Borussen greifen nach der Titelverteidigung

Der Tag der Deutschen Einheit bedeutet für die Borussen erneut den Finaltag im Kreispokal. Exakt vor einem Jahr holten die Freialdenhovener den 17. Kreispokal der Vereinsgeschichte mit einem 4:0 gegen Germania Lich-Steinstraß. Diesmal greifen sie ab 16.00 Uhr auf dem Kunstrasen in Oberzier gegen den Mittelrheinliga-Rivalen 1. FC Düren nach der erfolgreichen Titelverteidigung.

Die bislang in allen Pflichtspielen dieser Saison ungeschlagene Borussia marschierte ohne Gegentor durch den Wettbewerb: 8:0 gegen SC Jülich 10/97, 2:0 gegen TuS Langerwehe und 1:0 gegen Viktoria Arnoldsweiler lauteten die Resultate. Der hochambitionierte FCD blieb ebenso schadlos, eliminierte den Türkischen SV Düren (2:0), Schwarz-Weiß Titz (4:0) und den VfVuJ Winden (3:0) und machte so das „Traumfinale“ der Fans im Kreisgebiet perfekt. „Es steht Prestige und ein Titel auf dem Spiel. Den wollen wir auch gewinnen“, meint Freialdenhovens Oskar Tkacz.

Möglicherweise ist der Deutsch-Pole einer jener Kandidaten, die gegen die Dürener, die in jeder ihrer letzten drei Ligapartien drei Tore erzielten (zuletzt 3:0 gegen Deutz), in die Startelf rotieren. „Wir werden die Aufstellung verändern“, sagt Trainer Wilfried Hannes offen. „Wir vertrauen unserem gesamten Kader. Die Jungs, die zuletzt nicht von Anfang an spielten, können es auch. Sie trainieren sehr gut und machen es den aktuellen Stammkräften schwer, nur haben die derzeit den Vorteil, dass wir diesen starken Lauf aufgenommen haben. Der Mittwoch bietet die Gelegenheit für einige Andere, sich gegen einen guten Gegner zu zeigen und zu beweisen. Allerdings: Wir handeln da mit Bedacht, schenken nichts ab“, wird der Fußballlehrer deutlich.

Schließlich könnten sich die Spieler nicht nur mit dem Pokal schmücken. Der Ausgang der Partie hat zusätzlich direkten Einfluss auf die am Donnerstag um 19.00 Uhr stattfindende Auslosung der ersten Runde im Mittelrheinpokal (die Runde ist vorgesehen für den 20. – 25. Oktober). Für den Mittelrheinpokal sind Freialdenhoven und Düren bereits qualifiziert, aber die neun Kreispokalsieger im Mittelrheinverband genießen in der ersten Runde definitiv Heimrecht, egal aus welcher Liga der zugeloste Gegner stammt. In den anschließenden Runden spielt immer der tieferklassigere Klub zuhause.

„Die Dürener besitzen die bessere Ausgangslage“, verweist Hannes auf das kommende Wochenende, an dem die Mannen von Bernd Lennartz in der Liga gegen den TSC Euskirchen angetreten wären und aufgrund dessen Rückzug spielfrei sind. „So merken sie einen Kräfteverlust nicht. Wir hingegen haben zwangsläufig das Match zuhause gegen den FC Hürth am Sonntag (Anstoß 15.00 Uhr, Ederener Straße) im Hinterkopf. Aber wir haben Düren schon einmal geschlagen und wollen es wieder tun.“ Zwar wird das Pokal-Endspiel wahrscheinlich nicht von so einer fantastischen Kulisse begleitet wie das letzte Aufeinandertreffen bei der großen Saisoneröffnung in Freialdenhoven (Foto, Ergebnis 1:0). Dennoch erwarten der veranstaltende Fußballkreis Düren und der Ausrichter BC Oberzier zahlreiche Zuschauer. Für sie soll laut BCO-Geschäftsführer Thomas Klein auf dem Festzeltplatz in Oberzier ein ausgeschilderter Sonderparkplatz einrichtet sein. Dieser befände sich links am Sportplatz vorbei in der Straße Drieschgärten. Eine frühzeitige Anreise wird empfohlen, zumal vor dem Finale Viktoria Arnoldsweiler und Bezirksligist VfVuJ Winden ab 13.30 Uhr im Spiel um Platz drei um den letzten Mittelrheinpokal-Startplatz kämpfen.

Adresse / Eintritt:
Stadionadresse: Am Sportplatz, 52382 Niederzier-Oberzier
Eintrittspreise: Vollzahler 6 €, ermäßigt 3 €, Frauen gratis