Hellwach sein gegen die Blitzstarter

Im Training am Freitag zeigte sich kurz, dass das Pokalfinale mit dem Elfmeterschießen gegen den 1. FC Düren noch präsent war. Mehr als eine Handvoll Borussen kam schon vor dem eigentlichen Übungsprogramm auf den Rasen, um sich die Bälle zum Freischuss vom Punkt zurechtzulegen. Ansonsten jedoch hinterließ das Match vom Mittwoch keine Spuren, die Stimmung wirkte ungetrübt positiv. „Klar ist es ärgerlich, dass wir den Titel nicht geholt haben. Aber unterm Strich ist nichts passiert: Wir erhielten mit Germania Eicherscheid kein schlechtes Los im Mittelrheinpokal“, macht Verteidiger Alain N’Goua einen Haken hinter den Tag der Deutschen Einheit. Zurecht: Denn die Liga, wo die Freialdenhovener nach drei Siegen am Stück weiter ungeschlagen und Tabellenzweiter sind, fordert nun wieder ihre volle Konzentration ein.

Am Sonntag kommt der FC Hürth ins Stadion an der Ederener Straße (Anstoß 15.00 Uhr). Obwohl die Schwarz-Weißen gegen ihn in der relevanten Vergangenheit immer punkteten, verliefen die Duelle stets eng. Die Hürther gelten als technisch stark, sodass ein attraktiver Kick zu erwarten ist. „Ich stufe sie als sehr gefährlich ein“, warnt Trainer Wilfried Hannes. „Sie brachten ihr Potenzial in der zurückliegenden Saison nicht ins Ziel, wodurch sie als Neunter abschlossen. Aber wir wissen, dass sie mehr wollen und sie schon jeder Spitzenmannschaft weh getan haben.“ Als solche gilt die Borussia derzeit in allen Bereichen, denn der beste Angriff und die stabilste Abwehr der Liga sind in Freialdenhoven zuhause!

Damit das so bleibt, grübelt Hannes über die Aufstellung, die sich gegenüber dem Pokalfinale anders darstellen wird. In dem räumte der frühere Profi gleich sechs Akteuren, wie Patrick Rubaszewski (Foto), mehr Spielpraxis ein, als zuletzt in der Meisterschaft. „Einige der Reingekommenen erledigten ihre Aufgaben sehr gut und positionierten sich damit innerhalb des Teams neu“, macht sich Hannes Gedanken, da obendrein Oskar Tkacz (nach Muskelfaserriss) und der zur Vorsicht mit Gesichtsmaske auflaufende Vincenz Borgelt (nach Nasenbeinbruch) wieder eine Option sind. Nur die am Knie lädierten Okan Dikenli und Jan-Niklas Schregel fehlen.

Auch der FC Hürth spielte unter der Woche im Kreispokal. Er gewann das Finale im Rhein-Erft-Gebiet in der Nachspielzeit mit 2:1 gegen den SC Brühl. In Kombination mit dem 3:0-Erfolg über den SV Breinig am vergangenen Sonntag, als Patrick Friesdorf (mit drei Toren aktuell treffsicherster Hürther) ebenfalls der Matchwinner war, spürt Trainer Oliver Heitmann einen Stimmungswandel in seiner Mannschaft. Mit dem soll jetzt erstmals auf fremdem Platz gepunktet werden, zumal der FC in zwei seiner drei Auswärtsspiele in Führung ging. Eine weitere Qualität zeigten die Hürther in ihren letzten beiden Partien: Sie erzielten jeweils in den ersten vier Minuten das 1:0. Gegen die Blitzstarter müssen die Borussen also von Beginn an hellwach sein!

Medien:
Borussen Echo: Das Vereins- und Stadionmagazin zum Spiel erhalten Sie kostenlos an den Eingangskassen und der Cafeteria. Inhalt u.a.: Alain N‘Goua zur aktuellen Lage, Fans fragen – Spieler antworten mit Gérard Sambou, Rückblick aufs Kreispokal-Finale und Vorschau auf den Mittelrheinpokal.
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Letzte Saison:
2:2-Unentschieden zuhause, 2:1-Sieg auswärts

Foto: Michael Schneiders