Keine Tore in der Westkampfbahn

Die erste Partie der Rückrunde und zugleich die letzte des Kalenderjahres 2018 endete ohne Tore. Mit einem typischen 0:0 trennte sich die Borussia im Derby vom 1. FC Düren. Dem hochambitionierten Verein aus der Papierstadt gelang somit auch im dritten Aufeinandertreffen gegen Freialdenhoven kein Treffer aus dem Spiel heraus. Des Weiteren bleibt der Zehn-Punkte-Vorsprung der Borussia beim Rennen um die Vorherrschaft im Kreis Düren bestehen. Die Schwarz-Weißen überwintern mit dem Auswärtspunkt am Samstag zudem sicher auf einem starken dritten Tabellenplatz.

400 Zuschauer kamen trotz der Kälte in die altehrwürdige Westkampfbahn. Darunter befand sich nicht der kürzlich zum Ehrenmitglied des 1. FC Düren ernannte Oliver Bierhoff, dafür aber zahlreiche Freialdenhovener Schlachtenbummler. Was die 22 Aktiven auf dem für die Jahreszeit in gutem Zustand befindlichen Rasen zeigten, trug trotz der heißen Match-Konstellation wenig zur Erwärmung der Besucher bei. „Beide Teams können es sicher besser“, fand Trainer Wilfried Hannes eine Umschreibung für das maue Niveau. Dabei konnte man mehr Aufregung erwarten, schließlich sollten schon die ersten Augenblicke der Partie Folgen haben. Anstoß, ein langer Ball, der erste Zweikampf und schon bekam Vincenz Borgelt das Knie eines Düreners in den Rücken. Er blieb liegen und musste raus. Trotz der frühen personellen Rochade (Patrick Rubaszewski ersetzte Borgelt) stellte die Borussia in der ersten halben Stunde das stärkere Team. Eine Flanke von Mark Szymczewski jagte Yannick Kuhnke volley über den Kasten der Gastgeber (10.), eine Ecke von Moritz Kraus köpfte Marcus Weber knapp links vorbei (16.). „Zudem hätte sich keiner beschweren können, wenn wir einen Handelfmeter bekommen hätten“, merkte Hannes an.

Anschließend blieben Höhepunkte extrem rar. Wenn es Torannäherungen gab, wurden sie häufig geblockt. Die zunächst defensiv aufgestellten Dürener kamen vereinzelt mal über Marvin Störmann (26.) oder Julian Nießen (36.) nach vorne. Die Kreisrivalen lieferten sich über weite Strecken einen Abnutzungskampf. „Das war kein schöner Kick, ziemlich passend zum lausig kalten Wetter“, konstatierte Freialdenhovens Leon Ruhrig zur ersten Halbzeit, der wegen seiner Knöchelverletzung eine Beobachterrolle inne hatte. Die zweite Hälfte bot auch nichts Zwingendes in den 16-Meter-Räumen. Es wurden Versuche geblockt, etwa vom auffälligen Kuhnke, oder über den Ball getreten, wie es Dürens Daniel Bleja vormachte. Einmal musste Keeper Tobias Werres einschreiten, als es der frühere Freialdenhovener Marc Wollersheim aus spitzem Winkel probierte (74.). Einen echten Überraschungsmoment gab es jedoch nur noch nach dem Abpfiff, als die Borussen feststellten, dass ihr Duschwasser eiskalt war. Die FCD-Spieler gingen derweil bei wohlig warmen Wassertemperaturen in den Feierabend.

„Dem Lucky Punch war eher Düren näher“, gab Rechtsverteidiger Kraus zu. Aus Sicht des 27-Jährigen kommt die Winterpause gelegen, gerade auch wegen der gewachsenen Zahl der angeschlagenen Kollegen. So ging es ab der 63. Minute für Alexandru Daescu nicht weiter. Kevin Kruth war der eine Punkt zu wenig: „Düren war definitiv einmal mehr schlagbar. Aber wir haben leider nicht unsere Leistungsgrenze erreicht“, meinte der Torjäger, dessen Befinden sich auf der Weihnachtsfeier im Freialdenhovener Vereinsheim am Samstagabend allerdings aufhellte (separater Bericht zur Feier folgt).

Aufstellung: Werres – Kraus, Kreutzer, Weber, Borgelt (5. Rubaszewski, 80. Schneider) – Daescu (63. Alawie), Sambou, N‘Goua – Kuhnke, Kruth, Szymczewski
Tore: Fehlanzeige
Gelbe Karten: Kurzke / Kraus, N’Goua, Szymczewski
Schiedsrichter: Bodabouz (Meckenheim)
Zuschauer: 400 auf der Westkampfbahn