Schönenbach freut sich: „Wird Riesenerlebnis!“

Das Mittelrheinpokal-Achtelfinale führt die Borussia am nächsten Samstag zum SV Schönenbach. Der zur Stadt Waldbröl gehörende Ort im südlichsten Zipfel des oberbergischen Kreises zählt 200 Einwohner, der 1920 gegründete Klub mit acht Mannschaften und einer Jugend-Fußballschule aber 300 Mitglieder. Gespielt wird in der „Lademacher Waldarena“ (Foto), benannt nach Hartmut Lademacher, einem Software-Millionär, der die Voraussetzungen schuf für die in Eigenleistung umgesetzten Projekte (Kunstrasen statt Asche 2008, Vereinsheim mit Balkon und Sonnenkollektoren 2012). Dazu verstärkte sich das in der Kreisliga A spielende Team des früheren Regionalliga-Akteurs Slobodan Kresovic (u. a. TuS Koblenz, SF Siegen) fast nur mit Zugängen aus höheren Ligen. Aus der Rheinlandliga (hat den gleichen Stellenwert wie die Mittelrheinliga) vom rheinland-pfälzischen Klub SG Neitersen wechselten Topscorer Marco Scholz (14 Torbeteiligungen in der Liga), Sebastian Weßler, Thomas-Gregor Slesiona und Silas Eckenbach in die Waldarena. Auch Dennis Lepperhoff und der inzwischen 35-jährige Michael Reed (früherer NRW-Liga-Spieler von Germania Windeck) waren schon einige Klassen höher aktiv.

In der als stark geltenden A-Liga des Kreises Berg, in der auch die 2. Mannschaften von Freialdenhovens Mittelrheinliga-Rivalen SV Bergisch Gladbach und TV Herkenrath 09 spielen, ist Schönenbach im Moment Vierter. In der letzten Saison verfehlten die Waldbröler als Vizemeister knapp den Aufstieg, haben diesen jedoch weiter im Blick und qualifizierten sich parallel über den 3. Platz im Kreispokal Berg zum ersten Mal für den Mittelrheinpokal. Dort schafften die heimstarken Schwarz-Gelben in der 1. Runde die umjubelte Sensation mit einem 3:2 gegen den FC Hürth. In dieser Partie drehten die Schönenbacher sogar einen Rückstand und feierten den Coup bis spät in die Nacht mit 300 Zuschauern wie einen Aufstieg.

„Jetzt freuen wir uns auf das Spiel der Spiele gegen Freialdenhoven“, verkündet Trainer Kresovic. „Nach Hürth wollen wir dem nächsten Mittelrheinligisten wieder mit viel Engagement entgegentreten. Drei Klassen Unterschied sind eine hohe Bürde, aber je länger die Hoffnung lebt, desto spannender wird es“, möchte der 42-Jährige mit einem couragierten Auftritt gegen die Borussia vor allem das „Ansehen des Vereins stärken“. In puncto Öffentlichkeitsarbeit präsentiert sich der einzig verbliebene Kreisligist im Pokal bereits professioneller als mancher Mittelrheinliga-Verein. Herzblut und Begeisterung sind zu spüren, wenn der Marketingbeauftragte Martin Trojca davon berichtet, dass extra zum Spiel spezielle Eintrittskarten (Foto, Vollzahler 6 €, ermäßigt 3 €) gedruckt wurden, es Parkplatzordner, Einlaufkinder und mobile Theken mit Würstchen, Waffeln und Kuchen gibt. Trojca: „Rund um Schönenbach baut sich in diesen Tagen eine echte Pokal-Euphorie auf. Das Event gegen Hürth hat die Leute unglaublich gepackt. Jetzt bringen wir es auf die nächste Stufe. Es wird ein Riesenerlebnis, gerne mit vielen Borussen!“

Auch die Freialdenhovener Mannschaft würde sich über Unterstützung beim Pokal-Achtelfinale freuen. Deshalb bietet die Borussia die kostenlose Möglichkeit an, im Fanbus mitzufahren und ruft die Anhänger auf, von diesem besonderen Angebot sehr gerne Gebrauch zu machen! Es können sich auch Gruppen anmelden. Der Bus fährt am Samstag um 12.30 Uhr vom Kirmesplatz in Freialdenhoven ab (auf der Hauptstraße zwischen dem Autohaus Sommer und der Schreinerei Lenzen). Anmeldungen nimmt Medienkoordinator Tim Schmitz per E-Mail (t.schmitz@borussia-freialdenhoven.de), telefonisch (Tel. 0176-51464546) sowie per Whatsapp (an die gleiche Nummer) entgegen. Die Angemeldeten haben ihre Plätze im Bus sicher. Es wird aber auch noch Plätze für kurzfristig Entschlossene geben.