Das Weichensteller-Spiel

Im letzten Mittelrheinliga-Heimspiel des Kalenderjahres 2018, zugleich dem letzten für die nächsten knapp vier Monate, möchten sowohl die Borussia als auch der Gast vom SSV Merten Weichen stellen. Für die Freialdenhovener geht es am Sonntag (Anstoß schon um 14.30 Uhr!) um ihre emotionale und tabellarische Ausgangslage vor den Auswärtsspielen beim Tabellennachbarn Bergisch Gladbach (9. Dezember) und dem Lokalrivalen Düren (15. Dezember). Schließlich soll Weihnachten an der Ederener Straße auf einem vergnüglichen Tabellenrang, idealerweise als Vizeherbstmeister, gefeiert werden. „Um nächste Woche den zweiten Platz angreifen zu können, müssen wir gegen Merten gewinnen“, verdeutlicht Trainer Wilfried Hannes. Der Gegner aus dem Stadtteil von Bornheim will das Match dazu nutzen, um bis zur Winterpause seine Position im Abstiegskampf zu verbessern. „Es ist ein sehr enges Tabellenbild. Vor dem Jahreswechsel wollen wir definitiv den letzten Platz verlassen“, betont SSV-Coach Alexander Halfen.

Selbst bei den klaren Niederlagen in den vergangenen drei Auswärtspartien beklagten die Mertener – wie bereits öfter in dieser Spielzeit – stellenweise unglückliche Spielverläufe. In der Rückrunde der Vorsaison lief das noch anders. Da belohnte der SSV seine starke Aufholjagd mit dem Klassenerhalt, dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Im Sommer wurde der Kader der Grün-Weißen markant verjüngt, auch weil Stützen wie der gewechselte Takahiro Higa oder der nicht mehr zur Verfügung stehende, aber jetzt als Co-Trainer mithelfende Ex-Bundesliga-Profi Rolf-Christel Guié-Mien wegbrachen. Wie Halfen, der in dieser Woche beim Trainer-A-Lizenz-Lehrgang in der Sportschule Hennef statt bei seiner Mannschaft war, „die Borussen ärgern“ möchte, lässt er offen. Eine zurückgezogene, defensive Ausrichtung befindet sich genauso im Mertener Repertoire wie ein forscher Auftritt, mit dem man dem Ligaprimus Wegberg-Beeck vor drei Wochen zumindest anfangs ansprechend die Stirn bot.

Hannes rechnet jedenfalls mit einem intensiven Duell: „Wir wollen gewinnen und auch Merten braucht die Punkte. Und eins ist klar: Wir müssen uns sehr konzentrieren! Die Liga ist extrem ausgeglichen. So liegt Arnoldsweiler derzeit auf einem Abstiegsrang, obwohl die definitiv nicht wie ein Absteiger auftreten.“ Dennoch machen die Borussen keinen Hehl daraus, dass sie in dem Duell – insbesondere zuhause – die Favoritenrolle bekleiden. Der Pokal-Sieg in Bonn-Endenich (4:1 n.V.) verlieh zusätzlichen Auftrieb. „Nach unserer kleinen Schwächephase sollten wir uns wieder gefangen haben und greifen nun die letzten drei Partien des Jahres an“, verkündet Mittelfeldakteur Patrick Rubaszewski im am Sonntag ausliegenden Stadionmagazin „Borussen Echo“. Personell sah es schon mal besser aus: Gegen Merten fehlen Okan Dikenli, Leon Ruhrig, Oskar Tkacz, Jan-Niklas Schregel und Wolfgang Nock. Unklar ist, ob Alexandru Daescu (auf dem Foto oben gegen Beecks Shpend Hasani) mithelfen kann, die Weichen in die aus Freialdenhovener Sicht richtige Richtung zu lenken.

Medien:
Borussen Echo: Das Vereins- und Stadionmagazin zum Spiel erhalten Sie kostenlos an den Eingangskassen und der Cafeteria. Inhalt u.a.: Wintertermine der 1. Mannschaft, Fans fragen – Spieler antworten mit Pascal Schneider, Vorschau auf das Jugend-Hallenturnier.
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Letzte Saison:
3:2-Sieg zuhause, 1:1-Unentschieden auswärts

Foto: FuPa