0:0 – Verletzung macht Remis zur Nebensache

Es fehlte nicht am Bemühen der Aktiven, aber dennoch lief bei Borussias Heimspiel gegen die SpVg Frechen 20 auf beiden Seiten in der Offensive nicht so viel zusammen. Das lag am heißen Wetter und den guten Defensivreihen, die je nur eine Großchance zuließen. Jedenfalls bis in die Schlussphase, nach der ein Freialdenhovener Erfolg gerecht gewesen wäre. Erheblich schwerer als das torlose Remis wiegt allerdings die heftige Verletzung von Christian Kreutzer. Die Partie zum Nachlesen:

vor dem Spiel: Borussias Trainer Hannes rotiert gegenüber dem 3:0-Erfolg in Siegburg auf gleich vier Positionen und spielt erstmals in dieser Saison ohne einen der Stürmer Kruth (nicht vollkommen fit) und Alawie (geschont wegen Ramadans). Der zuletzt gesperrte Kreutzer, Kraus, Schneider und Kuhnke ersetzen Daescu, Heinze, Alawie sowie den nicht einsatzfähigen Borgelt.

3. Minute: Die erste Torannäherung inszeniert Frechen, das zum ersten Mal seit 1998 in Freialdenhoven zu Gast ist. Einen Freistoß aus dem Mittelfeld verlängert Ban links neben das von Kemmerling bewachte Borussen-Gehäuse.

4. Minute: Auf der Gegenseite findet Szymczewski mit einem Diagonalball Engels auf der linken Seite. Er düpiert seinen Gegenspieler mit einem Heber und probiert es ohne Umschweife mit einem harten Drop-Kick aus spitzem Winkel. Das Leder berührt das Außennetz.

7. Minute: Strukturiert kommen die Hausherren zum nächsten Abschluss: Engels verlagert von links auf die rechte Seite zu Kuhnke. Dieser legt wiederum für Ruhrig im Rückraum auf. Ruhrigs Acht-Meter-Schuss wird aber geblockt (Foto links) und die daraus entstandene, erste Ecke bringt nichts ein.

11. Minute: Auch die Zwanziger erhalten einen ersten Eckball. Ceko köpft weit drüber.

21. Minute: Pfund von Szymczewski aus 18 Metern! Frechens Torhüter Nettekoven, früher bei Alemannia Aachen zwischen den Pfosten, wehrt ab.

23. Minute: Bei über 30 Grad gestattet Schiedsrichter Heinen den Teams eine Trinkpause.

30. Minute: Die Genauigkeit lässt nach auf beiden Seiten. Lange Bälle führen nicht zum Ziel.

34. Minute: Frechens Wilsdorf tanzt Kreutzer zunächst aus, doch Borussias Abwehrchef schafft es, ihn am Fünfer zu stoppen (Foto rechts)

44. Minute: Aus der Ferne gibt da Silva einen Spannschuss ab. Kemmerling packt sicher zu (Foto links)

Halbzeit: Nach einer interessanten Anfangsphase flachte das Spiel ab. Beide Trainer wollen mit Personalwechseln in der Pause frische Impulse auslösen.

53. Minute: Naroska prüft Kemmerling zentral aus 13 Metern. Im Nachfassen hat er die Kugel.

55. Minute – Großchance Borussia: Die bislang beste Chance der Begegnung, auch wenn sie zufällig zustande kommt: Szymczewski schießt den eingewechselten Kruth ab. Der Ball springt von Kruths Körper aus hoch, anschließend nimmt er das Spielgerät von der Strafraumgrenze aus volley. Nur knapp streicht es am rechten Pfosten vorbei.

69. Minute: Der 17-Meter-Schuss von Engels fliegt ziemlich gefährlich aufs Frechener Tor, wird aber vom eigenen Mann (Kruth) abgelenkt (Foto rechts).

71. Minute – Großchance Frechen: Sakri bedient von links Naroska, der auf Höhe des Elfmeterpunkts kurzzeitig freisteht. Kemmerling kommt entschlossen raus und wehrt mit der Brust ab.

75. Minute: Nach einem abgeblockten Schuss von Frechens Wilsdorf klärt Weber per Kopf.

85. Minute – Großchance Borussia: Von der Nähe der Eckfahne befördert Kuhnke einen Freistoß an die Kante des Fünf-Meter-Raums. Kruth steigt am höchsten und köpft den Ball nur Zentimeter links daneben.

86. Minute: Kuhnke dringt von links in den Strafraum ein und zirkelt einen strammen Schuss rechts um den Pfosten herum (Foto links).

88. Minute: Freialdenhoven operiert weiter mit hoher Schlagzahl. Kruth scheitert aus der Nahdistanz an Nettekoven (Foto rechts) und Rubaszewskis Versuch im Nachsetzen wird geblockt.

90. Minute – Großchance Borussia: Kuhnke mit einem Flachpass von rechts, Kruth lässt im Zentrum klatschen auf den heranrauschenden Ruhrig. Dessen Linksschuss aus sieben Metern pariert der starke Keeper Nettekoven.

Nachspielzeit: Die letzte Szene des Spiels ereignet sich in der Nähe der Seitenauslinie. Kreutzer und ein Frechener gehen zum Ball und plötzlich ist ein Knall zu hören. Freialdenhovens Kapitän bleibt auch nach dem Abpfiff minutenlang liegen, umgeben von seinen Teamkollegen. Ein Rettungswagen bringt ihn ins Krankenhaus. Dort lautet die erste Diagnose Achillessehnenriss. Die Borussen-Familie drückt Chris die Daumen für eine bestmögliche Genesung!

Stimme von Trainer Wilfried Hannes:
„Ein gebrauchter Tag für uns. Erstens hätten wir aufgrund der zweiten Halbzeit den Sieg verdient gehabt. Wir erspielten uns Chancen, nutzten sie aber nicht, was sich durch die Rückrunde zieht wie ein roter Faden. Als zweites dreht unser Konkurrent im Wettkampf um Tabellenplatz drei, Hennef, seine Partie in Friesdorf. Und dann verletzt sich Chris so schwer mit der allerletzten Aktion. Wenn sich die Diagnose bewahrheitet, müssen wir wohl etwa ein halbes Jahr auf ihn verzichten. Ich hätte heute lieber verloren und Chris wäre weiter gesund.“

Stimme von Frechens Trainer Micha Skorzenski:
„Es war nicht unser Anspruch, nach vorne ein Feuerwerk zu zünden. Wir wollten aus einer guten Ordnung stark verteidigen. Das ist uns absolut gelungen. Wir haben eine richtig gute Leistung abgeliefert. Unsere Intensität, Positionstreue und Moral bei diesen hohen Temperaturen gefiel mir sehr.“

Aufstellung: Kemmerling – Kraus (46. Kruth), Kreutzer, Weber, N’Goua (46. Heinze) – Ruhrig, Sambou, Szymczewski – Kuhnke, Schneider, Engels (81. Rubaszewski)
Tore: Fehlanzeige
Gelbe Karten: keine
Schiedsrichter: Heinen (Wegberg)
Zuschauer: 100 im Stadion an der Ederener Straße

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Fotos: Lothar Offermanns