Sonntag, 1. Mai 2016 - 23:37 Uhr
Bonn schießt sich Richtung Aufstieg

Viele im Stadion an der Ederener Straße erwarteten ein ausgeglichenes Duell zwischen den beiden besten Defensivreihen der Mittelrheinliga. Heraus kam aber ein Galaauftritt und gerechtfertigter 4:0-Erfolg des Bonner SC, der der Borussia in den 90 Minuten mehr Gegentore einschenkte, als sie zuvor in der gesamten Saison auf eigenem Terrain kassierte (3). "Wir haben gegen die beste Mannschaft der Liga und den künftigen Regionalligisten verloren", zollte Trainer Wilfried Hannes dem Spitzenreiter Respekt. "Der Bonner SC war uns in allen Belangen überlegen."

Lautstark und mit diversen Gesängen wurden die Bundesstädter von ihren mit zwei Bussen angereisten Fans unterstützt, was zu einer schönen Kulisse mit 250 Zuschauern (leider nicht wie in einigen anderen Berichten behauptet 600 Besuchern) bei prächtigem Sonnenschein beitrug. Da es bei dem Bonner Gastspiel in Arnoldsweiler zu Undiszipliniertheiten einiger Anhänger kam, rückten 20 Polizisten zur Beobachtung der Anhängerschaft aus; es blieb aber absolut friedlich und freundlich. Ihre Mannschaft sahen die Bonner von Anfang an im Vorwärtsgang: Abdelkader Maouel verwickelte den als Rechtsverteidiger für den gesperrten Okan Dikenli in die Viererkette beorderten Fabian Jopek in einen Zweikampf und setzte das Leder aus 15 Metern halblinker Position über den Kasten (3.). Aus identischer Lage zwang Rachid Eckert Freialdenhovens Keeper Sascha Rodemers zu einer reaktionsschnellen Fußabwehr (14.). Nur drei Minuten später fiel schon das 0:1: Maouels flache Hereingabe von links erwischte Ricardo Retterath eigentlich nicht richtig, der hoppelnde Ball glitt Rodemers aber aus den Händen. "Dieser Treffer passierte viel zu früh und war Gift für den Spielverlauf", meinte Hannes.

Zunächst jedoch konnte sich die Borussia mehr in Szene setzen. Mark Szymczewski sorgte in dieser Phase für die einzige echte Torchance der Hausherren an diesem Tag. Sein 18-Meter-Schuss senkte sich leider etwas zu spät (32.). Diese Aktion beantworteten die "Rheinlöwen" postwendend mit ihrem zweiten Treffer: Julian Wiersberg rettete gegen den nach einer Flanke von rechts freistehenden Maouel mit dem Fuß. Die Kugel gelang zu Daniel Somuah, der aus sechs Metern gezielt Maß nahm (33.). Deutlich erkennbar forderte das Freialdenhovener Trainerteam eine aktivere Gegenwehr, mehr Aggressivität und Gedankenschnelligkeit. Bonns Coach Daniel Zillken lehnte angesichts der Souveränität seiner Elf währenddessen entspannt an der Bande, spätestens nachdem Eckert über einen schönen Doppelpass mit Maouel aus 14 Metern in der zweiten Halbzeit zum 3:0 einnetzte (52.).

Die in der Pause mit der Einwechslung von Kelly Ajuya für Alexandru Daescu auf einigen Positionen veränderten Borussen waren dem kontrollierten, spielstarken Tabellenführer mit seinen schlagartigen Tempoverschärfungen zumindest an diesem Maifeiertag nicht gewachsen. Philipp Simon brachte es immerhin zu einem Abschluss. Dieser segelte aber auf das künftige Kunstrasengelände (56.). Ebenso beim verpuffenden Freistoß von Yannick Kuhnke (76.), dem knapp vorbei gehenden Schuss von Ajuya, der allerdings im Abseits stand (83.), und Pascal Schneiders Versuch (89.) musste der BSC-Keeper nie eingreifen. Beim 4:0 gesellte sich auch noch Pech dazu, als Christian Kreutzer einen Freistoß in der Nähe der Grundlinie klären wollte und sein Querschläger über Rodemers hinweg bei Bonns Andreas Dick landete, der nur den Schlappen hinhalten brauchte (60.).

"Wir können es besser. Aber mit dem 0:2 nach einer guten halben Stunde ist gegen eine solch versierte Mannschaft das Selbstvertrauen weg, obwohl wir zwischen den ersten beiden Gegentoren ordentlich mitspielten. Bonn steigt zu Recht auf; das haben sie nachgewiesen", griff Hannes etwas vor. Während die Bundesstädter die Meisterschaft in Freialdenhoven noch nicht eintüten konnten (der VfL Alfter ist noch im Rennen), hofften die Verantwortlichen darauf, die mitgebrachten Aufstiegsshirts überstreifen zu dürfen. Der SV Bergisch Gladbach – einzig verbliebener Kontrahent, der ebenfalls die Lizenz für die Regionalliga beantragte – gewann jedoch seine Begegnung gegen den TSV Germania Windeck mit 4:0, weshalb er den BSC theoretisch noch abfangen könnte. Es dürfte allerdings eine Frage der Zeit bis zur rechnerischen Klärung des Aufstiegs sein: Bonn benötigt nur noch einen Punkt aus den letzten fünf Spielen.

Borussia: Rodemers - Jopek (77. Jansen), Kreutzer, Wiersberg, Ebisu - Sambou (71. Nock), Daescu (46. Ajuya) - Szymczewski, Simon, Kuhnke - Schneider
Tore: 0:1 Retterath (17.), 0:2 Somuah (33.), 0:3 Eckert (52.), 0:4 Dick (60.)


Sonntag, 1. Mai 2016 - 11:23 Uhr
Spiel findet statt

Zur Sicherheit für alle Zuschauer nach der instabilen Wetterlage der letzten Tage geben wir offiziell bekannt, dass das heutige Heimspiel gegen den Bonner SC stattfindet (den Vorbericht finden Sie unterhalb dieser Meldung). Bis später um 15.00 Uhr an der Ederener Straße!


Samstag, 30. April 2016 - 16:10 Uhr
Wie passend: Tabellenführer kommt am Tag der Arbeit

Ein wenig besorgt schaute Achim Gehlen beim Abschlusstraining der 1. Mannschaft am Freitagabend gen Himmel. Ununterbrochen tropfte der Regen auf den Rasen im Stadion an der Ederener Straße. "Ein gewisses Absagerisiko besteht, wenn es so weiter regnet", bedauerte Borussias Geschäftsführer. "Aber wir hoffen alle, dass der Austragung nichts im Wege steht, denn wir freuen uns auf das Spiel."

Die Vorfreude auf ein Topmatch in der Mittelrheinliga zwischen den gastgebenden, drittplatzierten Freialdenhovenern und dem Spitzenreiter Bonner SC am Sonntag, 1. Mai, 15.00 Uhr zieht sich in der Tat durch den Verein. Obgleich die Partie eine große Herausforderung für das Team von Wilfried Hannes darstellt gegen die in der Tabelle haushoch führenden Bundesstädter, was dem "Tag der Arbeit" für unsere Mannschaft eine ganz andere Bedeutung gibt.

Fakten für die Dominanz der "Rheinlöwen" in dieser Saison gibt es einige: So musste der ohnehin erst dreimal geschlagene BSC bislang nur eine Auswärtsniederlage hinnehmen – beim Tabellenzweiten VfL Alfter (0:2); der Mannschaft aus der Nachbargemeinde Bonns, die uns am kommenden Mittwoch (19.30 Uhr) das zweite Spitzenspiel an der Ederener Straße innerhalb von vier Tagen beschert. Alfter ist trotz elf Punkten Rückstand der einzig verbliebene Kontrahent für die Bonner auf deren Weg zum verdienten Regionalliga-Aufstieg. Der BSC-Trainerstab um Daniel Zillken räumt der Begegnung in Freialdenhoven eine hohe Wichtigkeit ein. Passend dazu haben sich viele Fans aus der ehemaligen Hauptstadt zur Unterstützung angekündigt.

Mut macht den Borussen aber der Verlauf des Hinspiels, in dem die Schwarz-Weißen im Sportpark Nord mit 2:0 führten (Endstand 2:2), und dazu die beeindruckende Statistik der letzten Heimauftritte; schließlich erzielte im Jahr 2016 noch keine Gastmannschaft in Freialdenhoven ein Tor. "Die Bonner sind sehr spielstark und möchten den Aufstieg schnell perfekt machen, aber wir sind ein ernstzunehmender Gegner und wollen es ihnen mit hohem Körpereinsatz schwer machen", sagt Borussias Kapitän Christian Kreutzer in der Vereins- und Stadionzeitung „Borussen Echo“, die morgen wie immer an den Eingangskassen und der Caféteria kostenlos erhältlich ist. Kreutzer wird im Duell der am besten verteidigenden Teams der Liga (Bonn 18 Gegentreffer, Borussia 19) mit einem neuen Mitspieler in der Viererabwehrkette agieren. Okan Dikenli fehlt nach seiner Gelb-Roten Karte aus der Partie in Euskirchen gesperrt.


Mittwoch, 27. April 2016 - 07:19 Uhr
Kunstrasenbau: Aktueller Stand

Seit Montag, 18. April, laufen die Arbeiten, um den Aschenplatz an der Ederener Straße in ein erstklassiges Kunstrasenspielfeld umzuwandeln. Trotz der mitunter schwierigen Wetterbedingungen sind Fortschritte bereits deutlich erkennbar. So wurde ein Großteil der Asche bereits abgetragen und die Hälfte der Pflastersteine als künftige Spielfeldumrandung verlegt. Wir halten Sie an dieser Stelle wöchentlich über die weiteren Entwicklungsschritte auf dem Laufenden.


Sonntag, 24. April 2016 - 19:08 Uhr
Zwei völlig verschiedene Halbzeiten und ein Schocker am Ende

Zwei vollkommen verschiedene Halbzeiten und ein Punkte raubendes Gegentor in der letzten Minute wie schon bei den Auswärtspartien beim VfL Leverkusen (2:3) oder FC Hennef 05 (1:1): Nach vier Ligasiegen in Serie kehrten die Freialdenhovener leider mit leeren Händen aus dem Erftstadion des TSC Euskirchen zurück – 2:3.

Die ersten 45 Minuten waren jene, in denen die Borussia nach den stolzen letzten Auftritten nicht wiedererkennbar war. "Die erste Hälfte haben wir verschlafen. Wir waren nicht präsent, in den Zweikämpfen zu weit weg und geradezu pomadig", ärgerte sich Trainer Wilfried Hannes. Ein Team mit der Qualität des Tabellenfünften Euskirchen nutzt eine solch schlechte Verfassung und bescherte den gegenüber dem Derby gegen Arnoldsweiler (4:0) auf zwei Positionen veränderten Gästen (Fabian Jopek für Wolfgang Nock und Philipp Simon für den mit Magen-Darm-Virus zuhause gebliebenen Mark Szymczewski) den denkbar schlechtesten Auftakt: Von einer Unstimmigkeit zwischen Christian Kreutzer und Sascha Rodemers an der Strafraumgrenze profitierte Lukas Kremer. Nach gerade einmal zwei Minuten hieß es 1:0. Und Euskirchen legte über den per Steilpass bedienten Sascha Engel, der frei vor Rodemers auftauchte, schnell das zweite Tor nach (18.).

Hannes entsandte ein Zeichen seiner maßlosen Unzufriedenheit und holte Jopek nach 18 Minuten vom Feld. Zwar fand die Borussia mit zunehmender Dauer bei ihren wenigen strukturierten Angriffen heraus, dass der TSC defensiv verwundbare Stellen besaß (u. a. kam Kelly Ajuya so zu einem Pressschlag mit dem gegnerischen Torwart), aber dennoch verzeichneten die Hausherren weitere gute Chancen, sodass Freialdenhoven froh sein konnte, nur mit 0:2 in die Kabine gegangen zu sein, wo deutliche Worte gefallen sein sollen.

Wie verwandelt kamen die Schwarz-Weißen aus der Pause und zeigten nun das Gesicht, dass die mitgereisten Anhänger aus den vergangenen Wochen kannten. Mit erhöhter Aggressivität, Präzision und Tempo übernahmen sie die Kontrolle. Dazu ermittelten sie die rechte Euskirchener Abwehrseite als Schwachstelle und konnten darüber innerhalb von zehn Minuten zwei Treffer einleiten. Beide Male tat sich Pascal Schneider als Assistgeber hervor. Beim 2:1 fand er Okan Dikenli, der den Ball mit der Picke aus spitzem Winkel aufs Tor brachte. Vom TSC-Keeper abgelenkt überschritt das Leder die Linie (56.). Dann besorgte der vom Gegenspieler bedrängte Yannick Kuhnke nach Flanke von Schneider am zweiten Pfosten mit lang gemachtem Bein den Ausgleich (66.). "In der zweiten Halbzeit haben wir ein hohes Niveau wie gegen Arnoldsweiler an den Tag gelegt. In unserer Druckphase überquerte Euskirchen kaum die Mittellinie", verdeutlichte Hannes, wie sehr sich das Blatt in dieser Partie wendete.

Freialdenhoven blieb dran, das dritte Tor lag in der Luft, wurde aber vom Euskirchener Schlussmann vereitelt oder bei Kuhnkes Schuss von der Latte verhindert. Diese Faktoren spielten bei der größten Möglichkeit jedoch keine Rolle: Eine Hereingabe von Toshimasa Tsuzuku köpfte Kuhnke quer auf den etwa einen Meter vor dem freien Gehäuse lauernden Ajuya. Der Angreifer hatte ausreichend Zeit, schob den Ball aber überhastet am Pfosten vorbei (85.). Statt des belohnenden Siegtreffers kam es gegen Ende zu zwei vom Spielverlauf her ungeahnten Tiefpunkten: Euskirchens Benny Hoose entdeckte nochmal den Borussen-Strafraum, vor dem Dikenli foulte und die Gelb-Rote Karte sah (89.). Den fälligen Freistoß zielte Hoose an der Mauer vorbei und überwand damit Rodemers (90.). Hannes fasste zusammen: "Wir hielten Euskirchen in der zweiten Hälfte auf deren Platz hervorragend in Schach und besaßen die Riesenchance auf den Sieg. Aber wir haben verloren und das ist sehr enttäuschend. Wenn man zwei Tore auswärts schießt, muss man wenigstens einen Punkt mitnehmen."

Borussia: Rodemers - Ebisu, Kreutzer, Wiersberg, Dikenli - Jopek (18. Ajuya), Daescu (67. Jansen) - Simon, Sambou, Kuhnke - Schneider (84. Tsuzuku)
Tore: 1:0 Kremer (2.), 2:0 Engel (17.), 2:1 Dikenli (56.), 2:2 Kuhnke (66.), 3:2 Hoose (90.)
Gelb-Rote Karte: Dikenli (89.)


Samstag, 23. April 2016 - 15:24 Uhr
Mit breiter Brust und Tempospiel nach Euskirchen

Mit der Maximalausbeute von zwölf Punkten aus den zurückliegenden vier Partien bei einem Torverhältnis von 9:0 arbeitete sich die Borussia auf den dritten Tabellenrang vor. Diesen Platz will sie nicht mehr hergeben, auch wenn das anstehende Programm der Freialdenhovener sehr anspruchsvoll wird. Bevor der Tabellenführer Bonner SC (Sonntag, 1. Mai, 15.00 Uhr) und der Zweitplatzierte VfL Alfter (Mittwoch, 4. Mai, 19.30 Uhr) sich an der Ederener Straße vorstellen, reisen die Schwarz-Weißen am morgigen Sonntag zu einem der direkten Verfolger, den Tabellenfünften TSC Euskirchen (Anstoß 15.15 Uhr im Erftstadion). "Es sind sehr viele Spiele in kurzer Zeit für uns und es kommen schwere Gegner auf uns zu", bestätigt Angreifer Yannick Kuhnke.

Jedoch gehen die Schwarz-Weißen im bislang makellos erfolgreichen und stellenweise begeisternden Monat April mit breiter Brust ins Duell beim TSC, der 2016 nur zum Rückrundenauftakt in Friesdorf (2:3) und beim Primus Bonn (0:3) verlor. "Nach unserem ersten Sieg gegen Breinig und dem Pokalmatch bei Viktoria Köln merkten wir im Team, dass wir ganz klar zu mehr im Stande sind, als zu Rückrundenbeginn. Speziell während der sehr guten Leistung bei Alemannia Aachen II stieg das Selbstvertrauen spürbar an", beobachtete Offensivmann Pascal Schneider.

Wilfried Hannes sah beim starken 4:0-Derbysieg gegen Arnoldsweiler am Donnerstag, dass die Mannschaft "nahtlos an den Auftritt gegen Hürth" angeknüpft habe. "Ich erhoffe mir, dass wir das Tempo aus der zweiten Halbzeit gegen Arnoldsweiler, in der wir alle Tore machten, auch in Euskirchen ins Spiel bringen", sagt der Trainer. Allerdings erwartet Hannes eine andere, schwierigere Partie, denn der TSC stellt den zweitbesten Angriff der Mittelrheinliga und wird eine harte Prüfung für die beste Abwehr aus Freialdenhoven. "Aber in ihrer Defensive werden wir versuchen, sie zu bearbeiten. Wir müssen schon etwas dafür tun, um unseren sehr erfreulichen Lauf, den wir im Moment haben, fortzusetzen."

Der Bus fährt um 12.30 Uhr am Kirmesplatz ab.
Die Adresse lautet:
Am Schwalbenberg, 53879 Euskirchen


Donnerstag, 21. April 2016 - 23:50 Uhr
4 Tore, 3. Tabellenplatz, 2 Saisonrekorde, 1 toller Derbysieg

Ausgerechnet im Kreis Düren-Derby feierte die Borussia ihren höchsten Saisonerfolg! Am Donnerstagabend gewann sie ihr Nachholspiel gegen Viktoria Arnoldsweiler vor heimischer Kulisse deutlich mit 4:0. Zum ersten Mal erzielte Freialdenhoven in dieser Spielzeit mehr als drei Tore. Ein weiterer Saisonrekord war der vierte Sieg hintereinander. Beeindruckend zudem, dass die Schwarz-Weißen alle zwölf Punkte in diesem bislang "goldenen April" ohne Gegentor einfuhren. Der Lohn ist die Übernahme des dritten Platzes in der Tabelle vom SV Bergisch Gladbach. "Es sind nicht nur diese nackten Zahlen, die unterstreichen, was die Mannschaft im Moment Besonderes leistet. Die Art und Weise, wie das Team auftritt, weiß sehr zu gefallen und zu überzeugen", freute sich Trainer Wilfried Hannes.

Spürbare Spielfreude, große Entschlossenheit und richtiges Timing harmonierten perfekt zusammen in den zehn faszinierenden Minuten nach der Pause, in denen die Borussia mit drei Treffern das Spiel entschied. Den Torreigen leitete der erst in der Halbzeit für den mit Gelber Karte vorbelasteten Wolfgang Nock eingewechselte Philipp Simon ein. Seinem Eckstoß folgte ein Gewühl im Fünf-Meter-Raum, an dem unter anderem Gerard Sambou und Yannick Kuhnke beteiligt waren. Letztlich drückte Alexandru Daescu den Ball zu seinem ersten Treffer im Borussen-Dress über die Linie (47.). Lediglich drei Minuten danach schickte Sambou den unbehelligten Pascal Schneider, der das Leder sehenswert und unhaltbar aus 18 Metern halbrechter Position in die linke obere Ecke schlenzte. "Es lief" bei den kombinationsstarken Hausherren, wozu auch die Entstehung des 3:0 nur weitere fünf Minuten später ins Bild passte, denn Arnoldsweilers Keeper Simon Ahrens boxte Mark Szymczewskis Hereingabe zentral nach vorne, wo Sambou nur noch locker einnicken musste.

"In der zweiten Halbzeit haben wir klar das Tempo angezogen. Das war der Schlüssel und größte Unterschied zum Gegner bei unserem hochverdienten Erfolg", resümierte Hannes. Zum vierten Mal jubelten die Borussen-Fans in der 74. Minute, als Kuhnke die Flanke von Jumpei Ebisu direkt und gegen die Laufrichtung des Torwarts verwertete. Abschließend hätte das Resultat angesichts der weiteren Gelegenheiten von Toshimasa Tsuzuku (77.), Schneider (85.), Simon (85.) und Sven Jansen bei seinem Aufsetzer nach einer der zahlreichen attraktiven Ballstafetten (89.) gar noch deutlicher ausfallen können. "Wir spielten uns in einen Rausch. Natürlich hat Arnoldsweiler auch nachgelassen nach den drei Toren innerhalb von acht Minuten, aber es war eine super Teamleistung von uns und schöner Fußball. Wichtig war natürlich, nach dem 1:0 sofort nachzulegen", meinte Offensivallrounder Schneider.

Beinahe hätte er selbst jenes 1:0 bereits nach wenigen Sekunden in der ersten Hälfte markiert, als sein Kopfball nach Szymczewskis hohem Zuspiel an der Querlatte landete (1.). Ans Gebälk schoss ebenso Okan Dikenli (32.). Darüber hinaus verpasste Kuhnke zweimal knapp Szymczewskis Vorlagen (30./32.). Schon im teilweise recht körperbetont geführten ersten Durchgang besaß die Borussia mehr Spielanteile und Ballbesitz. Der Lokalrivale verdichtete jedoch sogar unter Miteinbeziehung seiner Spitzen die Räume, war seinerseits aber mit dem Versuch von Manfred Fleps (33.) nur einmal in der gesamten Begegnung gefährlich, wozu die Freialdenhovener Defensivarbeit maßgeblich beitrug. Diese lobte Stürmer Kuhnke: "Wir haben eine gute Kameradschaft im Team. Wir bauen uns auf und es gibt ein gutes Gefühl, vorne ins Risiko gehen zu können, weil man weiß, dass mögliche Fehler vom Mannschaftsverbund ausgebügelt werden", gab er eine Erklärung für die großartige Form der Borussia, die sie hoffentlich auch auswärts beim TSC Euskirchen am Sonntag (Anstoß 15.15 Uhr, Erftstadion) bestätigen und in Punkte ummünzen kann.

Borussia: Rodemers - Ebisu, Kreutzer, Wiersberg, Dikenli (75. Tsuzuku) - Nock (46. Simon), Daescu - Szymczewski, Sambou (71. Jansen), Kuhnke - Schneider
Tore: 1:0 Daescu (47.), 2:0 Schneider (50.), 3:0 Sambou (55.), 4:0 Kuhnke (74.)



Mittwoch, 20. April 2016 - 19:58 Uhr
Die Besten im Kreis Düren begegnen sich

Im passenden Flutlichtambiente kommt es am Donnerstag um 20.00 Uhr im Stadion an der Ederener Straße zum brisanten Lokalderby zwischen der Borussia und Viktoria Arnoldsweiler. Die beiden Vereine sind die einzigen aus dem Kreis Düren, die der obersten Amateurliga angehören und stellen somit die höchstspielenden Mannschaften überhaupt im Kreisgebiet. Auf den Spieltag genau vor zwei Monaten gab es erst das letzte Aufeinandertreffen von schwarz-weiß und grün-weiß: Im Viertelfinale des Mittelrheinpokals gewann die Borussia mit 2:1. Die letzte Begegnung in Freialdenhoven aber endete während der vergangenen Saison 2:0 für die Kleeblätter. "Dieser Lokalkampf ist nicht vorherzusagen", meint Trainer Wilfried Hannes zu der Nachholpartie des 17. Spieltages. Allemal Tore scheinen garantiert, denn in den letzten drei Duellen fielen immer mindestens drei Treffer.

Zuletzt war die Borussia besonders stark darin, gegnerischen Jubel zu vermeiden. Ihre drei Siege in Serie feierten die Freialdenhovener stets "zu Null". "Das Team kämpft bis zum Schluss. Das spüren auch die Zuschauer", freut sich Hannes. "Ich bleibe dabei: Das Pokal-Halbfinale beim Regionalligisten Viktoria Köln hat uns nach vorne gebracht, weil die Mannschaft trotz der 0:3-Niederlage gemerkt hat, was sie eigentlich kann." Für das prestigeträchtige Spiel gegen den aktuellen Tabellenzehnten Arnoldsweiler gilt nicht nur der besondere Derbycharakter als Motivation: In der Tabelle ist Freialdenhoven an den SV Bergisch Gladbach herangerückt und könnte mit einem Sieg den dritten Platz übernehmen. "Genau das ist das Ziel. Wir sind gut in Form und wollen unser Ding durchziehen", kündigt Hannes an.


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