4:0! Schneider mit drei Toren der Matchwinner

Klare Sache für die Borussia beim künftigen Absteiger SSV Merten: Mit 4:0 gewannen die besonders im ersten Abschnitt signifikant überlegenen Freialdenhovener am Pfingstmontag! Den Titel „Mann des Tages“ verdiente sich Pascal Schneider (Foto) mit drei Toren und einer Vorlage.

In der 13. Minute brachte der 33-Jährige seine Farben auf die Siegerstraße. Mark Szymczewski feuerte da aus der Distanz, Mertens Schlussmann konnte lediglich abprallen lassen und Schneider verwandelte den hoppelnden Ball aus 14 Metern. Nur vier Minuten später war der vereinstreueste Borusse (seit Januar 2008) erneut zur Stelle. Im Mittelkreis eroberte Patrick Rubaszewski das Spielgerät. Dann bediente Yannick Kuhnke den hinterlaufenden Schneider, der aus halblinker Position in die lange Ecke einnetzte.

Doch nicht nur der Offensivakteur, der die Hälfte der Rückrunde aufgrund eines Muskelfaserrisses verpasste, wusste bei der letzten Auswärtspartie der Saison zu gefallen. Die gesamte Mannschaft störte die Bornheimer früh und ließ das Leder gekonnt zirkulieren. „Das war sehr konzentriert. Auch die Tore haben wir mit schnellen Angriffen schön herausgespielt“, spendete Trainer Wilfried Hannes Lob. Das 3:0 diente als Musterbeispiel: Aus einer Mertener Ecke heraus beförderten Szymczewski und Schneider die Kugel postwendend bis an die gegnerische Grundlinie. Von der linken Eckfahne flankte Schneider sie hart nach innen. Kuhnke stürmte in Richtung des ersten Pfostens und vollendete mit einem hochwertigen Karacho-Kopfball (36.). In der Anfangsphase scheiterte Kuhnke bei einem Elf-Meter-Flachschuss noch am Pfosten (8.), zudem wurde Rubaszewski nach einem Dribbling in den Strafraum im letzten Moment vom Leder getrennt (22.). „Das sah in der ersten Halbzeit schon alles gut aus. Anschließend taten wir uns schwer, unsere Leistung beizubehalten. Wir passten uns dem Niveau des bis dahin klar unterlegenen Gegners an“, verwies Hannes auf die nachlassende Geschwindigkeit und die Anzahl der Fehlpässe im zweiten Durchgang.

Unerfreulich war aber vor allem der Zusammenprall von Tobias Werres, der erstmals seit dem Winter den Kasten hütete, mit mehreren Spielern aus beiden Lagern bei einem Eckstoß-Getümmel. Der Torwart wirkte benommen und musste in der 52. Minute raus. Stefan Kemmerling brachte das dritte Zu-Null-Spiel in Folge erfolgreich zu Ende. Und das obwohl die Mertener, die praktisch schon vor dem Anpfiff als Absteiger feststanden (siehe Vorbericht [hier]), sich zu keiner Zeit aufgaben. Neben einem knapp am Aluminium vorbeistreichenden Kopfball musste Kemmerling in einer Eins-gegen-Eins-Situation mit dem Fuß einschreiten (83.). Zu dem Zeitpunkt war Freialdenhoven allerdings wegen einer Knöchelverletzung von Kuhnke bei ausgeschöpftem Auswechselkontingent nur noch zu zehnt unterwegs und Schneider hatte nach Zuspiel von Claas Heinze sowie eigenem Tempo-Dribbling bereits zum dritten Mal zugeschlagen. Sein 13-Meter-Schuss ins entferntere Eck ähnelte dem 2:0.

Die Schwarz-Weißen empfangen als Tabellenvierter am kommenden Sonntag den sicheren Meister SV Bergisch Gladbach zum Saisonabschluss an der Ederener Straße.

Aufstellung: Werres (52. Kemmerling) – Ruhrig, Daescu, Weber, Heinze – Sambou (46. Nock), Rubaszewski (68. Alawie), Szymczewski – Engels, Kuhnke, Schneider
Tore: 0:1 Schneider (13.), 0:2 Schneider (17.), 0:3 Kuhnke (36.), 0:4 Schneider (79.)
Gelbe Karten: Carell, Retterath / –
Schiedsrichter: Geyer (Aachen)
Zuschauer: 150 in der Merkur-Arena