Fortunen freuen sich auf Kevin Kruth

Direkt nach der Auslosung des Pokal-Viertelfinals zwischen der Borussia und Fortuna Köln (Dienstag, 27. März, Anstoß 19.30 Uhr, Einlass ab 18.00 Uhr, Stadion an der Ederener Straße) war Kevin Kruth bereits Thema im Internet-Fan-Forum von Fortuna Köln. Der Borusse stürmte viereinhalb Jahre im Südstadion. „Er ist die Verkörperung der damaligen Fortuna-Zeit, brachte immer vollen Einsatz und war nah zu uns Fans. Wir freuen uns sehr, ihn und seine Familie in Freialdenhoven wiederzusehen, denn Vater, Frau und Bruder von ihm waren früher immer mit dabei“, sagte der Fanbeauftragte Ingolf Stollens.

Auch Kevin (auf dem Archivfoto im weißen Trikot) hat absolut positive Erinnerungen: „Es war fußballerisch die schönste Zeit, in der ich die Aufstiege 2008 in die NRW-Liga und 2011 in die Regionalliga miterlebte.“ 2008/09 schoss er 21 Tore für die Fortuna und wurde Zweiter in der Torjägerliste der NRW-Liga. Gerne lässt der inzwischen 32-Jährige auch ein Tor auf dem Betzenberg beim 1:1 der Fortuna gegen die 2. Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern Revue passieren. Dabei war er einst der Einzige im Kölner Kader, der neben dem Fußball arbeitete – halbtags bei einer Versicherung unweit des Fortuna-Geländes.

Kontakt hat Kevin aktuell vor allem noch zu Co-Trainer André Filipovic und Christian Osebold, dem Leiter der Medizinischen Abteilung aus dem Mannschaftsstab. Betreuer Matthias Schäfer und Trainer Uwe Koschinat sind ihm ebenso vertraut. „Mit Hamdi Dahmani und Michael Kessel sind leider nur noch zwei Spieler aus meiner Zeit da. Aber das ist natürlich auch der Aufstiege und den damit zwangsläufigen Kaderveränderungen geschuldet“, bedauert Kevin.

Sein Karriereabschnitt in Köln ist ihm hingegen noch sehr präsent. „Zu meiner Zeit hat das Team nach dem Abpfiff noch im Klubheim gegessen und man lernte viele sympathische und unterschiedliche Menschen kennen.“ Selbst zu seiner Hochzeit kamen der damalige Vereinspräsident Klaus Ulonska, viele Spieler und 20 bis 30 Fans. „Da wurde zu späterer Stunde die Fortuna-Hymne angestimmt“, lächelt der Goalgetter, der den Fortunen einen Wunsch allerdings abschlägt, nämlich sich „am Dienstag zurückzuhalten“, wie es Fan Matthias Langer formuliert. Kevin: „Nein, ich wünsche der Fortuna wirklich alles Gute auf dieser Welt, aber jetzt gibt es nur das Ziel, mit der Borussia die Sensation zu schaffen.“