Mertens Abstieg vor dem Fernseher

Bei Borussias Gastgeber am Pfingstmontag, dem SSV Merten (Anstoß 15.15 Uhr), hielt die Hoffnung bis gestern Abend. Gebannt blickten die Bornheimer auf den Videotext im WDR-Fernsehen. Der Live-Zwischenstand zeigte eine 2:0-Führung der SpVg Frechen 20 gegen den Siegburger SV 04, dem Mertener Konkurrenten im Abstiegskampf. Im Falle eines Erfolges gegen Freialdenhoven hätte dem SSV bei diesem Ergebnis ein Finale um den Ligaverbleib am letzten Spieltag eben in Siegburg bevor gestanden. „Das wäre ein Traum“, meinte Mertens Noch-Trainer Ralf Jauernick (wird zur neuen Saison durch Achim Schmickler vom VfL Rheinbach abgelöst). In der 88. Minute zerplatzte dieser Traum. Siegburg erzielte in Frechen den, laut Augenzeugen verdienten, 2:2-Ausgleich. Nun hat Merten zwei Runden vor Schluss sechs Punkte Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsrang. Nur die dickköpfigsten Theoretiker könnten in dem 25 Treffer schlechteren Torverhältnis noch eine Rest-Chance auf die Rettung entdecken.

Der Sportliche Leiter Uwe Emons (zuvor jahrzehntelang beim VfL Alfter tätig) hatte den Rückgang in die Landesliga nach zwei Jahren im Amateur-Oberhaus schon länger kommen sehen: „Im Prinzip sind wir beim 0:3 in Arnoldsweiler abgestiegen.“ Dabei wäre der Klassenerhalt selbst jetzt noch aus eigener Kraft möglich gewesen, wenn die Grün-Weißen ihren 2:1-Vorsprung gegen den SV Breinig am letzten Wochenende über die Linie gebracht hätten. Aufgrund der Schlussminuten verloren sie zum fünften Mal in Folge (2:3). In der anderen Kabine feierte Breinigs Trainer Michael Burlet die Moral seines Teams, mit dem er an diesem Montag mitentscheiden kann, in welcher Liga sein künftiges Engagement beim FC Wegberg-Beeck beginnt. Breinig gastiert nämlich beim SV Bergisch Gladbach, der mit einem Sieg das Aufstiegsduell gegen die Beecker vorzeitig für sich entscheiden würde. Andernfalls könnte der Borussia in ihrem letzten Spiel gegen die Bergischen (16. Juni) noch eine wichtige Rolle zukommen.

Aus dem Duell in Merten ist die ganz große Brisanz jedenfalls raus. Für die viertplatzierten Freialdenhovener geht es auf dem „Merkur“ (Abkürzung für MERtener KUnstRasen) allerdings noch um das Einhalten des Saisonziels, sich gegenüber dem auf Rang fünf abgeschlossenen Vorjahr zu steigern (siehe auch Zusatz-Artikel [hier]). „Nach dem 0:0 gegen Frechen (Foto oben) letzte Woche ist der Dritte Hennef wohl nicht mehr einzuholen, aber wir wollen nicht noch die zwei Zähler hinter uns liegenden Hürther passieren lassen und dafür in Merten die drei Punkte einsacken“, sagte Trainer Wilfried Hannes vor dem Feiertags-Kick. Die Chancenverwertung soll effizienter sein. Yannick Kuhnke dürfte beispielsweise explosiver antreten, da er vor dem Frechen-Spiel mit einer Krankheit zu kämpfen hatte. Ausfallen werden Vincenz Borgelt (Nase), Okan Dikenli (Kreuzband- und Meniskus) und neuerdings Christian Kreutzer (Achillessehne).

Wenn Sie die Mannschaft zur letzten Auswärtspartie der Saison begleiten möchten, bitte beachten Sie, dass der Bus diesmal nur vom Edeka-Markt in Aldenhoven (Straße „Am alten Bahnhof“) abfährt.

Bus / Adresse / Eintritt:
Busabfahrt: 12.45 Uhr vom Edeka-Markt in Aldenhoven, Straße „Am alten Bahnhof“
Stadionadresse: Rüttersweg 175, 53332 Bornheim
Eintrittspreise: Vollzahler 7 €, ermäßigt 5 € (Frauen / Rentner), Partner-Kombiticket 10 €

Medien:
Facebook: Infos kurz & bündig [hier]
Liveticker: WDR-Videotext-Tafel 235 und 618 [hier]

Hinspiel:
3:1-Sieg

Foto: Lothar Offermanns