Ein Spiel mit Folgen für die gesamte Saison

Die Auslosung wollte es so: Schon im Viertelfinale des Kreispokals am Mittwochabend treffen die beiden Schwergewichte im Fußballkreis Düren, der 1. FC Düren und die Borussia, aufeinander. Der Ausgang der feurigen Partie beeinflusst die gesamte Saison, noch bevor sie überhaupt richtig begonnen hat. Der Gewinner besitzt sehr gute Chancen auf die Teilnahme am Mittelrheinpokal, der Verlierer wird sich in diesem Fußballjahr auf den Ligabetrieb beschränken. Der Anstoß in der Dürener Westkampfbahn (Mariaweilerstraße) erfolgt wegen des fehlenden Flutlichts und einer möglichen Verlängerung bereits um 18.30 Uhr.

Unter den Fans im Kreis ist es ein Diskussionsthema, ob der Fußballkreis Düren, der sportlich gerne gut im lukrativen Mittelrheinpokal vertreten sein möchte, sich mit dem Prozedere einer vollkommen offenen Auslosung einen Gefallen getan hat. Ein so frühes Aufeinandertreffen der klassenhöchsten Teilnehmer hätte durch das entsprechende Setzen des Mittelrheinliga-Trios (inklusive Viktoria Arnoldsweiler) ja vermieden werden können, so die Kritiker. Im Vorjahr qualifizierten sich die Borussia und der 1. FC Düren nicht nur für den Mittelrheinpokal, sondern drangen ins Viertel-, beziehungsweise Halbfinale ein, ehe sie vor jeweils tausenden Zuschauern gegen den späteren Sieger Alemannia Aachen respektabel ausschieden.

In diesem Jahr wird höchstens einer von ihnen zu den besten Drei im Kreispokal zählen und somit auf Verbandsebene auftreten dürfen. Das direkte Duell bedeutet für beide Teams ein Kontrastprogramm nach dem entspannten Auftakt im Wettbewerb (Düren gewann 6:0 beim Hambacher Spielverein, Freialdenhoven 9:1 bei Victoria Pier-Schophoven) und bringt natürlich eine hohe Brisanz mit sich. Bereits die Auslosung Anfang Juli, nach der man mit der Neuauflage des Kreispokalfinals des Vorjahres (Foto) im Viertelfinale rechnen konnte, hatte sofortige Auswirkungen. „Wir sahen es so, dass der Saisonstart dadurch eineinhalb Wochen nach vorne verlegt wurde. Dementsprechend bereiteten wir uns vor“, sagt Borussen-Coach Wilfried Hannes.

Erst am vergangenen Samstag konnten sich die Borussen das Geläuf der Westkampfbahn nochmal genau ansehen und ein Erfolgserlebnis mitnehmen. Im Finale des Kreis-Champions-Cup bezwang man ausgerechnet den jetzigen Pokalgegner. Für den FCD mit seinen zahlreichen Neuverpflichtungen – sieben gestandene Mittelrheinliga-Akteure und vier Regionalliga-Kicker, die Neu-Trainer Giuseppe Brunetto von seiner letzten Station TV Herkenrath mitbrachte, – stellte das 0:2 gegen Freialdenhoven die erste Niederlage in einer ansonsten makellosen Vorbereitung dar. Hannes: „Auch wenn Düren in der Halbzeit personell durchwechselte, haben wir gesehen, dass wir sie schlagen können. Es dürfte am Mittwoch ein sehr offenes und ausgeglichenes Match werden, in dem Kleinigkeiten eine hohe Bedeutung erhalten.“

Diese Details und Automatismen greifen zunehmend besser im Freialdenhovener Spiel. „Der Rurdorfer Sommercup kam zu früh für uns. Wir trainierten viel und hart und hatten auch dadurch im Finale gegen Wegberg-Beeck körperliche Probleme, um richtig dagegenzuhalten. In den letzten Tests sah das alles schon besser aus“, analysiert Hannes, der seine Jungs auf den nun bevorstehenden Fight eingeschworen hat. „Der Pokal genießt bei uns traditionell eine hohe Priorität und ist unsere Chance auf richtig große Spiele. Deshalb wollen wir uns unbedingt durchsetzen!“

Das Team setzt bei dem Unternehmen auch auf die Unterstützung der Borussen-Anhänger. Ihr wisst, was auf dem Spiel steht! Macht euch am Mittwoch auf den Weg nach Düren und ruft und klatscht unsere Jungs zum Sieg!