Heimspiel gg. Hennef zum Nachlesen

Dynamik, hitzige Zweikämpfe, massig Strafraumszenen, wechselnde Führungen – das Heimspiel gegen den FC Hennef 05 bot den Zuschauern in höchstem Maße aktions- und abwechslungsreiche 90 Minuten. Leider hatten die Gäste das bessere Ende für sich. Sie wahren mit dem 3:2 ihre Chance auf den Klassenerhalt. Beim FC glänzte Sakae Iohara, der an allen drei Hennefer Toren beteiligt war. Der Japaner traf schon nach fünf Minuten zum 1:0 (Seitfallzieher), doch Freialdenhoven gab rasch mit einem fulminanten Doppelpack die Antwort. Kevin Kruth und Pascal Schneider drehten innerhalb weniger Sekunden das Resultat (10./11.), bevor Hennef durch Fabian Montabell per Elfmeter ausglich (21./Gérard Sambou schubste Iohara). Nach der Pause ging es umkämpft und spannend weiter. Hennefs Dennis Eck köpfte eine Flanke von Iohara ein (54.). Die Borussen versuchten viel, scheiterten zweimal am Pfosten (Philipp Simon, Pascal Schneider) und stampften letztlich sehr unzufrieden vom Platz bei nur einem Sieg aus den vergangenen neun Partien.
Die Begegnung zum Nachlesen:

vor dem Spiel: Simon ist nach seinem Narbenriss wieder fit genug für die Startelf und verdrängt Tkacz. Der von Rückenschmerzen geplagte Kreutzer muss passen. Seinen Platz in der Abwehr übernimmt der in Arnoldsweiler erkrankt fehlende Wiersberg.

2. Minute – Großchance Hennef: Die erste Ecke der Gäste bedeutet gleich Gefahr. Jahn bringt sie von rechts an den ersten Pfosten, Jamann köpft exakt, aber Borussen-Keeper Ljubicic entschärft vor der Linie.

5. Minute – Tor für Hennef (0:1): Ein langer Ball hebelt die gesamte Abwehr aus. Eck ist auf und davon, hebt von der Grundlinie auf Iohara, der aus elf Metern zum Seitfallzieher ansetzt. Der Ball springt auf, Ljubicic fällt nach hinten und kann mit den Füßen nicht mehr verhindern, dass die Kugel über die Linie rollt.

9. Minute – Großchance Borussia: Freialdenhovener Vollversammlung im Strafraum der Gäste nach einer Ecke. Die Hennefer blocken einige Schussversuche. Abschließend bedient Kraus im Getümmel Kruth, der dem Leder am Fünf-Meter-Raum mit der Hacke eine Richtungsänderung gibt. FC-Schlussmann Altmann passt auf und packt zu.

10. Minute – Tor für die Borussia (1:1): Mit schnörkellosen Offensivaktionen kommen die Hausherren zum Ausgleich. Szymczewski treibt über die linke Seite an und setzt seinen Vordermann Schneider in Szene. Dieser legt passgenau rüber zum energisch in Position gelaufenen Kruth. Der Stürmer schießt mit einem direkten Abschluss aus sieben Metern ein.

11. Minute – Tor für die Borussia (2:1): Der Treffer weckt das bis dato noch nicht erkennbare Selbstbewusstsein bei den Freialdenhovenern. Sofort nachdem Hennef den Anstoß ausführte, attackiert Schneider im Sprint, luchst dem Verteidiger den Ball ab und vollendet aus 14 Metern per Drop-Kick ins kurze Eck – ein umjubelter Doppelschlag!

21. Minute – Elfmeter und Tor für Hennef (2:2): Iohara stellt geschickt seinen Körper ein und sinkt bei einem Schubser von Sambou leicht zu Boden. Schiedsrichter Fuchs reicht das für einen Strafstoß. Ljubicic springt ins richtige Eck, aber der ehemalige Bundesliga-Spieler Montabell (Hannover 96) zielt zu genau.

31. Minute: Kraus erobert den Ball stark, Daescu leitet den Angriff ein. Schneider sieht den im Rückraum heranstürmenden Simon nicht, der gemeinsam mit Kruth nur einem Abwehrspieler entgegenstehen würde. Stattdessen zieht er selbst drauf und verfehlt deutlich.

36. Minute: Ein Hennefer Pass gleitet in die Schnittstelle der Freialdenhovener Viererkette. Wiersberg rettet mit der Grätsche vor dem einschussbereiten Iohara.

37. Minute: In dieser Phase bekommt die Borussia den Ball nicht geklärt. Vom rechten Rand des Fünf-Meter-Raumes schließt Hennefs Eck ab. Ljubicic hält eine Fußabwehr dagegen.

Nachspielzeit – Großchance Hennef: Mit einem schnell ausgeführten Einwurf überrumpelt der FC die Hintermannschaft der Schwarz-Weißen. Mit den Fäusten pariert Ljubicic den aus halblinker Lage abgegebenen Versuch von Mai.

Halbzeit: Das Spiel ist nicht hochklassig, denn die Aktiven leisten sich zu viele Fehler. Dafür geht es rassig hin und her und man spürt den Siegeswillen aller. Ein sehr interessanter Fußballnachmittag für die Zuschauer.

46. Minute: Schneider kommt links durch, doch sein Schuss ist nicht präzise genug.

51. Minute: Simon inszeniert einen schönen Angriff über rechts und findet Schneider im Zentrum. Dem misslingt die Annahme.

54. Minute – Tor für Hennef (2:3): Ioharas Flanke von rechts gelangt zum kaum bedrängten Eck, dessen Kopfball gegen die Laufrichtung des Torwarts platziert neben dem rechten Pfosten einschlägt.

56. Minute: Hennefs Ehrenstein steigt hart gegen Kruth ein. Weil er den Borussen mit den Stollen im Gesicht trifft, ist er mit Gelb noch gut bedient.

58. Minute – Großchance Borussia: Pech für Freialdenhoven! Simons Freistoß aus 27 Metern klatscht an den Pfosten. Direkt danach säbelt Szymczewski in aussichtsreicher Position unter die Hereingabe von Schneider. Aufregung herrscht, weil niemand den Ball herausspielt, obwohl von jeder Seite ein Spieler mit Schmerzen auf dem Rasen liegt.

65. Minute: Simon wird hart gefoult. Den anschließenden Freistoß tritt er dennoch und findet den Kopf von Daescu. Altmann pflückt die Kugel herunter.

67. Minute – Großchance Hennef: Sambou macht ein viel zu kurzes Rückspiel auf Ljubicic. Dabers erläuft das Leder, umkurvt den Keeper und trifft zur Frustration der mit Trommeln und Megaphon ausgestatteten Hennefer Fans trotzdem nur das Außennetz.

71. Minute: Das ist auch der Zielort vom Versuch seines Teamkollegen Viehweger, nachdem er von halbrechts in den Strafraum hinein dribbelte.

77. Minute – Großchance Borussia: Schneider setzt sich auf der Außenbahn energisch im Laufduell gegen einen Gegenspieler durch. Der Linksaußen behält die Balance, obwohl er touchiert wird. Bei seinem Schuss aus spitzem Winkel steht erneut nur der Pfosten dem Ausgleich im Weg!

81. Minute: Ein Spannschuss von Eck zischt knapp links am Freialdenhovener Gehäuse vorbei.

Nachspielzeit: Viele Flanken der Borussen gegen die massiv vor dem eigenen Tor formierten Gäste, aber kein Abnehmer oder kein erfolgreich verwerteter zweiter Ball – Altmann bekommt nichts mehr zu tun.

Aufstellung: Ljubicic – Kraus, Wiersberg, Sambou, Szymczewski – Ruhrig (70. Sadiku), Daescu (81. Lubishtani) – Kuhnke (70. Tkacz), Simon, Schneider – Kruth
Tore: 0:1 Iohara (5.), 1:1 Kruth (10.), 2:1 Schneider (11.), 2:2 Montabell (21./Foulelfmeter), 2:3 Eck (54.)
Gelbe Karte: Tkacz
Schiedsrichter: Fuchs (Odenthal)