Zum zehnten Mal Clásico im Finale

Wenn die englische Fußballlegende Gary Lineker das angenehm harmonische Flair des Rurdorfer Sommercups für sich entdecken würde, würde er vermutlich formulieren: „Es ist hier ziemlich einfach: 16 Vereine jagen zwei Wochen lang dem Ball hinterher und am Ende heißt das Finale Wegberg-Beeck gegen Freialdenhoven.“ Zum siebten Mal hintereinander und zum zehnten Mal insgesamt ist das am heutigen Sonntag der Fall. Da sich die Kleeblätter und die Schwarz-Weißen außer beim Endspiel in Rurdorf auch in der Mittelrheinliga sowie im -pokal nicht gerade selten begegnen und sich oft packende Schlachten liefern, genießt das ewig junge Derbyduell inzwischen den klangvollen Beinamen „Clásico“.

Auch 2018, bei der 34. Auflage des renommiertesten Saisonvorbereitungsturniers der Region, sind die Fußball-Flaggschiffe der Kreise Heinsberg und Düren durchmarschiert – jeweils mit zwei gefahrlosen Siegen und ohne Gegentor. Wegberg-Beeck setzte sich gegen den SC Jülich 10/97 (6:0) und Union Schafhausen (3:0) durch, Freialdenhoven wies Germania Lich-Steinstraß (6:0) und den DJK FV Haaren (4:0) in die Schranken. Die Endspiel-Bilanz ist aus Borussen-Sicht allerdings ernüchternd: Von den bisherigen neun Finalduellen gewann Freialdenhoven gerade mal eines (2007, 4:2), acht Mal jubelten die Beecker. Damit liegt der letzte Titel der weiterhin als Sommercup-Rekordsieger geführten Borussia (zehn Titel) schon sieben Jahre zurück, als die Elf von Wilfried Hannes den GFC Düren 99 mit 4:3 bezwang.

Im heutigen 21. Finale mit Freialdenhovener Beteiligung (19 davon in den letzten 20 Jahren) wollen Christian Kreutzer & Co. den Bann durchbrechen. Letztes Jahr (Foto) waren sie bereits sehr knapp dran, führten zweimal gegen den damaligen Regionalligisten vom Grenzlandring und mussten sich schließlich doch im Elfmeterschießen geschlagen geben (2:2, 1:3 i.E.). Das letzte Aufeinandertreffen zwischen den Dauerrivalen gewannen die Borussen aber. Beim 2:1 im Mittelrheinpokal bewiesen sie Mut und große Entschlossenheit. Sie wissen also, wie es gehen kann! Dazu hoffen die Freialdenhovener bei der zu erwartenden Hitzeschlacht im Rurtalstadion auf die Unterstützung der Fans. Um 16.00 Uhr geht’s los!

Foto: fupa.net