1:4 gg. Euskirchen zum Nachlesen

Im Feiertagskick am Ostermontag gegen den TSC Euskirchen feierten nur die Gäste. Das 1:4 auf eigenem Kunstrasen bedeutete die höchste Saisonniederlage der Borussen. Zu Beginn zeigten sich die Freialdenhovener noch aktiv gegen einen körperbetont verteidigenden und auf Konter bedachten Gegner, der mit einem solchen Tempogegenstoß in Führung ging (19.). Daher war Hoffnung da, als Pascal Schneider mit Hilfe des TSC-Torwarts vor der Halbzeit ausglich (41.). Nach dem Seitenwechsel leiteten folgenschwere Patzer nach langen Euskirchener Bällen zwei Gegentore (50./53.) und damit die empfindliche Pleite ein. Die gesamte Mannschaft leistete sich auch anschließend zahlreiche Fehler und lud Euskirchen noch zum 1:4 (73.) und einem Pfostenschuss (70.) ein.

vor dem Spiel: Gegenüber dem knapp verlorenen Pokal-Schlager gegen Fortuna Köln vor sechs Tagen beordert Trainer Hannes Sambou für den gesperrten Wiersberg in die Innenverteidigung. Links soll dafür Youngster Fadel den Raum verdichten. Dazu kommt Schneider für Nock in die Startelf.

6. Minute: Schneider ist Initiator der ersten, zu vermerkenden Offensivaktion. Sein gelupftes Zuspiel nimmt Lee elegant an. Der Südkoreaner jagt das Leder aus 12 Metern unweit über die Latte.

16. Minute: Die energischen Anweisungen von Euskirchens Trainer Molderings verraten, dass es den Gästen vor allem um eine gute Defensivordnung geht. Dazu lauern sie über Rollepatz und Mehmeti auf Konter, aber meist holen sich die Freialdenhovener den Ball nach einem Verlust schnell zurück.

19. Minute – Tor für Euskirchen (0:1): Das gelingt jedoch nicht bei diesem Tempogegenstoß. Über die rechte Seite sprintet Fiegen und gibt die Kugel scharf nach innen an den Fünf-Meter-Raum, wo Ristovski und der Borusse Sambou am Fünf-Meter-Raum in den Ball grätschen und Werres keine Chance lassen.

21. Minute: Eine Ecke von Simon rutscht durch die Finger von TSC-Torhüter Hoeschel, aber Zahnen bereinigt die Situation, bevor Lee einschießen kann.

31. Minute: Vom Rand des Fünf-Meter-Raumes probiert es Schneider mit einem letztlich gefahrlosen Drehschuss.

41. Minute – Tor für die Borussia (1:1): Von Fadel bedient, möchte Schneider von der linken Grenze des Strafraums auf den Kopf von Kruth flanken. Keeper Hoeschel schreitet ein, lässt den Ball aber aus seinen Handschuhen gleiten. Anschließend trudelt das Leder langsam über die Linie.

42. Minute: Perfekt getimt hindert Takai den Euskirchener Rollepatz per Grätsche an einem hochwertigen Abschluss.

Halbzeit: Auch wenn das 1:1 durch die gegnerische Mithilfe begünstigt wurde, so war der Ausgleich anhand der Spielanteile keineswegs unverdient. Allerdings ist es keine leichte Aufgabe für die Borussen ihre spielerische Linie durchzubringen. Der TSC provoziert Fehler und wartet auf diese, um sein schnelles Umschaltspiel aufzuziehen.

50. Minute – Tor für Euskirchen (1:2): An der Ederener Straße ist es der Tag der Geschenke, obwohl statt Weihnachten Ostern ist. Jetzt machen die Freialdenhovener ein großes Präsent. Bei einem langen Schlag aus der TSC-Verteidigung sind die Borussen zu dritt gegen den Euskirchener Rollepatz. Kraus will zum über 25 Meter entfernten Keeper Werres köpfen, aber der Ball trudelt nach kurzer Distanz aus. Der spekulierende Rollepatz erläuft die Kugel und bestraft den Patzer mit einem freistehenden Schuss ins lange Eck.

53. Minute – Tor für Euskirchen (1:3): Wieder sehen die Hausherren bei einem weiten Pass alt aus, diesmal Fadel und Kreutzer. Fiegen und Mehmeti kombinieren hin und her und können sich anschließend die Ecke aussuchen.

58. Minute: Nochmal eine konstruktive Offensivaktion der oft hängenbleibenden Schwarz-Weißen: Schneiders Flanke von links fliegt an Kuhnkes Gesicht vorbei.

63. Minute – Großchance Borussia: Kruth legt mit dem Rücken zum gegnerischen Gehäuse ab auf den in die Abwehr-Schnittstelle hinein spurtenden Lee. Im direkten Duell bleibt Schlussmann Hoeschel Sieger.

70. Minute – Großchance Euskirchen: Durch eine fehlerhafte Abstimmung ist Werres lange gezwungen, einige Meter links von seinem Kasten Mehmeti in Schach zu halten. Der zentral postierte Zahnen bekommt das Leder von Mehmeti und schießt an den rechten Pfosten des nur noch von Kreutzer besetzten Tores.

72. Minute: Eine flache Hereingabe von Fadel erreicht Kruth im Rücken der Euskirchener Verteidigung. Das Acht-Meter-Geschoss wird geblockt.

73. Minute – Tor für Euskirchen (1:4): Der eingewechselte Dahas kommt gegen ein Borussen-Trio ungehindert zum Schuss aus 17-Metern. Links unten schlägt es ein.

77. Minute – Großchance Euskirchen: Dass es ein gebrauchter Tag für die Freialdenhovener ist, zeigt sich erneut, als Habl nach einer Flanke komplett blank im 16-Meter-Raum steht. Werres verhindert das Schlimmste.

86. Minute: Schneider und Güler versuchen etwas, aber gefährlich ist anders.

Stimme von Trainer Wilfried Hannes:
„Nach der ersten Halbzeit war nicht abzusehen, dass wir solche Probleme bekommen. Wir haben selbst durch das Rennen in die gegnerischen Konter oder das Machen von heftigen Fehlern dazu beigetragen. Das 2:1 war gravierend, damit geriet alles ins Wanken. Bis dahin waren wir feldüberlegen und mit dem glücklich entstandenen 1:1 dachte ich, wir seien auf dem richtigen Weg zu einem Sieg. Anschließend aber haben wir ungewohnte, eklatante Schwächen gezeigt in den Zweikämpfen, mit Ballverlusten und indem wir viel zu offen waren. Wir hätten gegen jede gute Mittelrheinliga-Mannschaft verloren mit dieser Leistung.“

Aufstellung: Werres – Kraus (53. Kuhnke), Kreutzer, Sambou, Fadel – Lee, Takai, Daescu (67. Güler) – Simon (80. Nock), Kruth, Schneider
Tore: 0:1 Ristovski (19.), 1:1 Schneider (41.), 1:2 Rollepatz (50.), 1:3 Mehmeti (53.), 1:4 Dahas (73.)
Gelbe Karte: Kuhnke
Schiedsrichter: Weirich (Bergisch Gladbach)