Mit Frechen könnten Zündstoff-Wochen beginnen

Die letzten drei Borussen-Partien des Mittelrheinliga-Spieljahres stehen bevor und jede davon könnte reichlich Zündstoff haben. Beim Freialdenhovener Gastspiel in Merten am Pfingstmontag dürften die Hausherren nach ihrer finalen Chance im Kampf um den Klassenerhalt greifen, zum Saisonabschluss zuhause gegen Bergisch Gladbach am 16. Juni fällt möglicherweise die Entscheidung im Duell um den Regionalliga-Aufstieg (zumal Wegberg-Beeck dann spielfrei genießt). Am morgigen Sonntag (Anstoß 15.00 Uhr, Ederener Straße) könnte die Borussia gegen die SpVg Frechen 20 einen wichtigen Schritt hin zu einer guten Endplatzierung machen. Ein Sieg und man würde die Gäste (Platz sechs, sechs Punkte Rückstand auf Freialdenhoven) garantiert hinter sich halten.

„Wir wollen nicht nochmal ein Heimspiel verlieren“, möchte Trainer Wilfried Hannes die Fans zufrieden stellen und die Möglichkeit der viertplatzierten Borussen (25 Spiele, 39 Punkte) auf Rang drei im Wettlauf mit Hennef (25 Sp., 42 Pkt.) und Hürth (26 Sp., 38 Pkt.) erhalten. Beim zurückliegenden 3:0-Erfolg in Siegburg gelang das. Obwohl der vom Abstieg bedrohte SSV vor allem kämpferisch einiges leistete, verstauten die Schwarz-Weißen die drei Punkte frühzeitig im Bus. Lediglich die Anfangsphase gefiel weniger. Normalerweise stellt diese eine der Freialdenhovener Stärken dar, denn nur vier der bislang 29 Gegentore fielen in der ersten Halbzeit.

In Siegburg kehrten mit Claas Heinze und Pascal Schneider zwei verletzte Kräfte für die linke Seite zurück. Beide bestritten je eine Halbzeit. Jetzt gegen Frechen ist auch der zuletzt gesperrte Kapitän Christian Kreutzer wieder dabei. Yannick Kuhnke sollte seine Krankheit ebenfalls überstanden haben. Fraglich sind noch Vincenz Borgelt, der in Siegburg mit der Gesichtsmaske zum Schutz seiner lädierten Nase nicht zurecht kam, und Kevin Kruth. Der Sturmroutinier hielt sich im Training (Foto) zurück, war Hannes aber bei der Durchführung der Übungen behilflich, um auf den jungen Gegner (Durchschnittsalter 2,4 Jahre unterhalb dem der Borussia) einzustimmen.

Frechen 20 ist ein bekannter Name. Der Traditionsverein vor den Toren Kölns war vor Urzeiten Zweitligist, schaffte es in die 2. Runde des DFB-Pokals 1980/81 und markierte früher eine Säule der damaligen Verbandsliga. Nachdem die Zwanziger zwischendurch in die Kreisliga verschwanden, feierten sie im letzten Sommer die Rückkehr in die oberste Amateurklasse. Am Sonntag sind sie zum ersten Mal seit 21 Jahren in Freialdenhoven zu Gast. Frechen absolviert eine konstante Saison, verlor erst jetzt zum ersten Mal zwei Begegnungen in Folge – in Wegberg-Beeck (0:3) und gegen Breinig (1:2). „Im Kopf müssen wir wieder wacher und schneller sein“, fordert Trainer Micha Skorzenski. Er will als bester Aufsteiger ins Ziel gehen vor Deutz und Düren.

Apropos Düren: Punktet die Borussia gegen Frechen, ist unabhängig von den Resultaten des Fusionsklubs FCD die Freialdenhovener Vorherrschaft im Kreisgebiet bereits für ein weiteres Jahr gesichert.

Medien:
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Hinspiel:
1:2-Niederlage