Stimmen zur Saison 2017/18

Der Trainer Wilfried Hannes, der Top-Scorer Kevin Kruth, der fairste Borusse Christian Kreutzer (wer hätte mit dem resoluten Verteidiger bei dieser Bezeichnung gerechnet?) und der Dauerbrenner Gérard Sambou ließen die ausgelaufene Spielzeit bei der Saisonabschluss-Feier (Foto) in einem Potpourri aus positiven Merkmalen, interessanten Beobachtungen und kritischen Ansätzen Revue passieren.

Der Trainer – Wilfried Hannes:
Das Pokal-Event gegen Fortuna Köln war eine großartige Sache, aber die damit verbundenen Verlegungen der Ligaspiele kosteten uns letzten Endes den Rhythmus. Im Allgemein spricht es für die Jungs, dass sie selbst bei den verlorenen Partien nicht schlechter als der Gegner waren, teilweise sogar im Gegenteil. Sie haben es meistens ordentlich gemacht und angepackt, wenn sie zurücklagen, wie zuletzt gegen Hürth oder Vichttal. Gegen die Vorderen in der Tabelle ließen wir zu viel liegen. Ab dem Fortuna-Spiel rutschten wir zudem in ein Loch und kassierten viel zu viele Gegentore. Teilweise war das den Verletzungen geschuldet, aber wir waren einfach im Allgemeinen nicht mehr stabil genug. Daher müssen wir wieder daran arbeiten kompakter zu werden. In der Offensive gilt es gleichzeitig neue Konzepte zu entwickeln, die das Mannschaftsspiel fördern, denn gerade zum Saisonende hin regierte zu viel Egoismus in den Aktionen.

Der beste Torschütze und Top-Scorer mit 17 Toren und 7 Vorlagen – Kevin Kruth:
Wenn man nur die Fakten sieht, holten wir mehr Punkte und eine bessere Platzierung als im Vorjahr. Aber vom Gefühl her wirkt es so, dass mehr drin war als letzte Saison. Wenn man Sportler ist und maximalen sportlichen Erfolg haben will, kann man nicht so zufrieden sein, weil wir nach dem Pokalduell gegen Fortuna meistens enttäuscht haben. Ich glaube, wenn jeder sich jederzeit dem Mannschaftserfolg unterstellt hätte, wäre Platz 1 bis 3 drin gewesen. Da gilt es den Hebel anzusetzen, dass sich alle komplett dem Team unterordnen. Ich lese im „Borussen Echo“ immer die Interviews mit den gegnerischen Trainern. Da sagen nicht umsonst Viele: „Freialdenhoven gehört zu den stärksten Teams der Liga“. Das Potenzial ist absolut da. In engen Spielen trafen wir Spieler aber teils falsche Entscheidungen, die einen schon ärgern. Denn andererseits hätte aus einer an sich guten Saison mit einer guten Pokalrunde eine überragende werden können. An der Stelle möchte ich den Menschen im Umfeld herzlich danken. Wir haben einen Klamotten-Service, können nach den Spielen gemütlich zusammensitzen und etwas essen, dürfen auf zwei Top-Plätzen trainieren und spielen – das ist in unserer Liga so kein zweites Mal zu finden und alles nicht selbstverständlich! Dass da von uns Spielern eine Gegenleistung auf dem Platz erwartet wird, ist ganz klar. Deswegen müssen wir zu jeder Zeit versuchen das Beste rauszuholen.

Der Kapitän und fairste Borusse mit nur einer Gelben Karte auf 2085 Einsatzminuten – Christian Kreutzer:
Ich denke an einen schönen Saisonstart und eine gute Hinrunde zurück. Auffällig war, dass wir uns immer schwergetan haben und es von den Ergebnissen nicht gut aussah, wenn wir eine „englische Woche“ spielten. Allerdings finde ich nicht, dass man das dem Pokal zuschreiben kann, denn einzelne andere haben diese Doppelbelastung auch. Zur neuen Saison werden wir uns bei den anstehenden Veränderungen erstmal neu finden müssen. Das dürfte auf Anhieb nicht so einfach werden. Aber wir wollen anknüpfen an die erfolgreichen Zeiten dieser Saison und gewisse Dinge weiterentwickeln. Es ist wichtig, dass einige mit ständigen Wehwehchen wie Okan, Leon, Yannick und ich durch die Pause wieder gesund in die Vorbereitung starten. Es wird eine schwere nächste Saison mit guten Aufsteigern, dazu kommt mit Beeck ein alter Bekannter zurück. Das gewonnene Pokalspiel gegen die Beecker war ein Highlight dieser Saison, ebenso die Auseinandersetzung mit den Profis von Fortuna Köln. Der Kreispokal-Sieg war natürlich auch schön.

Der Spieler mit den meisten Einsatzminuten (2658 von 2700 möglichen) –  Gérard Sambou:
Alles in allem war es eine gute Saison. Nach der Hinrunde konnte man denken, dass wir noch weiter oben in der Tabelle mitmischen. Wir haben unsere Kräfte gebündelt fürs Fortuna-Spiel, danach waren die großen Anreize weg, nämlich um die Meisterschaft und die DFB-Pokal-Teilnahme zu kämpfen. Dadurch ließen wir etwa fünf Prozent nach und dann machst du automatisch individuelle Fehler und wirst in dieser Liga hart bestraft. Das Resultat waren zu viele Gegentore im letzten Saisondrittel. Wir müssen daran arbeiten, wieder mehr Kontrolle zu erlangen und die Chancenverwertung zu verbessern, indem wir den besser postierten Mitspieler einsetzen. In manchen entscheidenden Situationen passierte das nicht. Wir hätten dann beispielsweise das 3:1 machen können, nutzen die Gelegenheit nicht und kriegen stattdessen dann das 2:2. Leider werden wir wohl einige gute Spieler verlieren, auch wenn die Verhandlungen noch laufen. Aber unter den Neuzugängen sind ebenso gute Leute dabei.

Eine Saisonbilanz mit einigen lesenswerten Statistiken haben wir [hier] veröffentlicht.