Samstag ist Derby-Zeit in Düren

Schon am Samstag bestreiten die Borussen mit dem Derby auswärts beim 1. FC Düren (Anstoß 14.30 Uhr, Westkampfbahn, Mariaweilerstraße) das letzte Mittelrheinliga-Match des Kalenderjahres 2018. Das reizvolle Lokalduell zwischen den in der Tabelle auf Rang drei liegenden Freialdenhovenern und dem zehn Punkte weniger aufweisenden Tabellenneunten aus der Kreisstadt zählt bereits zur Rückrunde. Mit dem Hinspiel wurde im August die Amateurfußball-Saison im gesamten Mittelrheingebiet feierlich eröffnet. Vor knapp 1.300 zahlenden Zuschauern in Freialdenhoven schlug eine lange in Unterzahl spielende Borussia den 1. FC Düren in der ersten Partie in dessen Vereinsgeschichte mit 1:0. Am Tag der Deutschen Einheit sahen sich die Klubs im Kreispokal-Finale wieder. In der Begegnung in Oberzier (Foto) verzichteten beide Seiten auf einige Stammkräfte. Die Schwarz-Weißen hatten die Nase vorne, ehe ein viel diskutierter Strafstoßpfiff für Düren das Elfmeterschießen herbeiführte, das der FCD für sich entschied. Nun gibt es die dritte Auflage des Derbys gegen den Verein, der eine „regionale Fußball-Großmacht“ werden möchte. Die Borussen wollen den Prestigeerfolg gegen den Lokalrivalen erreichen, mit einem sehr guten Gefühl in die Winterpause gehen und ihre starke Tabellenposition festigen.

Unser Medienpartner FuPa stellte ein Interview mit den beiden Cheftrainern Bernd Lennartz (Düren) und Wilfried Hannes ein, das wir an dieser Stelle wiedergeben:

Die Hinrunde ist seit dem letzten Spiel beendet. Haben sich die Erwartungen erfüllt, die Sie und Ihre Mannschaft sich gesteckt hatten?

Lennartz: Ich denke, wir sind fünf, sechs Punkte hinter dem zurück, was unsere Leistung an Punkten hergegeben hätte. Wir haben aus den Partien, in denen wir überlegen waren, zu wenig Kapital geschlagen. Grundsätzlich die Erwartungen unterschritten haben wir damit aber nicht, wir hatten durchaus damit gerechnet, dass die Konstanz noch nicht so da sein würde.
Hannes: Wenn du als Dritter aus der Hinrunde hinausgehst, dann gibt es wenig Anlass zur Kritik. Die Liga hat durch die starken Aufsteiger noch einmal an Qualität hinzugewonnen, deswegen bin ich froh, dass wir so viele Punkte haben. Dazu beigetragen hat sicher auch, dass die Neuzugänge im Sommer alle Erwartungen erfüllt haben.

Was erwarten Sie vom nächsten Duell mit dem Lokalrivalen?

Lennartz: Dass man sich taktisch gegenseitig nicht mehr groß überraschen kann, dafür kennt man sich zu gut. Ob der Gegner jetzt mit Gérard Sambou als Teil einer Doppelsechs an den Start geht oder als alleinigem Sechser, das ist gar nicht so wichtig. Das erste Derby haben wir unter Wert verloren, da hatten wir einen Punkt verdient. Klar ist: Beide wollen unbedingt siegen, auch weil es das letzte Spiel vor einer langen Pause ist. Da bekommst du nicht direkt wieder die Chance, eine Niederlage wettzumachen.
Hannes: Mal sehen, wie wir uns taktisch aufstellen, wir haben ein paar Möglichkeiten zu variieren. Wir lassen das auf uns zukommen, nach der knappen und unnötigen Niederlage in Bergisch Gladbach (1:2) fühlen wir uns stark genug, um zu gewinnen. Wir fahren zu einem sehr guten Gegner, auch wenn ich glaube, dass er mit den 16 Punkten nicht zufrieden ist. Dort wird schon ein hoher Aufwand betrieben. Das zeigt aber noch einmal, wie hoch das Niveau in der Mittelrheinliga ist.

Es geht danach erst Anfang März weiter. Was passiert in der Winterpause?

Lennartz: Alle unsere Spieler haben einen gültigen Vertrag. Daher würden wir personell nur etwas tun, wenn ein Spieler mit dem Wunsch sich zu verändern auf uns zukommt. Unsere Ambition ist es nicht, in der Rückrunde noch einmal 16 Punkte zu holen. Es sollten dann schon ein paar mehr werden.
Hannes: Nach dem Spiel steht erst einmal unsere Weihnachtsfeier an, das ist seit Jahren gute Tradition. Danach werden wir uns sicher noch einmal mit den Jungs zusammensetzen und über unsere Weichenstellungen sprechen. Wir haben noch den Mittelrheinpokal im Blick, wo wir und der 1. FC Düren ja noch vertreten sind. Warum nicht noch einmal ein Derby? Dann wäre gewährleistet, dass einer der beiden Klubs aus dem Kreis ins Halbfinale kommt.

Adresse / Eintritt:
Stadionadresse: Mariaweilerstraße 81, 52349 Düren
Eintrittspreise: Vollzahler 7 €, ermäßigt 5 €

Medien:
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Foto: FuPa