Fluch beenden am Freitag, den 13.

Zum Start ins Wochenende am Freitagabend empfängt die Borussia den VfL Alfter bei schöner Flutlicht-Atmosphäre im Stadion an der Ederener Straße (Anstoß 19.30 Uhr). Seit langem gab es für die Schwarz-Weißen gegen Alfter nichts zu feiern. Zehn Spiele in Folge hat Freialdenhoven gegen die Vorgebirgler aus dem Westen von Bonn nicht gewonnen. Den Fluch wollen die Borussen passenderweise am sagenumwobenen Freitag, den 13. beenden.

Yannick Kuhnke hält wenig von Aberglaube. Der Offensivakteur beobachtet lieber die Teamform: „Nach dem 2:0-Erfolg gegen Pesch sind wir wieder in der Spur. Ich bin zuversichtlich, dass Freitag, der 13. nur für den VfL ein schlechtes Omen ist. Seitdem ich hier bin, holten wir nie drei Punkte gegen Alfter. Das wollen wir am Freitag auf jeden Fall ändern!“ Selbst seine Mannschaftskollegen, die noch nicht so lange in Freialdenhoven spielen, wissen Bescheid, dass der letzte Sieg über fünf Jahre zurückliegt (2:1 am 7. März 2013) und ziehen genau daraus eine zusätzliche Motivation. „Die schwarze Serie wollen wir brechen“, verkündet Oskar Tkacz. „Wir sind alle heiß darauf oben dran zu bleiben“, hat der quirlige Außenspieler das Tableau im Blick, in dem die fünftplatzierten Borussen einen Rang vorrücken und im engen Tabellenbild auf vier Punkte an Spitzenreiter Herkenrath herankommen könnten.

In Pesch wurde Tkacz eingewechselt, erzielte in der 83. Minute ein tolles Tor zum 1:0 und sah die einzige Gelbe Karte des Spiels – fürs Trikotausziehen nach seinem Treffer (Foto). „Die Freude musste einfach raus“, sagt der Deutsch-Pole verschmitzt lächelnd. Wenigstens war die Strafe unkritisch – es bedeutete erst seine zweite Verwarnung in dieser Saison. Alexandru Daescu steht allerdings bei vier Gelben Karten und müsste bei der fünften einmal pausieren. Der Rumäne ersetzte neulich in der Innenverteidigung den weiter gesperrten Julian Wiersberg. Auch Okan Dikenli, der sich am Donnerstag einer erneuten Knie-Untersuchung unterzog, fehlt nach wie vor. Ansonsten hat Trainer Wilfried Hannes die personelle Qual der Wahl. Diverse Aufstellungsvariationen sind gegen Alfter möglich.

Bei den Gästen fehlen Tarik Dogan und Mehmet Dogan gesperrt. Mehmet Dogan scorte sehr oft gegen die Borussia, so auch im Hinspiel, als er und Eric Gweth den Volleyknaller von Daisuke Takai etwas glücklich umbogen. Das 2:1 markierte den ersten „Dreier“ des VfL nach zuvor acht sieglosen Partien. Mehmet Dogan plauderte in unserer Stadionzeitung „Borussen Echo“ selbstbewusst aus dem Nähkästchen: „Im Training machen wir schon Witze über die Duelle mit Freialdenhoven. Weil ich quasi immer gegen die Borussia treffe, wurde dort scherzhaft gesagt: ‚Eigentlich können wir dich alleine hinschicken mit ein paar Youngstern‘.“ Er und sein kongenialer Partner, der mehrfache Mittelrheinliga-Torschützenkönig Bayram Ilk, kommen mit steigendem Alter und manchen Verletzungen in dieser Saison nicht an die Top-Leistungen der Vorjahre heran und mit ihnen die Alfterer Mannschaft, die sich nach den starken Tabellenplätzen zwei und drei heuer im für sie sehr ungewohnten Abstiegskampf befindet. Ilk könnte seine Fußballschuhe im Sommer eventuell gegen den Co-Trainer-Stuhl tauschen. Zuletzt beim 0:2 gegen Arnoldsweiler fehlte der Routinier. Auch sonst verlief das Spiel keineswegs nach dem Geschmack von Trainer Hermann-Josef Werres. Nach der Paarung Wesseling – Merten am Donnerstag wird der Abstand des VfL auf die Abstiegszone in jedem Fall auf drei Zähler schmelzen. Alfter braucht daher die Punkte und auch die Borussen sind wie beschrieben siegeshungrig. Der Boden ist bereitet für einen spannenden Freitagabend in Freialdenhoven!

Medien:
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Hinspiel: 1:2-Niederlage