Hallencup: 34 Sekunden fehlen zum Finale

Es läuft die letzte Minute im zweiten Freialdenhovener Spiel in der Endrunde des Sparkassen-Hallencup. Vor guter Kulisse in der Aachener Sporthalle Neuköllner Straße, die allerdings merklich kleiner als im Vorjahr ausfällt, steht es 2:2 zwischen der Borussia und Union Würm-Lindern. Dieses Ergebnis reicht den Schwarz-Weißen zum Endspieleinzug. Dann ein langer Pass von Würm-Lindern auf Pascal Thora, der den Futsal-Ball im Zweikampf mit Mark Szymczewski mit der Hacke weiterleitet. Christian Kreutzer ist zu weit von Yannik Schlömer entfernt, sodass der Unioner mit der Picke gegen Tobias Werres verwandeln kann – der Knockout für Freialdenhoven nur 34 Sekunden vor der Schlusssirene. Die Borussen stampfen enttäuscht vom Feld, während der vermeintliche Underdog die erstmalige Finalteilnahme und das sichere Preisgeld von 1.500 Euro bejubelt. Den Pokal und 2.500 Euro gewinnt später Columbia Donnerberg, das in seiner Gruppe den 1. FC Düren (1 Punkt) und Eintracht Verlautenheide (1 Punkt) bezwang, mit 4:3 gegen Würm-Lindern. Gratulation an beide Bezirksligisten!

Die Borussia darf sich zum dritten Mal hintereinander Dritter nennen (750 Euro Preisgeld). Bei 24 Teilnehmern ist das definitiv ehrenwert, aber am Samstag überwog der Frust über das einmal mehr haarscharf verpasste Finale, zumal sich die Mittelrheinliga-Konkurrenten Wegberg-Beeck, Breinig, Vichttal und Arnoldsweiler bereits in den vier Vorrundenturnieren verabschiedeten.

Die Auswahl von Wilfried Hannes (u. a. mit Marcus Weber, Foto) begann den Nachmittag gut. Als Gewinner der Kreis Düren-Vorrunde ging sie gegen den SV Rott zweimal in Front. Der Tabellenzweite der Landesliga glich zweimal aus, doch in der überzeugenden zweiten Halbzeit der Freialdenhovener zogen diese auf 5:2 davon. Einen Doppelpack schnürten Hussain Alawie und Szymczewski, der mit sechs Treffern in Vor- und Endrunde hinter Sulayman Dawodu (7 Tore, Rott) und Fitim Kaciku (8 Tore, Donnerberg) Dritter der Torjägerliste wurde. Würm-Lindern schlug die Rotter mit Trainer Jürgen Lipka zuvor 5:4, sodass die Borussia mit der besseren Tordifferenz ins Entscheidungsmatch einstieg.

Gegen die Unioner, die schon in der Vorrunde sehr beherzt auftraten und Wegberg-Beeck ausschalteten, besorgte Patrick Rubaszewski mit einem Solo entlang der linken Bande die Führung. Ein Doppelpack von Felix Klee versetzte Freialdenhoven unter Zugzwang. Szymczewski stellte mit einem Kracher in den Winkel zur Halbzeit der 2 x 10 Minuten auf 2:2. Während des zweiten Durchgangs hielt die Borussia mit einer gesicherten Defensive vor allem das Remis und nahm zudem geschickt Zeit von der Uhr – bis 34 Sekunden vor dem Ende.

Statistik zur Endrunde des „Sparkassen-Hallencup“ in Aachen:
Kader: Kemmerling, Werres – Schneider, Weber, Sambou, Kraus, Alawie, Nock, Szymczewski, Rubaszewski

Gruppenspiel gegen SV Rott 5:2 (2:2)
Tore: Szymczewski, Alawie (je 2), Schneider

Gruppenspiel gegen Union Würm-Lindern 2:3 (2:2)
Tore: Rubaszewski, Szymczewski

Foto: FuPa