Sonne und dunkle Wolken beim Personal

Einige Borussen waren am Sonntag buchstäblich von der Sonne angestrahlt. Wolfgang Nock erzielte gegen Merten sein erstes Saisontor (wie Yannick Kuhnke), Bahadir Güler traf ebenfalls und Philipp Simon gab nach hartnäckiger Bänderverletzung sein Einsatzdebüt in dieser Spielzeit (auf dem Foto von rechts, zum Vergrößern Foto anklicken). Aber es zogen am Wochenende auch dunkle Wolken bei der Freialdenhovener Personallage auf, vor allem im Abwehrzentrum. Julian Wiersberg musste nach zwölf Minuten raus, nachdem er bei einem Kopfballsprung ohne Gegnerkontakt schief auf dem Boden aufkam. Dabei erlitt der 22-Jährige – wie sich bei einer späteren Untersuchung herausstellte – unglücklicherweise einen Mittelfußbruch, der bereits am heutigen Mittwoch im Dürener Krankenhaus erfolgreich operiert wurde. Die Ärzte rechnen mit einer Zwangspause von etwa drei Monaten.

Sein Stammpartner in der Innenverteidigung, Christian Kreutzer, ging bereits unter Schmerzen in die Partie. Nach den 90 Minuten vergrößerten sich seine Beschwerden, sodass sich der Verdacht auf einen Muskelfaserriss zu erhärten scheint. Wie sich der weitere Heilungsverlauf beim Kapitän darstellt, ist derzeit ungewiss.

Einen Termin für seine Rückkehr hat dagegen der seit dem zweiten Spieltag mit einem Schlüsselbeinbruch aussetzende Pascal Schneider vor Augen. Ende November werden die Fäden in seiner Schulter gezogen. Danach könnte der dienstälteste Borusse, der aktuell Lauftraining absolviert, direkt voll einsteigen. Damit würde er zeitgleich mit dem im November gesperrten Kevin Kruth wieder zur Verfügung stehen. Nathan Ndombele ist ebenfalls zuversichtlich. „Ohne Belastung merke ich den Muskelfaserriss nicht mehr. In dieser Woche fange ich mit laufen und Fahrrad fahren an“, berichtet der Angreifer. Wenn alles nach Plan verläuft, würde er in zwei Wochen sein Comeback angehen.

Es gibt aber auch kurzfristige Rückkehrer bei den Schwarz-Weißen: So erholte sich Leon Ruhrig schneller als gedacht von seinem Muskelfaserriss. Die letzte Ultraschalluntersuchung erteilte ihm grünes Licht fürs Mannschaftstraining. Bereits am gestrigen Dienstag mischte der 20-Jährige wieder mit. „Aufgrund der ungewohnten Belastung habe ich noch leichte Probleme. Es wird sich herausstellen, ob es bereits für Sonntag reicht, aber ich denke positiv“, sagt Ruhrig. Moritz Kraus ist bei der Auswärtspartie in Wesseling-Urfeld (Anstoß 14.45 Uhr, Ulrike-Meyfarth-Stadion, Jahnstraße) definitiv wieder im Aufgebot. Seine einmalige Sperre nach seiner fünften Gelben Karte saß der Allrounder gegen Merten ab.

Bleibt der Blick auf die Langzeit-Fehlenden: Jan-Niklas Schregel (wegen seines Studiums in den USA) und Takato Fukuhara (aus familiären Gründen in Japan) verweilen auf jeden Fall bis Weihnachten in Übersee. Torwart Stefan Kemmerling hingegen verspürt Besserung nach seinem Kreuzbandriss. Die Kniespezialisten von PhysioSport in Köln-Deutz führten ihn durch gezielte Physiotherapie sowie individuelle Rehamaßnahmen an die alte Belastungsfähigkeit heran. So hofft der Keeper darauf, noch im November mit individuellem Training auf dem Platz beginnen zu können.