Es ist wieder Derby-Zeit im Kreis Düren

In ihrem zehnten Mittelrheinliga-Jahr bittet Viktoria Arnoldsweiler einmal mehr zum spannenden Lokalkampf. Seit dem Aufstieg der „Kleeblätter“ 2009 absolvierte die Borussia 25 Pflichtspielauseinandersetzungen gegen sie. 13 Freialdenhovener Siege, vier Remis und acht Niederlagen zeigt die Bilanz. Wenn der erfahrene Schiedsrichter Peter Bonczek aus Bonn am Sonntag (Anstoß 15.00 Uhr, Bertram-Möthrath-Stadion) das nächste Duell anpfeift, wollen die Schwarz-Weißen ihre ungeschlagene Serie in der laufenden Saison fortsetzen – Ehrensache im Kreis Düren-Derby. „Um in der Tabelle oben dran zu bleiben, müssen wir gegen Arnoldsweiler gewinnen“, weiß Wilfried Hannes. Gleichzeitig reagiert der Trainer mit dieser Ansage positiv auf die „gestiegene Erwartungshaltung“, die er nach dem jüngsten 0:0 gegen Hürth durch die leichte Unzufriedenheit seiner Schützlinge und der Fans registrierte.

Im Freialdenhovener Team schnürten Stefan Kemmerling (Foto oben), Tobias Werres, Vincenz Borgelt und Oskar Tkacz früher die Schuhe für die Viktoria. Marcus Weber wechselte im Sommer auf direktem Weg aus dem Dürener Stadtteil an die Ederener Straße. „Aus der letzten Saison kenne ich aber nur noch wenige“, spricht Marcus den massiven Umbruch bei seinem Ex-Klub an. Lediglich die beiden Keeper und vier Feldspieler hielten der Viktoria die Treue. Der Rest ist neu, inklusive der Trainer mit Chef-Coach Thomas Virnich (vorher Kohlscheider BC), dem Hannes angesichts von nur einem Zähler Rückstand auf den über erheblich größere Mittel verfügenden 1. FC Düren „sehr gute Arbeit“ bescheinigt: „Mit diesen großen Veränderungen ist das schon überraschend. Ich glaube, dass viele noch den Fehler machen, indem sie Arnoldsweiler unterschätzen“, sagt der Borussen-Übungsleiter.

Erst einmal bisher (beim 0:3 gegen Ligaprimus Wegberg-Beeck) waren die „Kleeblätter“ spielerisch unterlegen. Es war zugleich die einzige Partie, in der die Mannschaft mit dem niedrigen Durchschnittsalter von 22,1 Jahren ohne Torerfolg blieb. Es sind junge Leute wie der 19-jährige Niklas Koppitz, der im Nachwuchs von Alemannia Aachen und Fortuna Köln lernte und sich an fünf der acht Viktoria-Tore beteiligte, vor denen Hannes Respekt zeigt. „Es wird uns definitiv nichts geschenkt“, denkt der 61-Jährige an das nur knapp gewonnene Kreispokal-Halbfinale gegen Arnoldsweiler vor zwei Monaten zurück (1:0). Als die Borussen da etwas lasch aus der Halbzeitpause kamen, gerieten sie richtig unter Druck und Torhüter Werres musste mehrfach stark parieren. Nun wollen und sollten die Schwarz-Weißen die Konzentration durchgängig beibehalten.

Die Gästekabine des Bertram-Möthrath-Stadions wird am Sonntag gut gefüllt sein. „Maskenmann“ Borgelt ist nach seinem Nasenbeinbruch wieder eine Trainingswoche weiter, nur die langfristiger verletzten Okan Dikenli und Jan-Niklas Schregel, der leider weiter auf eine genaue Diagnose seiner Kniebeschwerden wartet, fehlen gegen den Lokalrivalen. „Es ist Derby-Zeit! Mehr muss man dazu nicht sagen“, freut sich der in Düren lebende Alexandru Daescu.

Adresse / Eintritt:
Stadionadresse: Hölderlinweg 9, 52353 Düren-Arnoldsweiler
Eintrittspreise: Vollzahler 7 €, ermäßigt 4 €

Medien:
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Liveticker: WDR-Videotext-Tafel 235 und 618 [hier]

Letzte Saison:
1:1-Unentschieden zuhause, 3:0-Sieg auswärts