Trauer um „Meistermacher“ Hans Lipka

Die Borussia trauert um Hans Lipka, der kurz nach seinem Geburtstag, dem 11. Mai, am Sonntag, den 13. Mai, im Alter von 82 Jahren verstarb. Hans Lipka (auf dem Foto links), Ehefrau Christa und die drei Söhne Hans-Peter, Jürgen und Udo schrieben ein großes und äußerst erfolgreiches Kapitel unserer Vereinsgeschichte mit.

„Ich habe schon immer Fußball gespielt“, sagte Hans Lipka. Nach ersten Gehversuchen in seiner Heimat Sachsen spielte der Stürmer beim Nachwuchs der Sportfreunde Gladbeck, mit deren 1. Mannschaft er später zweimal Westfalen-Meister wurde und in die 2. Liga West aufstieg. 1962 wechselte der Linksfuß in die Region, spielte bis 1965 für Alemannia Aachen, ehe er nach einem Jahr im niederländischen Brunssum seine aktive Karriere beendete. Nahtlos begann Lipka seine Trainerlaufbahn in der Bezirksliga bei den Sportfreunden Düren, wo er auch den späteren Nationalspieler und heutigen Borussen-Trainer Wilfried Hannes entdeckte. Alemannia Aachen, Borussia Brand, Eschweiler SG und Arminia Eilendorf waren weitere Trainerstationen.

Dann übernahm Hans Lipka in der Bezirksliga die Borussia, bei der sein Sohn Jürgen spielte. Die weiteren Söhne Hans-Peter und Udo stießen hinzu und sorgten für die auch aus heutiger Sicht sehr seltene Situation, dass ein Vater gleich drei Söhne in seiner Fußball-Mannschaft trainierte. Unter der sportlichen Leitung von Hans Lipka schaffte die Borussia 1991 mit ihrem 100-Tore-Sturm Stefan Grigoriou, Hans-Peter Lipka und Werner Jahr den Sprung in die Landesliga. Nur ein Jahr später führte der „Meistermacher“ die Schwarz-Weißen sensationell in die Verbandsliga. Neben der tollen Mannschaft und unserem Vorstand mit Rolf Imdahl (auf dem Foto rechts) an der Spitze, brachte Hans Lipka den Verein 1993 in Reichweite des dritten Aufstiegs nacheinander. Lediglich ein Punkt fehlte gegenüber Germania Teveren. Im direkten Duell mit den Geilenkirchenern bestritt man das bis heute einzige, mit 3.500 Zuschauern ausverkaufte Ligaspiel an der Ederener Straße. „Hans Lipka hat damals sportlich den Aufschwung bei der Borussia eingeleitet“, äußert der heutige Coach Wilfried Hannes seinen hohen Respekt. Lipka kehrte nach seinem Abschied 1993 in der Saison 1995/96 nochmals an die Seitenlinie in Freialdenhoven zurück. Außerdem gelang ihm die Mission Klassenerhalt beim SV Baesweiler und der Aufstieg mit dem TuS Schmidt, ehe eine Knieoperation ihn 1997 zum Aufhören bewegte.

Borussias Präsident Rolf Imdahl sagt: „Alle in unserer Mannschaft damals waren „seine Kinder“. Er war – wie heute Winni Hannes – unser wichtigster Trainer, ein Glücksfall für uns, wir alle zusammen waren eine Familie. Alle, die Hans Lipka gekannt haben, behalten ihn als durch und durch lebensfreudigen Menschen in Erinnerung. Mit dieser Lebensfreude konnte er alle anstecken.“ Hans Lipka wird uns als wertvoller Mensch und als hochangesehener Fachmann sehr fehlen. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Verwandten und Freunden.

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Artikel unter Mitwirkung des Zeitungsverlages Aachen