„Alle“ fit für erstes Heimspiel 2017

Die Sportanlage ist präpariert, die Cafeteria und der Imbissstand hergerichtet und die Trainingstore entfernte die Mannschaft nach ihrem Abschlusstraining auch vom Platz (Foto): Alles ist vorbereitet an der Ederener Straße für den Sonntagnachmittag und das erste Mittelrheinliga-Heimspiel im Kalenderjahr 2017! Das Wetter scheint die Winterpause ebenfalls für beendet erklärt zu haben. Trockene Bedingungen und frühlingshafte 13°C sind gemeldet. Dies sollte neben der Vorfreude auf den endlich wieder beginnenden Meisterschaftsfußball in Freialdenhoven als zusätzlicher Anreiz für einen ansprechenden Besucherzuspruch dienen. Mit der Unterstützung ihrer Anhänger möchte die Borussia am Sonntag ab 15.00 Uhr gegen den FC Blau-Weiß Friesdorf einen guten Start ins neue Heimspieljahr hinlegen. Am besten soll der erste „Dreier“ überhaupt auf dem neuen Kunstrasenplatz her, denn dort wird die Begegnung ausgetragen. Durch den Regen der letzten Tage ist der Rasenplatz zu tief (das Derby Bergisch Gladbach – Herkenrath auf Naturrasen wurde bereits abgesagt).

Die ersten beiden Ligapartien auf dem im Sommer eröffneten Kunstrasen schloss die Mannschaft im Dezember mit nur einem Punkt gegen Windeck (1:3) und Hürth (1:1) ab. Zu dieser Zeit pfiff man allerdings personell aus dem letzten Loch und sehnte die Saisonunterbrechung geradezu herbei. Jetzt ist die Lage ganz anders: Außer den dauerhaft Fehlenden Stefan Kemmerling (Kreuzbandriss), Jérôme Muckel (Sprunggelenkverletzung), Jan-Niklas Schregel (Studium in den USA) und Fabian Jopek (Stand-by) sind alle aus dem 24-köpfigen Kader am Sonntag im Aufgebot und fit. Auch Okan Dikenli ist nach überstandenem Kreuzband- und Meniskusriss erstmals wieder dabei. Diese Auswahl bietet schon mal beste Voraussetzungen für das Duell mit Friesdorf.

Vom Tabellenzehnten hat Wilfried Hannes eine hohe Meinung. Der Borussen-Trainer äußert sich überzeugt, dass die Platzierung nicht die wahre Leistungsfähigkeit des Teams aus dem Bonner Stadtteil wiedergibt. In unserem Interview rechnet Hannes damit, dass die Blau-Weißen „in der Tabelle mit ziemlicher Sicherheit nach oben steigen werden“ (hier geht’s zum kompletten Interview). Die Defensive der Friesdorfer ist in der Tat mit nur 20 Gegentoren die drittbeste der Liga, unmittelbar vor der Borussia mit 21. Dazu kamen die Freialdenhovener Gäste am letzten Wochenende kometenhaft aus den Startblöcken: Beim 6:0 gegen Siegburg zeigten sie ihre stärkste Saisonleistung und fuhren ihren höchsten Sieg ein. Die lokalen Gazetten überschlugen sich mit Komplimenten für den „berauschenden Galaauftritt“ (Zitat aus dem „Bonner General-Anzeiger“), in dem der gefährlichste Friesdorfer Lukas Püttmann seine Ausbeute auf sechs Saisontore schraubte und auch Winter-Neuzugang Tiziano Lo Iacono gleich einen Doppelpack schnürte. Bemerkenswert: Siegburg war bis zur herben Schlappe gegen Friesdorf Vierter und kassierte in den vorangegangenen 16 Spielen zusammen nur 15 Gegentreffer. „An der großartigen Leistung müssen wir uns messen lassen“, legt Coach Giuseppe Brunetto die Latte hoch für seine Blau-Weißen.

In jedem Fall erwartet man im Borussen-Lager eine spielerischere Auseinandersetzung als in der vergangenen Woche. Das 3:0 beim Schlusslicht Rheinbach verlief lange mühsam. „Letztlich nahmen wir das reine Kampfspiel auf dem miserablen Platz an. Nach der Vorbereitung waren wir durch die tollen Bedingungen auf unserer Anlage zunächst vielleicht etwas verwöhnt“, vermutet Hannes. Zumindest das Geläuf erfüllt am Sonntag wieder die Ansprüche höchster Güte. In die Komfortzone dürfen die Freialdenhovener aber nicht verfallen, damit es mit dem ersten Sieg auf Kunstrasen klappen kann.

Medien:
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Hinspiel:
3:1 für Freialdenhoven – Das kämpferische, intensive Spiel hatte eine Geschichte: Immer nach einer vergebenen Großchance der Friesdorfer schlug die Borussia eiskalt zu. Zunächst hielt Stefan Kemmerling einen Elfmeter. Im Gegenzug fiel das 1:0 für Freialdenhoven. Ähnlich beantworteten die Borussen einen Friesdorfer Lattenschuss postwendend mit dem 2:0. Die Treffer erzielten Kevin Kruth und Pascal Schneider (2) bei einem Gegentor von Takahiro Higa zum zwischenzeitlichen 2:1.