0:0 – Gerechtes Unentschieden gegen Hürth

Ein enges und für die Schiedsrichter ziemlich einfaches Spiel endete mit einer gerechten Punkteteilung. Allerdings hatte man beim 0:0 der Borussia gegen den FC Hürth immer das Gefühl, dass etwas Entscheidendes passieren könnte. So besaß Hussain Alawie in der drückenden Schlussphase der Freialdenhovener die beste Chance der Partie gegen den streckenweise sehr tief verteidigenden, aber auch seinerseits gefährlichen Gegner. Durch das Remis bleibt die Borussia weiter ungeschlagen und ihre Beton-Abwehr mit nur zwei Gegentoren in sechs Spielen steht. Die Begegnung zum Nachlesen:

vor dem Spiel: Die Spieler aus der Pokalaufstellung vom Mittwoch brachten Trainer Hannes mit ihren größtenteils guten Leistungen zum Nachdenken. Dennoch vertraut der Fußballlehrer auf genau jene Startelf, die die letzten beiden Ligasiege einfuhr.

3. Minute: Schon eine Ecke für Freialdenhoven und zwei für Hürth. Ein offensiver Beginn.

12. Minute: Das Match befindet sich in der Findungsphase und die stärkste Defensive der Liga ist aufmerksam. Trotz flexibler Hürther Angriffe lässt sie nur einen harmlosen Schuss durch Keshta zu.

16. Minute: Torannäherung des FC: Nach einer Hereingabe von Keshta ist Kreutzer Sieger im Kopfballduell gegen Okutan drei Meter vor der Nase von Borussen-Keeper Kemmerling.

21. Minute: Erstes Ausrufezeichen des ligaweit besten Angriffes: Kruth trifft aus dem Gewühl, doch Referee Steffens entscheidet zurecht darauf, dass Vorlagengeber Szymczewski sich zuvor bei seinem Gegenspieler aufstützte.

36. Minute: Mit dem Rücken zum Tor stehend legt Kruth auf Schneider ab. Dieser nimmt das Leder in Richtung Grundlinie mit, verzieht aber aus spitzem Winkel.

38. Minute: Bei einem langen Schlag in den Hürther Strafraum liefern sich Szymczewski und Schmitz einen harten Zweikampf, nach dem der Borusse liegen bleibt. Kein Elfer.

42. Minute – Großchance Borussia: Kuhnke schnibbelt die Kugel gefühlvoll auf Kruth, der unter Bedrängnis aus sieben Metern wuchtig in die kurze Ecke köpft, doch Hürths Schlussmann Kraus fischt den Ball gerade noch am Pfosten heraus.

45. Minute: Im Rückraum wird Hürths Beck bedient. Aus 14 Metern zielt er zu hoch.

Halbzeit: Den Schwarz-Weißen gehörte durch Kruth die beste Offensivszene. Sie schenken im vorderen Drittel jedoch zu hastig Bälle her. Es ist allerdings auch nicht einfach gegen die doch sehr massiv mit zwei Viererketten verteidigenden Hürther.

52. Minute: Einen tückischen Aufsetzer von FC-Stürmer Friesdorf entschärft Kemmerling. Davon abgesehen gehört den Borussen häufiger der Ball in dieser Anfangszeit des zweiten Abschnitts.

56. Minute: Ein Freialdenhovener Konter läuft über Schneider auf der linken Seite. Seine Flanke nimmt Kruth direkt, doch der Versuch misslingt dem Goalgetter gänzlich.

62. Minute: Für zwei Minuten setzt sich Hürth mit dem aktiven Linksverteidiger Miszkiewicz vor dem Borussen-Gehäuse fest. Friesdorf probiert es mit einem Knaller aus der Distanz – Kemmerling faustet das Leder weg.

74. Minute – Großchance Hürth: Wie fast immer führen die Gäste ihren Eckball kurz aus. Keshta kann von Ruhrig nicht mehr am Abschluss von der linken Seite gehindert werden. Der fürs lange Eck geplante Strahl zischt knapp vorbei.

76. Minute: Weber schreitet sieben Meter vor dem eigenen Tor gegen Civgin ein und macht so seinen vorherigen Fehlpass wett. Auf der Gegenseite dringen die beiden Eingewechselten Ruhrig und Tkacz von rechts in den 16-Meter-Raum ein und scheitern am Winkel verkürzenden Keeper Kraus.

81. Minute: Der Glaube ist da: Die Borussia legt nochmal zu, aber es fehlt an Anspielmöglichkeiten in den gefährlichen Bereichen, zumal Hürth sich jetzt wieder arg zurückzieht.

86. Minute – Großchance Borussia: Das hätte das Tor des Tages sein müssen! Sambou erobert die Kugel im gegnerischen Strafraum, spielt mit Übersicht von der Grundlinie auf den allein gelassenen Alawie zurück und der schießt aus zwölf Metern drüber. Möglicherweise sprang der Ball kurz vor dem Versuch ein wenig hoch.

Nachspielzeit: Sekunden vor dem Abpfiff blicken die Fans nochmals jubelbereit zum Hürther Tor: Ruhrig wird geblockt und Alawies Linksschuss hält Kraus.

Stimme von Trainer Wilfried Hannes:
„Bemerkenswert und positiv finde ich, wenn die Stimmung so ist, dass wir uns über ein 0:0 gegen Hürth ärgern. Das ist ein Gegner, der richtig Qualität hat und wenn der so brutal defensiv gegen uns spielt, dann ist das auch eine Auszeichnung dafür, dass wir in den letzten Wochen einiges richtig gemacht haben. Heute fanden wir nicht die richtigen Lösungen und mussten zugleich immer auf die gegnerische Konterstärke aufpassen. Trotzdem hätten wir in den letzten zehn Minuten gewinnen können. Am Ende sind wir nicht glücklich, aber auch nicht unzufrieden. Es gibt so Tage im Fußball, an denen muss man mit einem Punkt leben können.“

Stimme von Leon Ruhrig:
„Ein nicht so gutes Spiel von uns, aber wir haben es nicht verloren. Hürth stand sehr tief und machte es uns richtig schwer. Die waren mit dem 0:0 zufrieden, das hat man klar gesehen. Im letzten Jahr haben wir das letzte Spiel einer englischen Woche immer verloren, heute nehmen wir einen Punkt mit. Daher blicken wir positiv nach vorne auf das Derby in Arnoldsweiler.“

Stimme von Hürths Trainer Oliver Heitmann:
„Wenn wir in Führung gehen, dann können wir auch gewinnen. Es war unser bestes Auswärtsspiel. Schade, dass wir nicht gewonnen haben, denn die Leistung an sich war schon gut. Wir wollten kompakt und sicher stehen. Das hat gerade in der ersten Hälfte sehr gut geklappt. Danach sind wir ein bisschen mehr ins Risiko gegangen, sodass sich ein offener Schlagabtausch entwickelte.“

Aufstellung: Kemmerling – Kraus, Kreutzer, Weber, N’Goua – Daescu (84. Alawie), Szymczewski (66. Ruhrig), Sambou – Kuhnke (66. Tkacz), Kruth, Schneider
Tore: Fehlanzeige
Gelbe Karten: Schneider / Schmitz
Schiedsrichter: Steffens (Nettersheim)
Zuschauer: 180 im Stadion an der Ederener Straße