0:1 gg. Friesdorf zum Nachlesen

Mit einer knappen 0:1-Heimniederlage gegen den FC Blau-Weiß Friesdorf beginnt das Pflichtspieljahr 2018. Die Gäste aus Bonn starteten sehr druckvoll gegen zu passive Borussen und erzielten in dieser Phase durch Püttmann das Tor des Tages (16.). Nach einer halben Stunde wurden die Schwarz-Weißen deutlich präsenter und generierten über Alexandru Daescu, Philipp Simon, Kevin Kruth und Pascal Schneider einige Chancen. Hier hätte das 1:1 fallen müssen. Die zweite Hälfte verlief vor den Toren nicht so aktionsreich wie die aufregende erste, dafür blieb die temporeiche Auseinandersetzung vor 180 Zuschauern umkämpft und hektisch. Trotz des Freialdenhovener Anrennens sollte der Ausgleich leider nicht mehr gelingen. Die Partie zum Nachlesen:

vor dem Spiel: Die zweite Saisonhälfte musste anbrechen, ehe Trainer Hannes das Torjäger-Trio der vorherigen Spielzeit mit Kruth, Schneider und Simon erstmals gemeinsam und fit von Beginn an aufs Feld entsenden kann. Für die in der letzten Woche verletzt ausgefallenen Außenverteidiger Dikenli (gebrochener Daumen) und Fadel (schwere Rippenprellung) beordert der 60-Jährige den Südkoreaner Lee auf die linke Abwehrseite.

7. Minute – Großchance Friesdorf: Eine einstudierte Eckballvariante sorgt für die erste pikante Situation. Kartal befördert die Kugel flach an den Elfmeterpunkt. Zwei Friesdorfer täuschen eine Bewegung zum Ball an und machen so den Weg frei für Idrizi. Sein Schuss ist zu mittig, Werres nimmt beide Fäuste.

14. Minute: Lee spielt Sambou auf dem falschen Fuß an. Die Gäste wollen den Fauxpas nutzen und schalten blitzschnell um. Den Pass von Idrizi vors Tor hebt Werres problemlos auf.

16. Minute – Tor für Friesdorf (0:1): Mit einem langen Ball gelangen die Friesdorfer Offensiven an den Borussen-Strafraum. Dort behauptet Edson das Spielgerät mit seinem großgewachsenen Körper. Von der Grundlinie legt er das Leder zurück ins Zentrum, wo der von der Deckung missachtete Püttmann locker aus vier Metern einnetzt.

21. Minute – Großchance Friesdorf: Die Elf von Coach Brunetto kombiniert sich durch die Mitte. Kamm leistet die Vorarbeit für Hoxhaj, der am 16-Meter-Raum zu viel Freiraum genießt und sich die Pille zurechtlegen kann. Am rechten Pfosten rollt sie vorbei, Werres wäre machtlos gewesen.

22. Minute: Der 26-Meter-Freistoß von Kapitän Kreutzer zerschellt in der Bonner Mauer.

26. Minute – Großchance Borussia: Eine Flanke von Lee köpft Daescu in Richtung des linken unteren Ecks. Torhüter Weidner muss sich strecken, um den Ball noch zu entschärfen.

30. Minute – Großchance Borussia: Schwarz-weiß taut auf, wieder strahlen die Hausherren größere Gefahr aus: Zwar verliert Kruth ein Luftduell, aber das Leder landet bei Simon, dessen 14-Meter-Aufsetzer für Weidner schwierig zu halten war.

35. Minute: Aus der Ferne zielt Takai in den Winkel, doch die Hand des Friesdorfer Schlussmanns ist rechtzeitig zur Stelle.

40. Minute – Großchance Borussia: Eine ganze Reihe von Top-Chancen! Erst muss Weidner bei einem strammen Schuss von Simon aus halblinker Lage übergreifen. Anschließend findet Simon bei seiner Ecke Kruth, dessen Kopfball der Keeper mit seiner Krakenhand herausholt. Wenig später sind Kruth und Schneider im Mittelpunkt eines Tumults im Friesdorfer Fünf-Meter-Raum. Ein Versuch kullert an den Pfosten, danach wird auf der Linie geklärt!

44. Minute: Bei einem Zweikampf zwischen Hoxhaj und Kreutzer hätten sich die Freialdenhovener über einen Elfmeterpfiff wohl nicht beschweren können.

Halbzeit: Die Tabellennachbarn bieten den Fans an diesem sonnigen Nachmittag ein attraktives Offensivspektakel in hoher Geschwindigkeit. Nachdem die Borussen anfangs bei den Friesdorfer Ballzirkulationen meist nur Zuschauer waren, wäre der Ausgleich angesichts der Freialdenhovener Hochkaräter in der zweiten Hälfte des ersten Durchgangs inzwischen mehr als gerechtfertigt. Aufpassen muss man bei den abgezockten Gästestürmern aber jederzeit.

50. Minute: In Rücklage gerät Kruth, sodass er die von links kommende Schneider-Hereingabe aus zwölf Metern nicht scharf machen kann.

61. Minute: Simon luchst Friesdorfs Biermann den Ball ab und visiert das kurze, obere Eck an. Weidner pariert stark.

67. Minute: Freialdenhoven macht viel nach vorne, Friesdorf verlagert sich eher aufs Kontern. Einen Gegenzug beendet Gästeakteur Kartal mit einem Versuch aus 17 Metern, der weit drüber segelt.

78. Minute – Großchance Friesdorf: Wie beim einzigen Tor kommt Edson rechts durch und sucht Püttmann am ersten Pfosten. Diesmal vergibt der Stürmer aus drei Metern. Die Spannung bleibt erhalten.

79. Minute: Hannes bringt Abwehrmann Wiersberg für Offensivkraft Schneider und schickt damit Kreutzer dauerhaft in den Angriff. Die Friesdorfer scheinen verwirrt und der Kapitän hat gleich den ersten Abschluss aus spitzem Winkel. Zum ersten Mal lässt Keeper Weidner die Kugel nach vorne prallen, aber Geburtstagskind Tkacz erreicht das Leder nicht.

84. Minute:  Nach einem flachen Zuspiel von Tkacz wird Simons vielversprechender Acht-Meter-Schuss von Kruths Bein geblockt.

Nachspielzeit: Hektik pur, an der auch die komplett stehende Friesdorfer Bank beteiligt ist. Beide Seiten teilen aus, sodass Schiedsrichter Schieren in seiner Bilanz insgesamt acht Gelbe Karten einträgt. Flanke um Flanke fliegt in den Friesdorfer Strafraum, am Ende mischt sogar Torhüter Werres vorne mit, doch für den Ausgleich langt es nicht mehr.

Stimme von Freialdenhovens Trainer Wilfried Hannes:
„Wir drückten auf den Ausgleich, aber der Friesdorfer Torwart hat etliche Möglichkeiten vereitelt. Allerdings sehe ich es auch so, dass wir heute noch ewig hätten weiterspielen können, trotzdem hätten wir wohl kein Tor gemacht. Wir haben die ersten 20 Minuten des umkämpften Duells verschlafen, vor allem aber unsere Chancen nicht genutzt.“

Stimme von Friesdorfs Trainer Giuseppe Brunetto:
„Freialdenhoven war unser stärkster Gegner in dieser Saison. Das Spiel hatte eine hohe Qualität mit zwei Mannschaften auf Augenhöhe. Zur Pause hätte es auch gut und gerne 4:2 oder 4:3 stehen können. Es gab vor allem in der zweiten Halbzeit viele Emotionen und ehrlicherweise hätte schlussendlich keine Mannschaft den Sieg verdient gehabt. Ich glaube, unser Keeper brachte die Borussen mit einer Reihe von Glanzparaden an den Rand der Verzweiflung. Meine Mannschaft hat es jedoch auch geschafft, sich immer wieder vom Druck der Borussia zu befreien und selbst Offensivakzente zu setzen. Am Ende hielt unser starker Torwart den knappen Erfolg fest.“

Aufstellung: Werres – Kraus, Kreutzer, Sambou, Lee (64. Tkacz) – Simon, Takai, Daescu – Kuhnke (46. Nock), Kruth, Schneider (78. Wiersberg)
Tor: 0:1 Püttmann (16.)
Gelbe Karten: Takai, Daescu, Kruth, Kraus, Simon
Schiedsrichter: Schieren (Hückelhoven)