Erstmals nach Köln-Pesch

In dieser Saison folgten nach hart umkämpften Pokalspielen die deutlichsten Niederlagen in der Mittelrheinliga. Das Phänomen wiederholte sich beim Kreispokal-Halbfinale gegen Arnoldsweiler (3:2, anschließend 0:2 in Bergheim), in der ersten Mittelrheinpokal-Runde gegen Wegberg-Beeck (2:1, anschließend 0:3 gegen Herkenrath) und nun nach dem Viertelfinale gegen Fortuna Köln (1:2, anschließend 1:4 gegen Euskirchen). Diese Bilanz ist sicher kein Zufall. Trotzdem widerspricht Freialdenhovens Trainer Wilfried Hannes, dass der nach der Pokalschlacht gegen den Drittligisten zwangsläufig nicht volle Energietank für die schwache Leistung gegen Euskirchen verantwortlich war. In der ersten Halbzeit kontrollierte sein Team den Großteil der Partie, dann aber veränderte der von eigenen Fehlern eingeleitete Euskirchener Doppelschlag das Spiel am Ostermontag. „Wenn man vorne liegt, merkt man die gegen Fortuna gelassene Kraft nicht. Wenn man jedoch in Konter rennt und obendrein zurückliegt schon. Dann fällt vieles sehr schwer“, spricht der Ex-Profi aus eigener Erfahrung. An der Ederener Straße, wo nach wie vor die Mannschaft mit den wenigsten Gegentoren der Liga zuhause ist, ärgerte man sich über die groben Schnitzer und allgemeinen Defizite in der zweiten Hälfte. „Wir waren viel zu sorglos. Vielleicht braucht mancher ja auch mal eine Pause“,  sagte Hannes gereizt, ohne anzudeuten, wessen Auftritt ihm besonders missfiel und wo er die Elf eventuell umbaut. Als zusätzliche Alternative steht der zuletzt erkrankte Oskar Tkacz zur Verfügung. „Dass wir so ein Zweikampfverhalten an den Tag legen, so viele Bälle verlieren und offen sind, kenne ich so nicht. Wir hatten keinen Zugriff mehr.“ Auswärts beim FC Pesch am Sonntag (Anstoß 15.15 Uhr) wollen die Schwarz-Weißen wieder zupacken.

Der Borussen-Tross macht zum ersten Mal in dem linksrheinischen Kölner Stadtteil aus dem Regierungsbezirk Chorweiler Station. Die nach einem verdienten Vereinsfunktionär benannte Helmut-Kusserow-Sportanlage ist mit Kunstrasen, Vereinsheim inkl. Thekenbewirtung, kleiner überdachter Tribüne (Foto) und einigen Stufen auf der Gegenseite ausgestattet. Allerdings existieren nur wenige Parkplätze und die Stadt Köln soll gemäß Auskunft des FC nicht zimperlich sein beim Verteilen von Falschparker-Strafzetteln. Daher empfehlen wir eine Mitfahrt im Fanbus (Abfahrt 12.45 Uhr ab Kirmesplatz Freialdenhoven). „Es ist ein kleiner Platz und man muss nur die Tabelle lesen, um zu wissen, dass uns gerade dort ein Fight bevorsteht“, prophezeit Hannes einen schwierigen Gang zum Liga-Schlusslicht, das in der ersten Mittelrheinliga-Saison seiner Geschichte den direkten Wiederabstieg verhindern will.

Der letzte Sieg der vom gleichberechtigten Trainergespann Peter Mauß und Ali Meybodi betreuten Pescher datiert vom 5. November. Das Tor zum 1:0 gegen Alfter schoss der bei insgesamt sechs Treffern stehende Gaetan Maison, der 2014/15 zusammen mit dem Borussen Philipp Simon bei Bergheim 2000 spielte. Das „rettende Ufer“ in der Tabelle ist aus Pescher Sicht nur zwei Punkte entfernt, aber die Konkurrenz versetzt den FC in Zugzwang: Merten gewann zu Beginn der Rückrunde jeweils 2:1 gegen Bergisch Gladbach und Vichttal, Bergheim überraschte zuletzt mit einem 2:1 über Spitzenreiter Hennef. Auch Pesch ist so etwas zuzutrauen. Vor zwei Wochen holten die Kölner schon ein Unentschieden gegen Breinig (1:1), dem Verfolger der inzwischen auf Platz 5 rangierenden Borussia. Im Hinspiel gegen Freialdenhoven hielt die Pescher Defensive bis in die Schlussphase hinein, ehe ab der 87. Minute doch noch die verdienten Tore fielen durch Gérard Sambou (Elfmeter) und Nathan Ndombele. Hannes sieht sich im damaligen Verlauf bestärkt für die Marschroute am Sonntag: „Wir müssen auf der Hut sein und Ruhe bewahren, aber von Beginn an spielerisch und kämpferisch der Partie den Stempel aufdrücken.“

Bus / Adresse:
Der Bus fährt um 12.45 Uhr am Freialdenhovener Kirmesplatz ab.
Die Stadionadresse lautet: Ecke Escher Straße / Pescher Straße, 50767 Köln-Pesch.

Medien:
Facebook: Bildergalerie zum Spiel gegen Fortuna Köln [hier]
Liveticker: WDR-Videotext-Tafel 235 und 618 [hier]

Hinspiel: 2:0-Sieg

Foto: groundhopping.de