2:2 gg. Hürth zum Nachlesen

Aus dem letzten Heimspiel der Saison gegen den FC Hürth entstand ein dynamisches Spektakel, das statt mit dem letztlichen Ergebnis 2:2 auch mit einem 4:3 für die Borussia oder einem anderen Highscore-Resultat hätte enden können. Vor allem die wilde zweite Halbzeit war spannend, abwechslungsreich und hielt diverse hochkarätige Torchancen bereit. Viermal schepperte gar das Aluminium. In dieser zweiten Hälfte holte Freialdenhoven den 0:2-Pausenrückstand (32., Foulelfmeter / 45.) durch eine klasse Einzelaktion von Kevin Kruth (66.) und dem feinen Kopfballtor von Alex Daescu nach Ecke von Philipp Simon auf (68.). Der Sieg lag auf dem Silbertablett, aber Simon (72., Elfmeter) und Oskar Tkacz (79., völlig frei vor dem Hürther Keeper) ließen die Hochkaräter verstreichen. Die aufregende Partie zum Nachlesen:

vor dem Spiel: Der angeschlagene Wiersberg beißt auf die Zähne und rückt für den wegen fünf Gelben Karten gesperrten Kuhnke in die Anfangself.

7. Minute – Großchance Borussia: Der wie in Siegburg als Rechtsverteidiger aufgebotene Lee bringt eine Flanke auf den Kopf von Schneider. Nur Zentimeter titscht der Ball am rechten Pfosten vorbei.

16. Minute: Weil die Borussen eng an ihren Gegenspielern dran sind, probiert es Hürths Friesdorf mal aus der Distanz. Freialdenhovens Torhüter Werres bekommt den 30-Meter-Strahl nicht zu packen, das Leder verfehlt sein Gehäuse aber auch um gut zwei Meter.

23. Minute: Perfekt bedient Simon den in den Strafraum hineingelaufenen Schneider. Hürths Keeper Balbasi kommt raus, sodass der Borusse vorzeitig mit der Fußspitze abschließen muss, und vereitelt so den Einschlag.

24. Minute: Beide Seiten leisten sich wenige Fehler bislang. Plötzlich sorgt ein Ballverlust auf Seiten der Schwarz-Weißen für Räume. Hürth rückt zackig auf, Sarikaya gibt auf rechts ab und Fleischer versucht es vom Strafraumeck mit einem kunstvollen, letztlich ungefährlichen Heber.

27. Minute – Großchance Hürth: Nach einem Freistoß legt Daescu das Leder unfreiwillig dem Gegner vor. Diesen Fauxpas macht der Rumäne direkt wieder gut, indem er Friesdorfs 17-Meter-Schuss mit vollem Körpereinsatz blockt. Die daraus resultierende Ecke erwischt Okutan mit dem Kopf. Die Kugel gleitet am langen Pfosten vorbei.

30. Minute: Zwei Fußlängen fehlen Hürths Okutan bei der flachen Hereingabe von Bonsu.

32. Minute – Tor für Hürth (0:1): Im Freialdenhovener Strafraum gehen Wiersberg und der Hürther Keshta mit erhöhten Beinen zum Ball. Ein Zusammenstoß der beiden Füße ist zu hören. Obwohl es eher nach Stürmerfoul riecht, reicht Referee Jochem der Kontakt, um einen Elfmeter zu verhängen. Borussen-Schlussmann Werres hat die Ecke, in die Okutan zielt, kann den Rückstand aber nicht verhindern.

36. Minute: Starke Drehung von Lee, doch der anschließende Linksschuss aus acht Metern missrät völlig.

45. Minute – Tor für Hürth (0:2): Die Gäste decken mit einem Steilpass den Raum hinter der aufgerückten Freialdenhovener Abwehr auf. Friesdorf beliefert Keshta, der von links Richtung Grundlinie zieht und aus spitzem Winkel stramm abschließt. Der Ball findet durch die Beine des am ersten Pfosten stehenden Werres den Weg ins Netz.

Halbzeit: Ein überraschender Pausenstand in einem eigentlich ausgewogenen und trotz der warmen Temperaturen sehr temporeichen Match. Beide Mannschaften sind unheimlich ballsicher. Hürth überstand die Anfangsphase, in der die Borussia mit auffälligem, geschlossenem Pressing agierte, und profitierte bei den Treffern von der Auslegung des Schiedsrichters sowie einem Fehlerpaket.

51. Minute – Großchance Hürth: Aus 17 Metern hämmert Sarikaya das Leder ans Gebälk.

58. Minute – Großchance Borussia: Simon steckt auf den gerade eingewechselten Tkacz durch. Der Deutsch-Pole scheitert im direkten Duell am herausgestürzten Torwart Balbasi.

66. Minute – Tor für die Borussia (1:2): Was für eine Aktion von Kruth! Simons Flanke kontrolliert der mit dem Rücken zum Hürther Kasten am Elfmeterpunkt postierte Stürmer mit dem Kopf. Eng von einem Abwehrmann bedrängt, verteidigt Kruth die Kugel mit allem was dazu gehört. Er kommt zu Fall, steht wieder auf, dreht sich dann mit dem Ball um den Gegner herum und schließt in die rechte untere Ecke ab.

68. Minute – Tor für die Borussia (2:2): Innerhalb von zwei Minuten gleicht die Borussia aus! Die von Tkacz herausgeholte Ecke schlägt Simon von der linken Seite nach innen. Daescu läuft in einen freien Bereich am Fünf-Meter-Raum und verlängert per Kopf mustergültig in die lange Ecke.

72. Minute – Elfmeter Borussia: Das war die Riesenchance die Begegnung binnen sieben Minuten komplett zu wenden! Es gibt Strafstoß für Freialdenhoven, weil Stecker ein Foul an Güler begeht. Der sonst so sichere Schütze Simon nimmt volles Risiko und knallt den Ball weit über die Latte auf den Kunstrasen.

78. Minute – Großchance Hürth: Der rückwärts zum Borussen-Gehäuse gerichtete Okutan befördert den Ball aus vier Metern im hohen Bogen auf die Querlatte.

79. Minute – Großchance Borussia: Unglaubliche Szenen! In einer 4-gegen-2-Situation bekommt Tkacz das Leder von Kruth. Tkacz taucht dadurch völlig blank vor Balbasi auf, hat alle Zeit der Welt – und verfehlt den rechten Pfosten aus sechs Metern um Zentimeter. In einer anschließenden Situation verliert Güler den Luftkampf gegen Balbasis Faust und Tkaczs seitlicher Schuss wird noch so gerade von der Brust eines Verteidigers geblockt.

87. Minute: Ein unnötiger Ballverlust von Tkacz beschert den Hürthern einen Konter, bei dem Vaaßen den Pass von Fleischer an den Außenpfosten weiterleitet. Werres wäre allerdings im Eck gewesen.

90. Minute – Großchance Borussia: Und nochmal Alu! Eine Freistoßflanke von Simon köpft Lee ohne Blickkontakt zum Tor aus dem Pulk an die Unterkante der Latte.

Stimme von Trainer Wilfried Hannes:
„Es ist gut, wenn man nach einem 0:2 gegen Hürth so zurückkommt und läuferisch den klar besseren Eindruck macht. Das 0:2 selbst war ärgerlich, bei dem unsere Mittelfeldreihe zu hoch stand und eine Minute vor der Pause einen Konter ermöglicht. Wir sind aber in der zweiten Halbzeit gut reingekommen, hatten Zugriff auf den Gegner und es wäre bei unseren Chancen und dem Elfmeter sicher nicht unverdient gewesen zu gewinnen. Gegen ein gutes Team wie Hürth bekommst du normalerweise nicht so viele Tormöglichkeiten. Dass uns das gelang, spricht für die Mannschaft.“

Aufstellung: Werres – Lee, Wiersberg, Sambou, Kraus – Daescu (69. Schregel), Takai, Nock (55. Tkacz) – Simon, Kruth, Schneider (59. Güler)
Tore: 0:1 Okutan (32./Foulelfmeter), 0:2 Keshta (45.), 1:2 Kruth (66.), 2:2 Daescu (68.)
Gelbe Karten: Wiersberg, Simon, Sambou
Bes. Vorkommnis: Simon verschießt Foulelfmeter (72.)
Schiedsrichter: Jochem (Troisdorf)