1:1 gg. Arnoldsweiler zum Nachlesen

Einen buchstäblichen Lokalkampf lieferten sich die Borussia und Viktoria Arnoldsweiler im Kreis Düren-Derby. Die Freialdenhovener waren mit ihrer Leistung vor 220 Zuschauern weniger zufrieden. Dabei hatte Kevin Kruth die Hausherren bei einer Freistoßhereingabe von Philipp Simon nach einer halben Stunde in Führung geköpft. Noch vor der Pause glich Arnoldsweilers Odagaki zum 1:1 aus (42.). Nach der 5:0-Galavorstellung der Borussen in Breinig fehlte diesmal öfter die Präzision im Passspiel und im Abschluss. So blieben echte Chancen auf den Sieg aus, obwohl der Freialdenhovener Druck in der zweiten Hälfte zunahm. Das verteilte Match endete schließlich mit einem gerechten Unentschieden, womit Freialdenhoven in der Tabelle weiter Zweiter ist. Die Partie zum Nachlesen:

vor dem Spiel: Zur Vorsicht entschließt sich Borussen-Trainer Hannes, den leicht angeschlagenen Werres im Freialdenhovener Tor durch Lovric zu ersetzen. Ansonsten läuft wieder die Erfolgself aus Breinig auf.

8. Minute: Von Lee kommt mit einem nach rechts verzogenen 21-Meter-Schuss die erste Duftmarke im Lokalduell.

14. Minute – Großchance Borussia: Tkacz, Lee und Simon kombinieren sich auf engstem Raum in den 16-Meter-Raum der Arnoldsweiler. Der angedrehte Schuss von Simon segelt knapp rechts oben am Winkel vorbei.

23. Minute: Mit einem viel zu hohen Freistoß aus zentraler Lage schreckt Viktorias N. Chouliaras die Nachbarschaft am Kunstrasen beim Nachmittagskaffee auf.

26. Minute – Großchance Arnoldsweiler: Der erste ernste Verstoß der „Kleeblätter“ wird dagegen richtig gefährlich. Dawodu zieht von der rechten Strafraumbegrenzung ab. Abgelenkt von Keeper Lovric, der ausgerechnet im Derby seinen ersten Ligaeinsatz für Freialdenhoven macht, scheppert die Kugel an den Außenpfosten.

30. Minute – Tor für die Borussia (1:0): Per Standard die Führung für die Schwarz-Weißen! Simon findet mit seiner Freistoßflanke von der linken Seite den gut eingelaufenen Kruth. Der Stürmer köpft das Leder kraftvoll und platziert in die linke untere Ecke.

40. Minute: Eine schnörkellose Stafette über Lee, Kruth und Simon schließt Letzterer ab, doch zwischen der Latte und dem Ball bleibt reichlich Raum.

42. Minute – Tor für Arnoldsweiler (1:1): Die Freialdenhovener klären den Ball nicht aus dem Gefahrenbereich und stören dann nicht energisch genug. Kisanuki dringt in den Strafraum ein und bedient mit einem kurzen Pass den nicht gedeckten Odagaki. Der Viktoria-Goalgetter hat keine Mühe aus fünf Metern.

Halbzeit: Ein verteiltes und – derbytypisch – kampfbetontes Match mit beiderseits schnellen Kombinationen. Die Borussen zeigen die etwas bessere Spielanlage, allerdings agieren die Gäste mutig und suchen mit direkten Angriffen den Weg in die Spitze. Da die Torszenen sich die Waage halten, ist ein Gewinner hier noch nicht abzusehen.

50. Minute: Simons Ecke von rechts köpft Fadel daneben.

52. Minute: Arnoldsweilers Stürmer Dawodu behauptet die Kugel mit dem Rücken zum Borussen-Gehäuse und legt auf S. Chouliaras ab. Der zielt aus 17 Metern rechts oben vorbei.

60. Minute: Der Freialdenhovener Druck nimmt zu, auch durch den ins Zentrum beorderten Sambou. Tkacz wird öfter gesucht. Gerade bekommt Kruth bei einer Hereingabe von Fadel nicht genug Power hinter den Ball.

67. Minute: Dikenli macht zwei Gegner nass und dann gerät der finale Pass erheblich zu lang. Ab und an fehlt die nötige Ruhe im Angriffsspiel der Hausherren.

79. Minute: Es ereignet sich viel im Mittelfeld. Beide Seiten versuchen mit Tempoverschärfungen durchzudringen, aber es schleichen sich auch einige Fehler ein. Dazu gesellen sich mehrere Verletzungspausen, sodass die Partie einen etwas fahrigen Eindruck hinterlässt. Nun liegt Kruth nach dem Ellenbogeneinsatz eines Viktoria-Verteidigers am Boden.

85. Minute: Auch wenn die Arnoldsweiler in die Defensive gedrängt sind, bringen sie einen Konter über Tafese zuende. Lovric ist bei dem 14-Meter-Schuss auf dem Posten.

90. Minute: Die Freialdenhovener Flanken finden keinen Abnehmer, so bleibt es beim Remis.

Stimme von Trainer Wilfried Hannes:
„Mit dem Punkt sind wir heute zufrieden, mit der Leistung nicht. Normalerweise verliert man sogar, wenn man so viele Fehlpässe produziert und so wenig Ballsicherheit zeigt. Wir kamen bereits nicht gut rein ins Spiel, wie das leider öfter so ist nach so einer ausgezeichneten Darbietung, wie der letzte Woche beim 5:0 in Breinig. Da dachten manche vielleicht auch, es geht automatisch so weiter, ohne was zu tun. Chancen hatten wir noch ein paar wenige, aber wir hatten nicht mehr verdient. Es war ein schwacher Auftritt im Verhältnis zu dem, was die Spieler eigentlich zu leisten imstande sind. Immerhin konnten sich die zuletzt verletzten Luca Fadel und Okan Dikenli nach guter Trainingsleistung wieder mit einem Einsatz einfinden.“

Stimme von Torwart Aleksandar Lovric:
„Am Freitag zeichnete sich beim Abschlusstraining ab, dass ich mein erstes Spiel machen sollte. Dass es dazu ausgerechnet im Derby kommt, ist natürlich eine besondere Situation. Die fehlende Spielpraxis spürte ich auch zu Beginn, obwohl das Team einem sehr gut hilft. Mit der dicken Chance von Arnoldsweiler, die ich an den Pfosten lenken konnte, kam das Selbstvertrauen und die Sicherheit. Leider ist es uns in dem hitzigen und umkämpften Duell nicht so gut gelungen, unseren guten Lauf fortzuführen. Aber wir sind weiterhin in der Rückrunde ungeschlagen. Jetzt blicken wir nach vorne und freuen uns auf Fortuna Köln.“

Aufstellung: Lovric – Kraus (46. Dikenli), Kreutzer, Wiersberg, Sambou – Lee (80. Schneider), Takai, Daescu (46. Fadel) – Simon, Kruth, Tkacz
Tore: 1:0 Kruth (30.), 1:1 Odagaki (42.)
Gelbe Karten: Daescu, Takai, Sambou
Schiedsrichter: Fuchs (Odenthal)