesperrt wurde, legten die Dürener Protest ein. Der Verband reduzierte die Sperre daraufhin um die Hälfte, was bei Hannes heftiges Unverständnis hervorruft.

Heinze selbst trug letzte Woche gegen Friesdorf eine Zerrung davon. Marcus Weber ersetzte ihn und köpfte am Ende den Ausgleich. „Einmal in der Saison treffe ich, das hätte ich schon mal erledigt“, sagte der Verteidiger zwinkernd. Erfolgserlebnisse gegen Düren sollte demnach besser das Offensivpersonal beisteuern, bei dessen Besetzung Hannes mehrere Varianten vorschweben.

Adresse / Eintritt:
Stadionadresse: Mariaweilerstraße 81, 52349 Düren
Eintrittspreise: Vollzahler 8 €, ermäßigt 5 €

Medien:
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Letzte Saison:
1:0-Sieg zuhause / 0:0-Unentschieden auswärts

Foto: Michael Schneiders